Scharrel /Ramsloh Die Anlieger der Buchenallee im Baugebiet „Ortsdurchfahrt/Holtesch“ in Scharrel fühlen sich von den Politikern im Stich gelassen. Es geht um den Ausbau ihrer kleinen Anliegerstraße, die am Donnerstagabend im Sitzungssaal des Rathauses in Ramsloh Thema im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen und Fremdenverkehr war.

„Die Buchenallee ist bisher nie endgültig hergestellt worden. Es ist nun Handlungsbedarf gegeben, zumal auch der Endausbau der angrenzenden Buchenstraße in diesem Jahr erfolgt“, erläuterte Erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann den Ausschussmitgliedern die Ausbauplanungen. Ausgebaut werden soll die Buchenallee teilweise verkehrsberuhigt mit Pflastersteinen mit roten Aufpflasterungen. Allerdings nicht als „Sackgasse“ mit Pollern als Absperrung für den Verkehr, sondern als ganz normale Durchfahrtsstrecke.

Und genau dagegen wehren sich die Anlieger, die sich in der Sitzung lautstark zu Wort meldeten. In einer Anliegerversammlung vor gut zwei Wochen hatten die Bewohner den Wunsch einer Sackgasse geäußert, um den Durchgangsverkehr insbesondere zum gegenüberliegenden Raiffeisendamm zu vermeiden. „Dem wollte man auch entsprechen“, meinte ein Anlieger.

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Doch in der Sitzung wollten die Politiker, ausgenommen Dr. Henning Hormann (Grüne), nichts mehr von dieser Variante wissen. Insbesondere nicht die CDU-Fraktion. „Ich habe starke Bedenken gegen eine Sackgasse mit Pollern als Absperrung im Bereich der Hauptstraße. Das funktioniert aus Erfahrung nicht. Man sollte die Buchenallee als Durchfahrtsstraße lassen“, meinte Benno Hermes (CDU). Das sah Dr. Hormann nicht so. „Wir sollten schon die Wünsche der Anlieger berücksichtigen. Schließlich müssen sie den Ausbau auch zu 90 Prozent bezahlen.“ Die Straße mit Pollern in der Einmündung der Hauptstraße zu sperren, mache für ihn Sinn. „Warum stellt sich die Gemeinde dagegen quer? Man kann es doch versuchen – und wenn es nicht klappt, die Poller wieder entfernen“, meinte Dr. Hormann.

„Wir wollen keinen Präzedenzfall schaffen“, argumentierte Hellmann. Bernd Benten (CDU) meinte: „Wir können nicht immer die Wünsche der Anlieger erfüllen, auch wenn sie den Ausbau fast allein bezahlen müssen. Sie können die Straße nicht allein für sich in Anspruch nehmen.“

Letztlich stimmte der Ausschuss mit Mehrheit für den von der Verwaltung vorgeschlagen Ausbau. Nur Dr. Hormann stimmte dagegen. Kopfschüttelnd nahmen die Anlieger das zur Kenntnis. „Wir verstehen das nicht. Unsere Wünsche sind gar nicht berücksichtig worden.“ Dabei hätten die Politiker und auch die Verwaltung immer wieder im Vorfeld beteuert, auf die besondere Gestaltung der Buchenallee zu achten: „Sie soll in keinem Fall Verkehrsteilnehmer dazu verleiten, sie als Durchgangsstraße zu nutzen“, zitierten die enttäuschten Anlieger nach dem Sitzungsende eine frühere Aussage zur Buchenallee.

„Es ist eine reine Anliegerstraße. Warum kann man es nicht mit Pollern versuchen?“, ärgerte sich ein Anlieger.

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