CLOPPENBURG „Neue Besen kehren gut.“ Ob diese alte Weisheit auch auf die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg zutrifft, wird die an diesem Sonnabend beginnende Saison zeigen, die für die Cloppenburger mit einem Auswärtsspiel bei der Reservemannschaft des Bundesligisten HSG Nordhorn um 15.30 Uhr beginnt.

Wenn die neuen Besen wirklich gut kehren, hat der TVC für die kommende Spielzeit gute Voraussetzungen, da es gleich fünf neue Gesichter in der Schulstraßen-Mannschaft gibt. Da ist der neue Trainer Ludger Emke, der Andreas Roßberg nach sieben Jahren auf der Kommandobrücke ablöst. Emke war Mitte der 80-er-Jahre schon als Spielertrainer in Cloppenburg aktiv. Zuletzt führte er Rot Weiß Damme in die Oberliga. So gibt es für den ehemaligen Kreisläufer ein schnelles Wiedersehen mit seinem Ex-Verein. Nebenbei ist der gebürtige Wildeshauser für den Niedersächsischen Handballverband als Jugendtrainer aktiv.

Der 23-jährige Bastian Bormann soll den nach Varel abgewanderten Ulf Duda im Tor ersetzen. Vom Oberligakonkurrenten SG Achim/Baden II an die Soeste gewechselt, konnte Bormann in der ersten Mannschaft der SG schon Zweitligaerfahrung sammeln. Emke ist von seinem Torhüter-Gespann angetan. „Bastian und Frank Steller ergänzen sich perfekt – während der jüngere Bastian der etwas ungestümere ist, gibt Steller den routinierten Gegenpol.“ Ebenfalls in die Kategorie „ungestüm“ passt der 22-jährige Jan Philipp Steinbach, der vom Oldenburger TB zum TVC gewechselt ist. Der auf beiden Außenpositionen einsetzbare Student überzeugte in der Vorbereitung mit enormem Tempo, Einsatzwillen und fröhlichem Auftreten. Er sei menschlich und sportlich ein großer Gewinn für die Cloppenburger.

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Mit Patrick Schlömer vom Regionalligisten HSG Barnstorf/Diepholz kann der TVC auf einen weiteren jungen Spieler bauen. Der ebenfalls erst 22-Jährige verfügt aber schon über Regionalligaerfahrung und soll für mehr Gefahr aus dem Rückraum sorgen. Mit mehr als zwei Metern Körpergröße ist er dafür prädestiniert. „Patrick sorgt allein schon durch seine Größe für erhöhte Aufmerksamkeit der Gegner“, sagt Emke.

Für Treffer aus der Nahwurfzone soll der vierte Neuzugang in Reihen der Cloppenburger sorgen: Kreisläufer Jürgen Erdmann kam vom ehemaligen Bezirksligisten HSG Hude/Falkenburg zum TVC. Zuvor spielte der 28-Jährige jahrelang bei der TSG Hatten-Sandkrug und machte als Leistungsträger wertvolle Erfahrungen in der Regionalliga. Mit Kämpferherz und unbedingtem Willen soll er nicht nur für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen, sondern der Cloppenburger Defensive mehr Stabilität verleihen. „Die vier neuen Spieler sind allesamt eine Verstärkung für die Mannschaft“, lobt Emke.

Vier Neuzugängen stehen drei Abgänge gegenüber: Torhüter Ulf Duda wechselte zur HSG Varel II – als Aufsteiger in die Oberliga demnächst Gegner des TVC. Christian Koslowski zog es zurück zur HSG Barnstorf/Diepholz. Das Trio vervollständigt Rico Mittmann, der sich schon während der vergangenen Saison wieder seinem Heimatverein HSV Grimmen anschloss. Weil alle anderen Spieler dem TVC die Treue hielten, verfügt Trainer Emke über einen Kader von 14 Spielern. Auf den kompletten Kader kann der Trainer aber erst zur Rückrunde zurückgreifen, da Alexander Niehaus bis Anfang Januar ein Auslandssemester in den USA absolviert. „Alex ist ein Kämpfer und sehr variabel einsetzbar“, freut sich Emke schon heute auf die Rückkehr. Insgesamt verfügt der TVC über eine ausgewogene Mischung aus routinierten Akteuren – hier sind vornehmlich Enno Rüscher, Alexander Horst, Frank Steller, Torsten Landwehr, Holger Willus, Nicolas Baris und Jürgen Erdmann gemeint – und jungen Wilden (Patrick Schlömer, Jan Phillip

Steinbach, Bastian Bormann, Torsten Burhorst, Karl Niehaus und Tobias Plagemann), die aber allesamt Erfahrung mitbringen.

