Staatsforsten In Gestalt einer VFW 614 sollte kürzlich erstmals in der langjährigen Geschichte des Sportflugplatzes Staatsforsten eine zweistrahlige Verkehrsmaschine starten. Einem Kenner wird diese Mitteilung bei dem Gedanken an das maximale Abfluggewicht eines solchen Flugzeuges von fast 20 Tonnen und der Zulassung der kleinen Bahn für kaum sechs Tonnen von vornherein komisch vorgekommen sein.

Denn bei der rot-weiß lackierten Maschine handelt es sich nur um ein Modell. Dieses, vom Cloppenburger Hermann Wieking in jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit nachbebaut, bringt 16 Kilo auf die Waage und verfügt über eine Spannweite von drei Metern. „Ein derart originalgetreuer Nachbau war mir allerdings nur möglich, weil mir der Freundeskreis VFW 614 Bremen hierfür Originalunterlagen zur Verfügung gestellt hatte“, zeigt sich Wieking dankbar und stolz.

Leider war es dem Piloten Ulrich Kramkowski aus Lastrup aufgrund zu starker Böen nicht möglich, die fliegende Legende wie vorgesehen in Staatsforstener Lüfte aufsteigen zu lassen. Hatten sich doch zahlreiche Interessierte genau deshalb auf den Weg zur Rollbahn gemacht.

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Aber auch schon die Rollbewegung der Flugzeuges auf dem Boden vor einer Halle genügte, um besonders den Anwesenden, die seinerzeit an der Entwicklung und dem Bau der insgesamt 19 „großen“ VFW 614 beteiligt waren, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Auch einige Angehörige des Luftsportvereins Cloppenburg, der als Mitnutzer des Bundeswehrareals in Staatsforsten die Aktion erst ermöglicht hatte, schauten interessiert zu.

Die VFW 614 ist das erste in der Bundesrepublik Deutschland, in den 60iger und 70iger Jahren von den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) Bremen entwickelte und gebaute zweistrahlige Verkehrsflugzeug. Der Erstflug der kurzstartfähigen Jets fand am 14. Juli 1971 auf dem Flughafen Bremen statt. Die letzte VFW 614 ging im Dezember 2012 in den Ruhestand. Ein Novum der Maschinen ist die Anordnung der Triebwerke, die mittels Pylonen über der Tragfläche positioniert sind.

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