Varel /Garrel „You are an Ironman!“ Als Matthias Schütte nach 8:29:37 Stunden diesen Satz hört und vor Erschöpfung zu Boden sinkt, sind die Strapazen der letzten Stunden für einen kurzen Moment vergessen. Der 23-Jährige aus Varel im Landkreis Friesland startet für den BV Garrel.

30 Wochen trainierte der junge Mann aus Varel, der vor Beginn seiner Triathlonvorbereitung Anfang des Jahres erfolgreich auf der Laufstrecke zu finden war, auf diesen Tag hin. Neben der regulären Schichtarbeit bei der Papier- und Kartonfabrik Varel, zu der immer auch die Wochenendarbeit gehört, investierte er täglich zwischen drei und sechs Stunden in sein Training. So kamen 300 Kilometer beim Schwimmen, über 5000 Kilometer auf dem Rad und über 1800 Laufkilometer zusammen.

In Hamburg zahlte sich dieses harte Training aus. In der Altersklasse 18 bis 24 Jahre reichte die Zielzeit für den dritten Platz. Der Vareler ist zufrieden mit seiner Leistung und dankbar für die Unterstützung von Familie und Freunden während des gesamten Rennens sowie in der langen, harten Vorbereitung. Die große Hitze machte vielen Athleten am Sonntag durchaus zu schaffen und auch Matthias Schütte hatte während des Rennens große Mühe, seinen Körper zu kühlen und sich ausreichend zu verpflegen.

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Enttäuscht zeigte er sich bei allem Verständnis darüber, dass in Hamburg aufgrund von giftigen Blaualgen das Schwimmen in der Alster untersagt und stattdessen ein Duathlon ausgetragen wurde. Statt 3,8 Kilometer Schwimmen, mussten die Athleten zu Beginn des Rennens bereits sechs Kilometer laufen, bevor sie 180 Kilometer auf dem Rad und abschließend 42,195 Kilometer auf der Laufstrecke absolvierten. Für die sechs Laufkilometer benötigte Matthias 23:07 Minuten, die 180 Radkilometer legte er in 4:42:14 Stunden zurück und den Marathon lief er anschließend in 3:16:09 Stunden.

Die Zielzeit reichte in Hamburg zwar noch nicht für die Qualifizierung der Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober dieses Jahres, da sich in der Altersklasse nur der Sieger qualifizieren konnte, aber Hawaii bleibt weiterhin ein großer Traum des talentierten Athleten, der in den vergangenen Tagen viel Zuspruch erhielt.

Da Matthias Schütte keinem Triathlonverein angehört, wird er in der Wertung für die Deutschen Meisterschaften, in welcher er sich über den Vize-Meistertitel gefreut hätte, leider nicht berücksichtigt.

Matthias Schütte freut sich nach dem Rennen am Sonntag auf eine kurze Regenerationspause, bevor das Training für den Marathon in Berlin am 16. September weitergeht.

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