Barßel /Harkebrügge Der Schuldenstand der Gemeinde Barßel steigt. Zwar nur leicht – aber immerhin. „Es ist eine moderate Neuverschuldung mit Augenmaß für eine kontinuierliche Fortentwicklung unserer schönen Gemeinde“, sagte Bürgermeister Nils Anhuth auf der letzten Ratssitzung in diesem Jahr am Mittwochabend im Sportlerheim des SV Harkebrügge. Ganz genau so sagte es der Rathaus-Chef aber nicht, denn in dieser Sitzung konnten die Wortbeiträge im Rahmen des plattdeutschen Jahres auf Hochdeutsch und eben auf Plattdeutsch vorgetragen werden. Anhuth, der von Haus aus nur wenig Plattdeutsch spricht, meisterte seine niederdeutsche Rede aber souverän.

Der Haushalt 2020 ist wie der Haushalt 2019 für die Gemeinde Barßel wieder einmal ein ambitioniertes Programm. Mit einer Kreditermächtigung von 6,8 Millionen Euro gehen mehrere Großprojekte einher. Nach der umfangreichen Sanierung der Sporthalle Barßel für rund 3,8 Millionen Euro gibt es auch im neuen Haushalt wieder ein paar dicke Brocken. Darunter fallen unter anderem eine Million Euro für das neue Rathaus, die Erweiterung der Marienschule für 1,1 Millionen Euro oder der Ankauf von Flächen für 1,5 Millionen Euro. Neben viel Lob für den Start dieser wichtigen Großprojekte hatte der Bürgermeister aber auch mahnende Worte mit im Gepäck. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln. Für das kommende Jahr sind Investitionen von elf Millionen Euro geplant, also etwa in gleicher Höhe wie in der Stadt Leer, eine Kreisstadt mit knapp 35 000 Einwohnern“.

„Die Finanzen der Gemeinde Barßel sind gesund. Seit dem Jahr 2016 haben wir jedes Jahr mit Überschüssen abgeschlossen. Wegen der vielen wichtigen Projekte stimmen wir dem Haushalt 2020 zu. Die Kreditaufnahme konnte aber verringert werden, wenn die Verwaltung daran ginge, Außenstände, die zum Teil seit mehreren Jahren in unseren Büchern stehen, endlich einzuholen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans Eveslage. Der Bürgermeister versicherte dem ehemaligen Landrat, dass dies im nächsten Jahr passieren soll. Auch die SPD-Fraktion stimmte dem Haushaltsentwurf zu, glaubt aber nicht, dass alles Maßnahmen so umsetzbar sind. „Wir beantragen für die Haushaltsberatung im nächsten Jahr eine Prioritätenliste der Verwaltung mit den Maßnahmen, die aus Verwaltungssicht im folgenden Haushaltsjahr umsetzbar sind“, sagte Fraktionsvorsitzende Ursula Nüdling.

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Die Gruppe Bürgerfraktion/Grüne konnte dem Haushalt nicht zustimmen. „Alles wird teuer, Planungskosten gehen durch die Decke. Wir müssen das Schulzentrum sanieren und kein Prestigeobjekt wie das Rathaus für Beamte schaffen“, sagte Annegret Meyer.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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