KREIS CLOPPENBURG Auch dem Altenoyther Trainer Stefan Lang fehlen vier Spieler. Im zweiten Kreisderby erwarten die seit sechs Pflichtspielen unbesiegten Barßeler den SV Höltinghausen.

Von Katrin Bendel KREIS CLOPPENBURG - In der Fußball-Bezirksklasse IV hat Tabellenführer SV Altenoythe die Chance, sich vom spielfreien Verfolger TuS Emstekerfeld abzusetzen. Beim Gastgeber SV Molbergen feiert der neue Trainer Gerd Budde seinen Einstand.

SV Molbergen – SV Altenoythe. Er hat es nicht sonderlich gern, aber als Störung empfindet er es auch nicht: Trainer Stefan Lang und seine Altenoyther sind als Tabellenführer wieder die Gejagten. „Unsere Leistungen waren aber zuletzt nicht überzeugend“, sagt Lang. Auch beim 2:0-Sieg in Peheim am vergangenen Donnerstag war er mit seiner Elf nicht ganz zufrieden. Den Gegner vom heutigen Freitag (Anpfiff: 19 Uhr) einzuschätzen, fällt Lang unterdessen schwer. In jedem Fall seien die Molberger in der Tabelle zurzeit „deplatziert“, sie gehörten dem Potenzial nach weiter nach oben. Auch die Tatsache, dass erstmals Gerd Budde bei den Waldeck-Buben an der Seitenlinie steht, macht Lang vorsichtig. Er rechnet mit elf hochmotivierten Molbergern, die sich unter ihrem neuen Coach beweisen wollen. Zudem sei ein Derby immer brisant. Das alles ändert aber nichts an der taktischen Marschroute, wie immer offensiv zu spielen. Fehlen werden Lang dabei weiterhin Stefan Dumstorff, Josef Banemann (beide Fußbruch), Ferhat Cobanoglu (wurde am Dienstag an der Leiste operiert) und Martin Sodtke (Rotsperre). Fikret Cobanoglu (Bänderdehnung) kann hingegen spielen, und auch Jan Lübbers ist nach einem Spiel Sperre wieder dabei. Auch der zuletzt oft verhinderte Peter von Uchtrup fährt mit nach Molbergen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Bei den Gastgebern ist der neue Übungsleiter Budde zusammen mit Betreuer Frank Göddecker derzeit hauptsächlich damit beschäftigt, der Mannschaft neues Selbstvertrauen einzuimpfen. Personell sieht es denkbar schlecht aus: André Grewe und Maic Niemann sind beruflich verhindert, Olaf Gottwald bekanntlich langzeitverletzt. Abwehrrecke Klaus Bregen ist angeschlagen (Knieprobleme), und bei André Mathlage wurde schließlich ein Kreuzbandriss festgestellt. Und ausgerechnet jetzt kommt Altenoythe. „Die Mannschaft stellt sich von alleine auf“, sagt Göddecker. Verstärkung soll aus der zweiten Mannschaft oder von den A-Junioren kommen. Dennoch machen sich die Molberger Hoffnungen, zumindest nicht zu verlieren, denn gegen die Hohefelder haben sie stets gut ausgesehen. „Außerdem haben wir ein Derby, da ist jeder ganz von selbst motiviert“, so Göddecker.

STV Barßel – SV Höltinghausen. Die Barßeler müssen, verglichen mit dem 1:0-Arbeitssieg beim Kellerkind Vechta, eine Schippe drauf legen, wenn sie am Sonnabend (Anstoß: 14.30 Uhr) gegen Höltinghausen bestehen wollen. Beide Mannschaften haben sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten gefangen. Barßel ist seit sechs, Höltinghausen seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen. So empfängt der Tabellenvierte den Siebten. „Die Zuschauer erwarten ohnehin, dass wir das Spiel machen“, beschäftigt sich Barßels Trainer Uwe Schröder eher wenig mit der Spielweise der Höltinghauser. Den Gästen liegt laut Coach Bernd Diekmann das Reagieren mehr als das Agieren.

Wichtig sei, so Schröder weiter, dass sein Team früh in Führung geht und die Konter besser setzt als in Vechta. Für den Barßeler Coach ist das Spiel völlig offen: „Wir sind mit Sicherheit in der Lage, Höltinghausen zu schlagen. Aber umgekehrt ist es genauso.“ Personell sind die Barßeler derweil nach wie vor im „roten Bereich“: Philipp Gonschorek hat mit dem Lauftraining begonnen, ein Einsatz schon gegen Höltinghausen käme jedoch zu früh. Christian Naber fehlt aus beruflichen Gründen. Samir Ramadan und Florian Bergmann sind nach ihren Verletzungen noch nicht spielfähig.

Höltinghausen darf es sich derweil gegen die heimstarken Barßeler nicht erlauben, wie gegen Lohne (3:2) die erste Halbzeit zu verschlafen. „Das wissen meine Spieler aber selbst am besten“, sagt Diekmann. Für ihn ist Barßel eine der besten Mannschaften der Liga und somit klarer Favorit. Mit einem Punkt wäre er schon gut zufrieden, sagt er. Diekmann wird der beruflich verhinderte Stephan Soyka fehlen. Gefährdet ist der Einsatz von Andreas Reimche und Torhüter Konstantin Kessler, die krankheits- bzw. verletzungsbedingt nicht trainiert haben.

SV PeheimSV Holdorf. Die abstiegsbedrohten Peheimer waren beim 0:2 gegen Klassenprimus Altenoythe in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. „Wir haben wieder unsere Chancen nicht genutzt, das ist unser größtes Manko“, sagt Spielertrainer Georg Ostendorf. Einige „dumme Fehler“ hätten zu den Gegentoren geführt. Dass seine Mannschaft auch nach dem 0:2- Rückstand noch Druck machte, stimmt Ostendorf optimistisch. Die Moral sei intakt und es sei deutlich zu erkennen, dass alle Spieler mehr erreichen wollen, macht der Spielertrainer seinen Mannen keinen Vorwurf. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft gebe ihm allen Grund, weiterzumachen und nicht – wie jüngst in Molbergen geschehen – die Flinte ins Korn zu werfen.

Auch beim Heimspiel gegen den Tabellenfünften SV Holdorf (Sonnabend, 16 Uhr) gilt Bange machen für Ostendorf nicht. Seine Elf müsse vor niemandem in der Liga Angst haben, schließlich habe sie stets nur knapp verloren.

Holdorf ist im Sturm gut besetzt und hat in Spielertrainer Paul Jaschke einen sehr erfahrenen Abwehrchef. Ostendorf glaubt unabhängig von der Tabelle, dass das Spiel noch schwerer wird als das gegen Altenoythe. Dennoch blickt er der Aufgabe optimistisch entgegen: „Wir spielen voll auf Angriff, wir haben nichts zu verlieren. Irgendwann platzt der Knoten, und dann starten wir eine Serie.“ Personell hat Ostendorf keine Schwierigkeiten. Das Aushelfen von Ex-Torjäger Klaus Osterkamp war derweil eine „einmalige Sache“, stellt der Coach klar.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.