Bösel 41 Jubilare mit 3280 Lebensjahren hat Bösels Bürgermeister Hermann Block am Donnerstagnachmittag im Heimathaus Bösel geehrt. Einmal im Jahr lädt die Gemeinde alle Böseler, die in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden sind oder noch werden, zu dieser Feierstunde ein. Ihnen gratulierte Block auch im Namen der Gemeinde, des Caritasausschusses der Seniorengemeinschaft sowie der Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde. „Wir alle wollen Ihnen mit dieser Feierstunde unsere Wertschätzung für Ihren persönlichen Lebensweg entgegenbringen und freuen uns mit Ihren Begleitern, dass Sie diesen Ehrentag erleben konnten oder in diesem Jahr noch erleben dürfen.“

Johanne Emken älteste Einwohnerin

41 von den 61 80-Jährigen aus der Gemeinde hatten sich für die Feier angemeldet und wurden geehrt. 26 hatten bereits ihren Ehrentag im Laufe des Jahres, 15 dürfen sich noch auf die Feier freuen.

Aber nicht nur das: 23 Personen wurden oder werden in diesem Jahr 85 Jahre alt. Dazu stattet ihnen der stellvertretende Bürgermeister gemeinsam mit einem Ratsvertreter einen Besuch ab. Bürgermeister Hermann Block besucht die 90-Jährigen in der Gemeinde – das sind in diesem Jahr sechs Personen – und auch die 95-Jährigen (drei Personen). Eine Person wird 96 Jahre alt. Drei können ihren 98. Geburtstag feiern: Ursula Flottmann, Clara Brunnberg und Johanne Emken aus Petersdorf als älteste Einwohnerin der Gemeinde.

Auch einige Ehejubiläen konnten gefeiert werden: zwölf Paare feiern die Goldene Hochzeit, drei die Diamantene und zwei die Eiserne Hochzeit (65 Jahre).

Gemein ist den Jubilaren das Geburtsjahr 1938. Die beliebtesten Vornamen seinerzeit: Helga, Karin, Ingrid, Hans, Peter und Klaus. Bösel zählte rund 2500 Einwohner und gehörte zur Großgemeinde Altenoythe. „Keine einfache Zeit“ begleitete den Geburtsjahrgang, blickte Block in die Geschichte. Der Zweite Weltkrieg sei Bestandteil des Lebenslaufes geworden und habe die Menschen geprägt.

Erst 1948 wurde Bösel wieder selbstständig – vor 70 Jahren. Und mit der Selbstständigkeit begann eine neue Zeitrechnung für die Gemeinde, so Block. Nach und nach entwickelten sich weitere Ortsteile, Schulen wurden in den Bauerschaften gebaut, die Infrastruktur gestärkt. Die beiden Böseler Ziegeleien produzierten in diesen Zeiten bis zu vier Millionen Steine und Dachziegel. Für die Vehnemoor GmbH arbeiteten bis zu 600 Beschäftigte.

Vieles habe sich in der Gemeinde seither verändert. Block verwies auf die Betreuungsangebote für Kinder, das Tagespflegeangebot für Senioren, den neu gestalteten Dorfpark und den Festplatz sowie die starke Wohnbauentwicklung in Bösel und Petersdorf.

„Wir haben hier in Bösel alles, was man zum Leben braucht“, betonte der Verwaltungschef, „von Ärzten über Einkaufsmöglichkeiten bis hin zu einer aktiven Vereinswelt mit großem ehrenamtlichem Engagement.“

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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