CLOPPENBURG Eine geglückte Heimpremiere haben die Oberliga-Handballer des TV Cloppenburg am Sonnabend gefeiert. Mit 36:33 besiegten die Schützlinge von Trainer Ludger Emke die Reserve des Zweitligisten SG Achim/Baden problemlos.

Die Gastgeber, die auf Torhüter Bastian Bormann, Spielmacher Alexander Horst und Holger Willus verzichten mussten, bestimmten die Partie und zeigten im Angriff, was in ihnen steckt. Der Sieg hätte aber deutlich höher ausfallen müssen. Dass es für die SG keine richtige Klatsche gab, hatte zwei Gründe: Der TVC legte nicht allzu viel Wert auf die Abwehrarbeit, und Coach Emke wechselte nach der 23:13-Führung in der 34. Minute munter durch. Anschließend lief das Angriffsspiel nicht mehr so reibungslos, und in der ohnehin nicht sattelfesten Abwehr klafften noch größere Lücken. Stück für Stück konnten die eher harmlosen Gäste nun verkürzen, kamen jedoch nie dichter als fünf Tore ran. Dies gelang der SG erst kurz vor Schluss: Cloppenburg führte mit 36:30, ehe den Gästen noch drei Treffer hintereinander gelangen.

Trotz der eher schwachen Defensivleistung hielt sich Emke nach der Partie mit Kritik zurück: „In der Defensive hat sich das Fehlen Alex Horsts deutlich bemerkbar gemacht. Er ist halt unser Abwehrchef“, meinte er. Die Wechsel hätten zudem gezeigt, dass einige Spieler noch mehr an sich arbeiten müssten: „Da ging bei uns die Sicherheit ein wenig verloren. Trotzdem muss man bei einem Zehn-Tore-Vorsprung wechseln und die jüngeren Spieler bringen. Wenn nicht dann, wann sonst?“ Er hatte jedenfalls keine Angst vor einer Pleite: „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir die Partie verlieren könnten.“

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In das gleiche Horn stieß auch Manfred Ellmers, Trainer der SG. „Der TVC hat verdient gewonnen. Zum Ende hin waren die Gastgeber dann auch nett und haben unsere Moral gestärkt, indem wir das Ergebnis erträglich gestalten konnten, aber nie die Chance auf einen Punkt hatten. Wir hätten uns auch über eine höhere Pleite nicht beschwert“, sagte der Polizist.

War die zweite Halbzeit – insbesondere die Endphase – nicht gerade feinste Handballkost, waren die Zuschauer zumindest im ersten Durchgang voll auf ihre Kosten gekommen. Von Beginn an zeigten die Cloppenburger zielstrebigen und temporeichen Angriffshandball, auch wenn sie in der Abwehr die eine oder andere Schwäche offenbarten. Die Gäste hatten bis zur Pause immerhin 13 Tore geschossen.

Der TVC hingegen hatte nach dreißig Minuten zwanzig Tore auf dem Konto und überzeugte in der ersten Halbzeit angeführt von Torsten Landwehr auf der Spielmacherposition mit Spielwitz und Entschlossenheit. Vom 5:2 (8.) ging es über 14:6 (20.) zum sicheren 20:13 zur Pause. Dabei erfreuten sich die Zuschauer besonders an den tollen Toren des Neuzugangs Jan Philipp Steinbach auf dem rechten Flügel, der sich bei seinen Torwürfen in unnachahmlicher Weise quer in die Luft legte. Patrick Schlömer sorgte mit seinen Geschossen aus dem Rückraum ebenfalls des Öfteren für offene Münder beim Cloppenburger Publikum.

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