KREIS CLOPPENBURG Die Reserve des TV Cloppenburg hat den Zug nach oben verpasst. Das Handball-Team von Spielertrainer Frank Heinen verlor am Sonnabend beim Tabellenführer der Landesklasse, TuS Haren, nach einer temporeichen Partie mit 38:42. Derweil besiegte die HSG Friesoythe das Schlusslicht HSG Nordhorn III mit 28:22, während der BV Garrel bei Grenzland Twist mit 22:35 verlor. Unterdessen hatten die Landesliga-Handballerinnen des SV Höltinghausen Pech: Sie verloren beim SV Hellern mit 24:25. Hingegen siegte die Reserve des BV Garrel gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn in eigener Halle locker mit 31:12.

Männer, Landesklasse: Grenzland Twist - BV Garrel 35:22 (19:9). Twists Erfolg deutete sich früh an. Bereits nach zehn Minuten führten die Gastgeber mit 10:2. Zur Halbzeit lag Garrel sogar mit 9:19 zurück. Im zweiten Durchgang verringerten die Gäste den Rückstand dank einer nun aggressiv spielenden Abwehr auf sieben Tore. Allerdings klappte im Angriff so gut wie gar nichts, so dass Garrel die sechste Pleite im sechsten Auswärtsspiel kassierte.

BV Garrel: Henrich Tebben, Mark Todorow, Hendrik Behrens - Hendrik Burhorst, Michael Siemer (je 5 Tore), Lars Zengler (4), Markus Otten (3), Tobias Marks (2), Holger Landwehr, Fabian van Schaik, Holger Brunnberg (je 1), Mario Bley, Christian Meyer.

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TuS Haren - TV Cloppenburg II 42:38 (19:19). Cloppenburg reiste ersatzgeschwächt zum Spiel beim Spitzenreiter: Günter Pister und Christoph Gadow fielen kurzfristig aus. Trotzdem hielten die Cloppenburger mit dem Spitzenreiter mit. „Beide Mannschaften sind ein hohes Tempo gegangen“, sagte Cloppenburgs Spielertrainer Frank Heinen. Zudem hatten sie reichlich Zielwasser getrunken. Bereits zur Pause stand es 19:19. „Die meisten Treffer sind durch die schnelle Mitte gefallen“, sagte Heinen.

Auch im zweiten Durchgang setzte sich kein Team entscheidend ab. Drei Minuten vor Schluss leisteten sich die Gäste jedoch drei folgenschwere Fehler, so dass die Gastgeber entscheidend davonzogen. Die Punkte blieben also in Haren, dem TVC nur das Lob des Gegners. „Das habe ich jetzt schon mehrfach gehört“, grummelte Heinen, der keinen Zweifel daran ließ, dass mehr drin gewesen wäre: „Tatsache ist, dass wir jetzt elf Minuspunkte haben und im Mittelfeld stehen. Ich erwarte aber schon ein bisschen mehr.“

TVC II: Debbeler, Schönrock - Vaske (9), Breher (4), Heinen (4), Otten (9), Schewelow (7), Alexander Mönckedieck (2), Schröder (1), Oliver Mönckedieck, Abeln.

HSG Nordhorn III - HSG Friesoythe 22:28 (12:11). Friesoythe tat sich trotz des Sieges unerwartet schwer: „Eigentlich hätten wir Nordhorn mit 15 Toren Vorsprung aus der Halle schießen müssen“, sagte HSG-Trainer Günther Witte. Gleichwohl produzierte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit „Fehler ohne Ende“. „Für einige Spieler war der Ball ein unbekanntes Wesen“, ätzte Witte. Wenig überraschend lag seine Mannschaft zur Pause 11:12 hinten. Indes hatte der Trainer keine Lust, die Partie zu verlieren, zumal die HSG von 60 mitgereisten Fans unterstützt wurde, die am selben Tag noch das Bundesligaspiel zwischen der HSG Nordhorn und dem THW Kiel genossen. Aus diesem Grund gab Witte seinen Spielern in der Kabine einige deutliche Worte mit auf den Weg in die zweite Halbzeit.

