Cloppenburg Die Macher des Cloppenburger Kulturbahnhofs haben mit stark gestiegenen Kosten im Baubereich zu kämpfen – dabei sind die allermeisten Handwerker noch gar nicht an den Start gegangen. Nach kontroverser Debatte empfahl der Ausschuss für Familie, Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Markt am Dienstag deshalb mit knapper Mehrheit dem Verwaltungsausschuss, den städtischen Zuschuss um 140 000 Euro zu erhöhen.

Wie berichtet, hatte Vorsitzender Dr. Klaus Weber bereits bei der Mitgliederversammlung des Kulturforums verkündet, dass sich der Kulturbahnhof um rund 453 000 Euro auf 2 578 000 Euro verteuern werde. Deshalb verzichte man auf die angestrebte Kunsthalle im Kulturbahnhof (Kosten: 313 000 Euro). Daraus resultiere ein weiteres Problem – ein privater Gönner habe eine Spende von 50 000 Euro an die Realisierung der Kunsthalle geknüpft.

Yilmaz Mutlu (FDP) und Ludger Böckmann (UWG) sprachen sich daraufhin dafür aus, Webers Idee einer „Kunsthalle light“ zu übernehmen und die Defizitförderung auf rund 200 000 Euro aufzustocken. Weber hatte u.a. vorgeschlagen, die Wände in Eigenleistung fertigzustellen und noch keine Heizung einzubauen. Damit hätte man – wie in der bisherigen Kunsthalle an der Bürgermeister-Feigel-Str. – zumindest in den Sommermonaten Ausstellungen durchführen können.

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Dagegen sprach sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese aus. Schließlich – so der Verwaltungschef – stecke das Kulturforum ja schon Restmittel der Kulturförderung aus 2004 bis 2013 in Höhe von rund 200 000 Euro in den Bau – und das seien schließlich auch Steuergelder.

Weber mahnte darüber hinaus einmal mehr zur Eile – falls es jetzt nicht gelinge, zeitnah anzufangen, müssten Fördergelder in Höhe von rund 70 000 Euro ans Land zurückgezahlt werden. Darüber hinaus liege seit geraumer Zeit ein Pachtvertrag mit dem jetzigen Wirt des Briefkastens und des Bebops, Peter Blase, zur Unterschrift bereit. Diesen werde er, Weber, aber nur unterzeichnen, wenn der Umgang mit dem Defizit geklärt sei. Blases jetziger Vermieter wiederum dränge darauf, zeitnah zu erfahren, wie es nach dem Ablauf der Mietverträge von Briefkasten und Bebop Anfang 2015 weitergehe. Für beide Kneipen solle es bereits Interessenten geben.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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