Nicht nur neue Gesichter gibt es in Cloppenburg, sondern auch einen neuen Weg in Sachen Trainingseinheiten. Im Gegensatz zu fast allen Ligakonkurrenten trainieren die TVC-Handballer nur zweimal pro Woche. „Das ist eigentlich etwas wenig, wenn aber alle mitziehen und anwesend sind, können wir intensiv und konzentriert arbeiten“, sagt Emke. Und in der Vorbereitung habe dies laut Emke aufgrund zufriedenstellender Trainingsbeteiligung gut geklappt.

Als Ziel geben die Cloppenburger Verantwortlichen Platz drei bis fünf aus. Das wäre eine Verbesserung zum Vorjahr, in dem der TVC Siebter wurde. Hintergrund dieser Zielsetzung sind die guten Leistungen in den Vorbereitungsspielen, in denen es oftmals gegen höherklassige Mannschaften ging. Darüber hinaus will die SchulstraßenTruppe dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen. Zu den Favoriten zählen aus Cloppenburger Sicht der TV Neerstedt, der TV Bissendorf-Holte, die TSG Hatten-Sandkrug, der FTSV Jahn Brinkum und der Oldenburger TB. Emke erwartet eine spannende Saison, da sich eine Übermannschaft noch nicht herauskristallisiert habe.

fahrt zum Saisonauftakt nach Nordhorn wird zur großen Reise ins Ungewisse

Zum Saisonstart müssen die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg reisen. Um 15.30 Uhr beginnt an diesem Sonnabend das Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn II. Das Ziel ist bekannt – dennoch bedeutet die Fahrt eine Reise ins Ungewisse, da über die wahre Leistungsstärke der Gastgeber bisher noch nicht viel bekannt ist.

Sicher ist derweil nur, dass die Cloppenburger ein besonderes Augenmerk auf Heiner Bültmann in den HSG-Reihen richten müssen. Der über zwei Meter große Akteur mit Bundesliga-Erfahrung fungiert in dieser Saison als Spielertrainer der Grafschafter und ist der Dreh- und Angelpunkt in Nordhorn. Mit Stephan Willmsen vom Zweitligisten TuS Spenge konnte die HSG einen weiteren erfahrenen Akteur für die Reservemannschaft gewinnen. Das sind bekannte Größen, auf die sich der TVC einstellen kann. Unbequem macht die Aufgabe dann aber die Tatsache, dass die HSG einige Spieler aus dem Erstligakader einsetzen könnte. So ist ein Einsatz des sprungstarken Chris Bode wahrscheinlich. „Man weiß nie, wer bei der HSG spielt“, sagt TVC-Trainer Ludger Emke.

„Auf alle Fälle erwartet uns dort ein gefährlicher und sehr starker Gegner. Wir haben nur eine Chance, wenn wir hochkonzentriert zu Werke gehen", warnt Emke, der sich vor seinem Punktspieldebüt als TVC-Trainer gewohnt entspannt zeigt. Wenn er von großer Konzentration spricht, meint der frühere Trainer Rot Weiß Dammes aber nicht nur die richtige Einstellung auf dem Weg zum gegnerischen Tor und im Abschluss, sondern vor allem im Defensivverhalten. „Mit einer guten Abwehrleistung können wir der HSG den Spaß am Handball etwas nehmen. Dafür müssen wir aber mit Freude an die Sache gehen, und jeder muss seinem Nebenmann helfen. Nur als Verbund können wir uns erfolgreich dem starken Nordhorner Angriff entgegenstellen“, erklärt Emke.

Welche Angriffs- oder gar Abwehrformationen der Trainer ins Rennen schicken will, behält er für sich. „Wir haben einige Varianten, die bislang in den Vorbereitungsspielen ganz gut geklappt haben. Jetzt geht es aber um Punkte, da ist dann auch die nervliche Belastung eine andere“, so Emke, der auf einen erfolgreichen Start in die Saison hofft.

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