Doch zunächst blieb die Partie ausgeglichen. Die HSG lief zwischenzeitlich sogar einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher (15:17). In der Schlussphase nahmen die Gäste aber das Heft des Handelns in die Hand, gingen 21:19 in Führung und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Trotzdem war Witte unzufrieden: „Die erste Halbzeit war grottenschlecht. Mit solchen Leistungen tun wir uns einfach keinen Gefallen.“

HSG: Gradt, Germann – Grumbd (8), Block (2), Woidke (1), Robbers (7), Tiedeken (1), Tuchscheerer (6), Ording, Hofmann, Willmann (3).

Frauen, Landesliga: BV Garrel II - SG Friedrichsfehn/Petersfehn 31:12. Nach vier Niederlagen in Folge war beim BV Garrel vor dem Heimspiel gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn ordentlich Dampf auf dem Kessel. Unter anderem hatten viele unnötige technische Fehler und eine mangelhafte Einstellung Coach Dirk Maschke auf die Palme gebracht. Er habe sogar damit gedroht, seinen Posten zur Verfügung zu stellen, sagte er. Nach einer mannschaftsinternen Aussprache lief es aber wieder rund: „Wir haben ein super Spiel gemacht. Petersfehn hatte uns nichts entgegenzusetzen“, freute sich Maschke. Vor allem in der Deckung habe seine Mannschaft überzeugt, sagte er: „Die stand super.“ Überdies stimme der Teamgeist wieder, so dass die Regionalliga-Reserve gestärkt in das Derby am Sonnabend gegen den SV Höltinghausen geht.

Garrel: Lammers (3), Möller (4), Cloppenburg (3), Grotjan (1), Voßmann (5), Aumann (6), Priester (4), Hüls (1), Rolfes (2), Gerken (2), Kettmann.

SV Hellern – SV Höltinghausen 25:24 (13:7). Zunächst lief beim SV Höltinghausen gar nichts: „Wir haben die ersten zehn Minuten komplett verschlafen“, sagte Kerstin Wichmann, die die Mannschaft zusammen mit Kerstin Hilker trainiert. Zudem kamen die Höltinghauserinnen mit der harten Gangart der Gastgeberinnen nicht zurecht. „Teilweise war es ein sehr brutales Spiel, in dem die Schiedsrichterinnen einfach überfordert waren“, nahm Wichmann kein Blatt vor den Mund.

Nach knapp dreizehn Minuten der negative Höhepunkt: Steffi Waack knallte nach einem Foul mit dem Gesicht auf den Hallenboden und musste ins Krankenhaus gebracht werden: „Sie hat sich die Nase geprellt und eine Gehirnerschütterung erlitten“, sagte Wichmann. Die Unterbrechung nutzten Höltinghausens Trainerinnen, um ihre Mannschaft wachzurütteln. Anschließend lief es ein bisschen besser. Zur Pause lagen die Gäste trotzdem mit 7:13 zurück.

Im zweiten Durchgang kämpften sich die Höltinghauserinnen ins Spiel zurück. Knapp 90 Sekunden vor Schluss lagen sie nur noch 23:24 zurück, und Claudia Lützenrath lief auf das Tor der Gastgeberinnen zu. Plötzlich ertönte ein Pfiff aus dem Publikum. Lützenrath brach ihren Angriff überrascht ab, die Gastgeberinnen konterten und hängten Sarah Böckmann dabei ein Foul an, dass mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wurde. Hellern nutzte die Überzahl zum vorentscheidenden 25:23. Kein Wunder, dass Kerstin Wichmann erbost war: „So etwas geht natürlich gar nicht. Jeder hat gedacht, dass der Pfiff von den Schiedsrichtern kam. Wir haben deshalb Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Allerdings glaube ich nicht, dass wir damit Erfolg haben.“

Höltinghausen: Brinkmann, Böckmann (1), Göring, Hohnhorst, Lange (1), Wessendorf (2), Lützenrath (10/7), Meyer (2), Hofmann (2), Heyer, Grafe (3), Waack (3).

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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