BüHREN Obwohl es auf dem Kreistag des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) im Kreis Cloppenburg durchaus Meinungsverschiedenheiten gab, wurde es am Sonnabend im Saal der Bührener Gaststätte Frieling nur zweimal richtig laut. Großer Applaus brandete auf, als die Sprache auf den beliebten und nach einer krankheitsbedingten Pause zurückgekehrten Jugend-Spielleiter Ewald Preit und auf Heinrich Südbeck (BW Ramsloh) kam. Der durfte sich als Belohnung für sein riesiges Engagement – er arbeitet seit 50 Jahren im Spielausschuss mit – über ein Wochenende im Sporthotel Barsinghausen freuen.

Nachdem Werner Busse, Vorsitzender des NFV-Kreises Cloppenburg, und Norbert Kuhn, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Emstek, die Delegierten begrüßt hatten, sorgte Reinhard Sündermann für gute Laune im Saal. Der 1. Vorsitzende des Gastgeber-Vereins BV Bühren lockerte die Atmosphäre mit Vergleichen „seines“ kleinen BVB mit der Dortmunder Borussia auf. Da ging es um die Gehälter der Bührener Spieler, die im Gegensatz zu denen der Dortmunder nur eine Null hätten – „und keine weitere Zahl, weder vor noch hinter dem Komma“. Und auch die Tatsache, dass der Deutsche Meister im Gegensatz zum Team aus der Gemeinde Emstek kein Frauen-Team habe – „Fragt man die Dortmunder, wie sie Frauen-Fußball finden, antworten die: Finde ich beides gut“ –, blieb nicht unerwähnt.

So vermutete Eugen Gehlenborg dann auch, dass vielleicht doch der Bührener Verein der große BVB ist. Der Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbands ging auf den „schnellen Wechsel“ an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von Theo Zwanziger zu Wolfgang Niersbach ein und unterstrich, wie wichtig Zusammenhalt auf allen Ebenen sei. Außerdem kündigte er an, dass das Thema „Ehrenamt“ auf dem nächsten DFB-Bundestag behandelt werde. Schließlich dürften Ehrenamtliche durch die Besteuerung der Kostenzuschüsse nicht noch für ihr Engagement bestraft werden. Die meisten hätten eh Mehrkosten zu tragen. Für den Kreisverband Cloppenburg hatte Gehlenborg großes Lob übrig. Der sei eine Stütze des Verbandes. Und nachdem der OM-Cup nach längerer Zeit mal wieder in den Kreis Cloppenburg zurückgeholt worden sei, könne Werner Busse ja eh hoch zufrieden sein.

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Das war er auch. In seinem Rückblick auf die Saison 2011/12 hatte der Kreisvorsitzende vor allem Positives zu berichten. Nach einem Lob für die OM-Cup-Cheforganisatoren Ewald Thöben und Harald Fangmann sowie den Ausrichter SW Bakum konnte er berichten, dass der Kreislehrausschuss in den letzten fünf Jahren 75 neu lizenzierte Übungsleiter hervorgebracht hat. Auch das Förderkonzept unter Leitung von Joachim Hochartz sei ganz hervorragend. Zudem sei die Zahl der Schiedsrichter leicht gestiegen. Allerdings komme es noch zu oft zu Abmeldungen und Nichtantritten.

Hervorragend sei wieder der Spielbetrieb mit fast 700 Mannschaften – 500 im Jugendbereich – organisiert worden. Zwar werde es in der kommenden Saison „einen kleinen Aderlass“ im Juniorenbereich geben, der sei aber nicht besorgniserregend. „Wir stehen mit unseren Mannschaftszahlen in Niedersachsen gut da, nämlich an vierter Stelle.“ Nur die Regionen Hannover, Osnabrück und Emsland seien vor dem Kreis Cloppenburg zu finden.

Nach den Ehrungen (siehe Kasten) gab es dann aber doch noch Diskussionsbedarf. Kreisspielausschuss-Vorsitzender Franz-Josef Herbers musste die Entscheidung verteidigen, im Herren-Bereich keine Spielgemeinschaft zuzulassen. Der SV Cappeln und der TuS Emstekerfeld hatten für ihre dritten Mannschaften einen Antrag gestellt. Die Erfahrung zeige, dass sich die Mannschaften, wenn sie Spielgemeinschaften bilden dürften, nicht mehr um schwächere Spieler bemühen. Dies habe zur Folge, dass es am Ende insgesamt weniger Teams gebe. Einige Delegierte hielten ihm entgegen, dass dem Fußball nun möglicherweise ein paar Spieler verloren gehen, weil sie keine Chance auf Einsätze hätten.

Zum Schluss gab es dann noch von Karl-Heinz Gösling eine Aufgabe für alle Anwesenden. Der Schaftmeister des NFV-Kreises, der das Amt 36 Jahre innehat – gab ein Jahr vor den Wahlen bekannt, dass er aufhört. Nun sei ja genug Zeit, einen Nachfolger zu finden.

In Bühren wurden zahlreiche Ehrungen vorgenommen: Den Ehrenbecher des NFV-Kreises bekam Wolfgang Preit (seit 2002 im Jugendausschuss). Matthias Risse (seit 2002 im Lehrausschuss und Trainer) fehlte, wird ihn aber noch erhalten.

Im Rahmen der Ehrenamtsaktion bekamen Albert Schlangen (BC Ermke), Antonius Steinbach (TuS Falkenberg) und Manfred Timme (VfL Markhausen) eine Uhr und eine Urkunde. Cornelius von Deest (Viktoria Elisabethfehn) konnte nicht dabei sein, bekommt aber beides noch.Die Verdienstnadel für Vereinsmitarbeiter durften Johannes Engstenberg (SC Winkum) und Martin Kalvelage (DJK Bunnen) entgegennehmen.

Für die Fairness-Sieger gab es Pokale. Der VfL Markhausen hat sich in der Kategorie besonders hervorgetan: SV Bevern (Kreisliga), VfL Markhausen (1. Kreisklasse), DJK Elsten (2. KK, St. 1), BV Neuscharrel (2. KK, St. 2), BV Bühren II (3. KK, St. 1), VfL Markhausen II (3. KK, St. 2), FC Sedelsberg (3. KK, St. 3).

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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