Wunstorf /Cloppenburg Das 0:3 bei Neuling SSV Vorsfelde war schon schlimm. Aber was sich die Spieler des Fußball-Oberligisten BV Cloppenburg am Sonnabend beim 1. FC Wunstorf leisteten, ging auf keine Kuhhaut mehr. Mit 0:7 ließen sich die ohne echte Gegenwehr, fast körperlos und emotionslos agierenden Gäste bei widrigen äußeren Bedingungen im altehrwürdigen Barne-Stadion abschlachten. In der Tabelle rutschte der BVC lediglich vom zehnten auf den elften Platz ab. Ein ganz schwacher Trost.

Der Spielfilm: Wunstorf gibt sofort Gas. Schon in der zwölften Minute darf Tim Scheffler eine Freistoßflanke von Robin Ullmann fast unbedrängt einnicken. Dann geht’s Schlag auf Schlag. BVC-Verteidiger Sebastian Plog lässt sich wegblocken. Kriseld Doko erhöht auf 2:0 (18.). 180 Sekunden später das 3:0 für Wunstorf nach einem Konter. Scheffler umkurvt BVC-Fänger „Didi“ Bangma und trifft aus spitzem Winkel.

Damit nicht genug. Wunstorf lässt nicht locker. Nach ganz einfacher Machart fällt das 4:0. Nach einem weiten Diagonalball verliert Alexander Dreher ein Kopfballduell, und wieder ist Scheffler aus spitzem Winkel zur Stelle (32.). Dann die erste BVC-Chance: Riku Iwauchi ist durchgebrochen, doch dem Japaner versagen die Nerven (35.). Wie’s geht, demonstriert die Heimelf. Nach einem „Fehl-Rückpass“ von Faris Giebert im Mittelfeld geht die Post ab. Deniz Aycicek vollendet zum 5:0, da Bangma vor seinem Rettungsversuch ausrutscht (40.).

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Im zweiten Durchgang schaltet Wunstorf einen Gang runter. Dennoch darf der junge Kosovare Doko mühelos auf 7:0 erhöhen (54., 66.).

Nach dem Abpfiff machen beim BVC alle dicht. Dennoch dringen die vermutlichen Gründe für das image-schädigende Debakel durch. Der Club ist mal wieder mit den Gehaltszahlungen im Rückstand.

Nach gesicherten NWZ-Informationen steht der September-Lohn aus. Die „Kohle“ für Oktober muss in zwei Tagen fließen. Dem Vernehmen nach arbeitet das Club-Präsidium mit Hochdruck an einer Lösung.

Die Finanzen mochte derweil der um seinen Job nicht zu beneidende Interimscoach Sebastian Schütte am Sonntag nicht kommentieren. Dass die Spieler am vergangenen Donnerstag das Training bestreikten, dementierte er. „Das ist Quatsch. Es war gar kein Training angesetzt.“ Dafür ging der Interimscoach auf die mitgereisten BVC-Fans, für die sich der Auftritt wie ein harter Schlag ins Gesicht angefühlt hatte, zu. „Ich kann mich nur in aller Form entschuldigen.“ Seine Mannschaft habe zu keiner Sekunde die Vorgaben umgesetzt. „Wunstorf will in die Regionalliga und war uns in allen Belangen überlegen. Außerdem hatten wir von elf Spielern elf Ausfälle.“

Trotz der immer wieder aufflackernden Störfeuer neben dem Platz denkt Schütte nicht daran, die Brocken hinzuschmeißen. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Und da sind wir nach wie vor auf einem guten Weg. Mir bereitet die Arbeit weiterhin großen Spaß. Vor rund zwei Jahren habe ich den kompletten Juniorenbereich umgekrempelt. Und da stellen sich erste Erfolge ein. Auf die eigene Jugend zu setzen, ist der einzige Weg für den BVC. Das muss im Verein jedem klar sein.“

Unterdessen läuft die Suche nach einem Trainer für die Zeit nach der Winterpause. „Fünf Kandidaten sind im Pool“, so Schütte.

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