Spracherhalt
Präsidenten in Tracht begrüßt

Zum ersten Mal waren die vier autochthonen nationalen Minderheiten beim Bürgerfest in Berlin dabei. Viele Besucher informierten sich bei ihnen.

Bild: Minderheitensekretariat
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.l.) und Ehefrau Elke Büdenbender (4.v.l.) mit Vertretern der autochthonen Minderheiten. Mit dabei war auch Karl-Peter Schramm (2.v.l.) als Vorsitzender des Minderheitenrats.Bild: Minderheitensekretariat
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Berlin /Scharrel /Ramsloh Eine besondere Ehre für die Saterfriesen: Zusammen mit Vertretern der drei anderen autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Deutschland weilten sie am vergangenen Wochenende auf Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Dieser hatte am Freitag und Samstag zum Bürgerfest in das Schloss Bellevue und in den Schlosspark eingeladen. Zum ersten Mal waren die Friesen, deutschen Sinti und Roma, Dänen und Lausitzer Sorben dabei.

Zunächst hatte der Bundespräsident am Freitag zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender das Engagement von Ehrenamtlichen in Deutschland gewürdigt. Über 4000 Personen waren angereist, bei denen sich Steinmeier bedankte. „Unsere Demokratie lebt von Menschen, die nicht nur danach fragen, was das Land für sie tut, sondern auch fragen, was sie für das Land tun können“, sagte er. Der Einladung gefolgt waren auch Karl-Peter Schramm aus Scharrel, Vorstandsmitglied des Heimatvereins „Seelter Buund“ und Vorsitzender des Minderheitenrats, sowie ebenfalls vom Vorstand des „Seelter Buund“ Stephan Dannebaum aus Ramsloh.

Am Samstag dann fand das Bürgerfest unter dem Motto „Tag des offenen Schlosses“ statt, zu dem alle interessierten – rund 19 000 Menschen kamen – eingeladen waren. „Zum ersten Mal waren wir beim Bürgerfest mit einem Stand vertreten und die Gäste waren überaus interessiert“, freute sich Schramm, der zusammen mit Dannebaum und dessen Familie vertreten war. „Viele blieben am Stand stehen, um zu erfahren, wer die vier nationalen Minderheiten in Deutschland sind und wo ihre Schwerpunkte liegen. Aus ganz Deutschland kamen Besucher zum Fest. Wissen zu vermitteln ist an solchen Tagen die wichtigste Priorität für uns“, so Schramm weiter. Er sei extra in der Tracht (Männertracht von circa 1870) gekommen, die auch die Volkstanzgruppe Saterland bei ihren Auftritten trägt. Das Schuhwerk wandelte er jedoch ab mit Holzschuhen, die so manche Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hätten.

Neben Steinmeier nahm sich auch Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, das in diesem Jahr Partnerland des Bürgerfestes war, Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Vertretern des Minderheitenrates. „Ich habe mich bei Steinmeier noch für die Einladung bedankt. Er sagte aber, das bräuchte ich nicht. Denn dies sei unser Fest“, sagte Schramm, der sich über diese rundum gelungene Veranstaltung freute.

Im Vorfeld des Bürgerfestes hatte der Minderheitenrat am Freitag in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund getagt. Der Bevollmächtigte des Landes, Staatssekretär Ingbert Liebing, begrüßte ihn in seinem Haus und betonte, dass er für bundespolitische Anliegen der vier Minderheiten stets ein offenes Ohr habe.

Auch sei dabei ein erster Termin des Minderheitenrats mit dem neuen Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, zustande gekommen, freute sich Schramm.

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