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ELISABETHFEHN Der durch die Gemeinde Barßel geplante Ausbau der Dr.-Wilhelm-Wielandt-Straße in Elisabethfehn sorgt für Unmut unter den meisten Anliegern. Betroffen ist eine Länge von rund 665 Metern von der Einmündung der Oldenburger Straße bis zum Haus Nummer 14 mit einem Wendehammer

Der Ärger der Anwohner richtet sich nicht nur gegen die hohen Anliegerbeiträge, die im Wege der Kostenspaltung auf sie zukommen würden, sondern auch gegen den beabsichtigten Vollausbau mit Kanalisation, Straßenentwässerung und Beleuchtung. Die Beträge liegen je nach Grundstücksgröße zwischen 30 000 und 60 000 Euro. Den Ausbaubeschluss hatte der Straßen- und Wegeausschuss Anfang März beschlossen.

In der kommenden Woche befindet der Rat der Gemeinde Barßel endgültig über den Ausbau. „Das können wir nicht so einfach mal so aus der Portokasse bezahlen“, sagen die Eheleute Sandra und Thomas Schönig aus Rhauderfehn, die vor drei Jahren ein Einfamilienhaus an der Straße erworben und mit rund 50 000 Euro umgebaut haben.

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Kleine Rente

Circa 30 000 Euro sollen die Schönigs blechen. „Es kann nicht im Interesse der Gemeinde sein, Familien so hoch zu verschulden und letztendlich Existenzen zu zerstören“, meint das Ehepaar. Ähnlich sieht es Heiko Schipper. Auch er soll diese Summe aufbringen. „Ich habe mein Haus finanziert und noch nicht abbezahlt. Mit meiner kleinen Rente kann ich so einen teuren Straßenausbau nicht finanzieren.“

Rund 62 000 Euro soll ein Fachbetrieb für Malerei aufbringen. „Das können wir als kleiner mittelständischer Betrieb nicht aufbringen“, sagt Engin Cicek. Die wirtschaftliche Lage werfe keine hohen Gewinne ab, um nur ansatzweise die Summe aufzubringen. Völlig überraschend kam es für Familie Meyer, die hohen Anliegerbeiträge zu zahlen. Noch vor kurzem haben sie Wegeflächen an die Gemeinde verkauft, wodurch es erst möglich wurde, einen Ausbau vorzunehmen. „Wenn wir das gewusst hätten, wäre es zu keinem Grundstücksverkauf gekommen“, so Alfons Meyer.

Anders sieht es Bürgermeister Bernd Schulte. Er kann die Aufregung nicht verstehen: „Von den Anliegern wurde in den letzten Jahren wiederholt bei der Gemeinde auf den schlechten Wegezustand verwiesen.“ Auch die genannten Anliegerbeiträge seien in dieser Höhe nicht richtig. „Die Beträge fallen um ein Vielfaches niedriger aus.“

Bürgerfraktion dagegen

Josef Wagner, Vorsitzender der Bürgerfraktion (BFB), hält dagegen: „Diese hohen Kosten sind für die Anlieger nicht aufzubringen.“ Dem könne seine Partei nicht zustimmen. „Das ist eine neue Sachlage. Von diesen Zahlen sind auch wir überrascht. Daher werden wir die Sachlage vor der Ratssitzung in der Fraktion noch einmal besprechen“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Barßeler CDU, Agnes Lamping.

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