Barßel Die Flügel der Ebkensschen Windmühle in Barßel stehen still. Das liegt derzeit daran, dass bei der Hitze kaum ein Lüftchen weht, das die Flügel in Bewegung setzen könnte. Vielleicht könnte das ein Dauerzustand werden, denn immer noch ist die Zukunft des Mühlenensembles in Barßel ungewiss. Der alte Pachtvertrag mit der Familie Ebkens als Eigentümerin des unter Denkmalschutz stehenden Mühlenensembles mit der Gemeinde Barßel läuft fristgemäß am 30. Juni aus. Die Zeit drängt. Eile ist geboten. Es sind nur noch wenige Tage.

Rat tagt

Die letzte Sitzung des Rates der Gemeinde Barßel vor der Sommerpause findet an diesem Mittwoch um 18 Uhr im Pfarrheim an der Marienstraße in Barßel statt.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgenden Themen: In Barßel soll ein Präventionsrat gegründet werden. Weiterhin soll es um ein neues Trauzimmer im Moor- und Fehnmuseum und um die Jahresabschlüsse 2016 und 2017 gehen.

Die Thematik rund um das Mühlenensemble wird im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden.

Mit der Familie Ebkens war die Gemeinde Barßel auf einem guten Weg, das Kapitel Windmühle zuzuschlagen. Nach Informationen der NWZ hatte man sich mit den Eigentümern darauf geeinigt, dass das Mühlensemble in das Eigentum der Gemeinde Barßel übergeht. Im Gegenzug dafür soll die Familie Ebkens ein Grundstück von rund drei Hektar in der Nähe ihres Hofes erhalten. Die Fläche soll an der Friesenhofstraße in Neulohe liegen. Doch in letzter Minute könnte der Deal womöglich noch scheitern. Denn in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Montagabend konnte nach Informationen der NWZ keine generelle Einigung unter den VA-Mitgliedern erreicht werden.

Zwar lehnte man die mit der Familie Ebkens getroffene Vereinbarung nicht grundsätzlich ab, doch es gab Bedenken sowohl in den Reihen der SPD als auch in der CDU, aber auch Befürworter für den Deal. Bedenken wurden bei der CDU hinsichtlich der Grundstückslage geäußert. Nach Informationen der NWZ möchten die Christdemokraten gerne das Grundstück vorhalten, um hier in einigen Jahren womöglich eine Umgehungsstraße zum Gewerbegebiet Barßel anzulegen. Das wolle man sich nicht verbauen. Der Familie Ebkens sollte daher ein anderes Grundstück angeboten werden. Die Umgehungsstraße ist Zukunftsmusik, die wohl nie erklingt, meinten die CDU-Befürworter des jetzigen Deals.

Die Mitglieder der SPD-Fraktion waren nicht gegen den Grundstückstausch. Ihnen fehlte aber das Nutzungskonzept nach Übernahme des Mühlenensembles. Letztlich konnte sich der Verwaltungsausschuss aber einigen. „Wir haben eine Beschlussempfehlung an den Rat gefasst, die auch die Mehrheit des Verwaltungsausschusses getragen hat. Ob dies nun eine eindeutige Entscheidung ist, kann ich nicht sagen. Da ist ein Interpretationsspielraum vorhanden“, sagte Bürgermeister Nils Anhuth am Dienstag auf NWZ-Nachfrage. So wird das Mühlenensemble im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung Thema werden.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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