Garrel „Jenseits der extremsten Erschöpfung und Qual stoßen wir möglicherweise auf ein Ausmaß an Mühelosigkeit und Kraft, das wir uns nie erträumt hätten.“ Läufer überall auf der Welt streben nach diesem „Runners High“, diesen Zustand, der das Laufen so leicht werden lässt wie von William James oben beschrieben. Extremste Erschöpfung und Qual – die sind bei 42,195 Kilometern inbegriffen. Diese Strecke will in wenigen Wochen Frank Langfermann bewältigen. In Leipzig am 24. April, zusammen mit einigen anderen Läufern der Leichtathletikabteilung des BV Garrel.

Frank Langfermann, im Hauptberuf Kämmerer und Standesbeamter bei der Gemeinde Garrel, läuft seit vielen Jahren. Die Königsstrecke, den Marathon, hat er schon bezwungen, mehrfach sogar, wie er auf der Tartanbahn beim Training der NWZ  erzählt. Mehrfach ist er in Hamburg an den Start gegangen, in Löningen beim Hasetal-Marathon auch schon. Aber: „Der letzte Marathon ist 13 Jahre her“, sagt Frank Langfermann.

In diesem Jahr wird er 50 Jahre alt. Ein Ansporn für den Garreler, noch einmal auf die lange Strecke zu gehen. Dass dieser Weg sicherlich kein leichter für ihn wird, bewies ihm schon der Start ins Training. Ein eingeklemmter Nerv im Rücken verzögerte den Enstieg erheblich. Mittlerweile ist er aber gut in Tritt.

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Die langen Läufe – Distanzen von 30 Kilometern und drüber hinaus – haben viele Läufer so gerne wie eine Nordic-Walking-Gruppe auf dem engen Rundkurs. Für Frank Langfermann sind die langen Strecken aber kein Schrecken. „Die schnellen Läufe“, antwortet der 49-Jährige auf die Frage, was ihn im Training am meisten quält. Für die Grundschnelligkeit wird in der Intervallgruppe gesorgt, die jeden Donnerstag auf der Tartanbahn von Volker Hermann traininert wird.

Dass er sich gerade einen Frühjahrsmarathon ausgesucht hat, ist zum einen mit der Vereinsfahrt, die Ludger Wiese vom BV Garrel organisiert, begründet. Zum anderen mag Frank Langfermann das Laufen im Winter ganz gerne. „Ich bin ein Genussmensch. Im Sommer sitze ich lieber im Garten und genieße den Abend.“ Im Winter stört ihn auch die früh einsetzende Dunkelheit wenig.

Lieblingslaufstrecke? Die Ahlhorner Fischteiche. Da kennt er sich aus. Dort geht er auch beim traditionellen Karfreitagslauf an den Start.

Eine besondere Herausforderung bildete für ihn vor zwei Jahren der „Braveheart-Battle“, ein sogenannter „Überlebenslauf“, im bayrischen Münnerstadt. Wenig trainiert, trotzdem „überlebt“, blickt Frank Langfermann heute darauf zurück. „Teamwork war entscheidend.“

In Leipzig ist er auf sich alleine gestellt. „Wichtig ist, es nicht zu schnell anzugehen“, weiß Langfermann aus seiner Marathonerfahrung.  Mehr als 40 Läufer des BV Garrel nehmen an der Vereinsfahrt vom 22. bis 24. April nach Leipzig teil. Angeboten werden Strecken von vier Kilometern über zehn bis zum Halbmarathon und Marathon.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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