Bösel Den gesamten Tag über herrschte am Sonntag im Gasthof Sommer in Bösel reger Betrieb. Die Wahlhelfer um den Wahlausschuss-Vorsitzenden Benno Grafe hatten reichlich zu tun. Mit 1029 Wahlberechtigten – davon 137, die Briefwahl beantragt hatten – ist der Gasthof Sommer in der Gemeinde Bösel das größte Wahllokal.

Als die Türen am frühen Morgen pünktlich um acht Uhr geöffnet wurden, warteten bereits einige Wähler auf Einlass. Und der letzte Wähler machte um zwei Minuten vor 18 Uhr seine beiden Kreuzchen auf dem Wahlzettel und steckte sie in die Urne.

Die meisten gültigen Stimmen im Kreis

Per Briefwahl hatten 599 Böseler ihre Stimmen abgegeben.

Mit 99,43 Prozent verzeichnete die Gemeinde im gesamten Wahlbezirk Cloppenburg-Vechta die meisten gültigen Stimmen.

In zwei Wahllokalen – Mehrzweckhalle in Petersdorf und Albert Bley – wurden repräsentative Wahlstatistiken durchgeführt. Dort wurden die Wähler nach Geschlecht sowie nach Altersgruppe unterschieden. Das Ergebnis dient der Analyse.

Ein Wähler, der mit der Wahlkarte für die in drei Wochen anstehende Landtagswahl vor den Tischen stand, konnte über das Wählerverzeichnis trotzdem der Wahlzettel ausgehändigt werden. „Das war heute häufiger der Fall“, berichtete Aloys Hoppe. Ansonsten seien die Wahlen verhältnismäßig ruhig verlaufen, schilderten die Wahlhelfer, die seit Jahren diese Funktion übernehmen.

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Pünktlich um 18 Uhr wurde die Wahlurne aufgeschlossen und alle acht Helfer machten sich daran, die Stimmen auszuzählen. Insgesamt 621 Wähler machten im Gasthof Sommer ihre Kreuzchen, berichteten Aloys Hoppe, Aloys Schmolke, Alwin Menke und Ludger Schulte, die die Nachmittagsschicht übernommen hatten. Dort lag die Wahlbeteiligung bei 60,3 Prozent.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung in Bösel?

Die Wahlbeteiligung über die Gemeinde Bösel betrachtet lag bei 72 Prozent – leicht höher als 2013 mit 68,3 Prozent. 4067 der insgesamt 5652 Wahlberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. 17 Wahlzettel waren ungültig.

Welches war das schnellste Wahllokal?

Schnellstes Wahllokal war der Treffpunkt St. Georg: Um 18.16 Uhr hatten die Wahlhelfer bereits Meldung an die Gemeinde gemacht – sie hatten allerdings auch nur 106 Wahlzettel auszuzählen. Gegen 19.45 Uhr waren dann auch die übrigen Wahllokale ausgezählt. Bis auch das Ergebnis der Briefwahl, die im Kreishaus in Cloppenburg ausgezählt wird, stand, zeigte die Uhr 20.32 Uhr.

Wo erzielten die Parteien ihre besten Ergebnisse?

In Bösel hielten die Wahlergebnisse Überraschungen bereit: Insgesamt kam die CDU auf 57,7 Prozentpunkte. In der Tennishalle fuhr sie mit 72,2 Prozent ihr bestes Ergebnis in der Gemeinde ein. Die SPD (17 Prozent) errang in der evangelischen Kirche mit 20,3 Prozent ihr bestes Ergebnis in der Gemeinde.

Im Gasthof Sommer lief es für die FDP mit 11,5 Prozent sehr gut. Die AfD erzielte im Heimathaus mit 15,6 Prozent ihr bestes Gemeindeergebnis.

Und wo erzielten sie ihre schlechtesten Ergebnisse?

Am wenigsten Böseler machten bei Weber/Buschmann ihr Kreuzchen für die Christdemokraten in der Zweitstimme. In der Tennishalle votierten nur 10,3 Prozent für die Sozialdemokraten. Die Tennishalle war auch für die FDP kein gutes Pflaster: 7,5 Prozent standen hier zu Buche. Beim Treffpunkt St. Georg votierten lediglich 1,9 Prozent (zwei Stimmen) für die AfD.

Gab es besondere Vorkommnisse?

Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Rainer Hollje, freute sich über einen insgesamt reibungslosen Wahltag. „Ein paar Kleinigkeiten, mehr nicht“, bilanzierte er am Montag auf Nachfrage der NWZ. Auch mit der Wahlbeteiligung zeigte sich Hollje sehr zufrieden, hatte sie aber auch so erwartet.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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