Cloppenburg /Hannover Reisen müssen am Wochenende die Regionalliga-Fußballer des BV Cloppenburg. An diesem Sonntag macht sich der BVC-Tross von der Soeste auf Richtung Leine. Um 14 Uhr wird die Partie bei der punktgleichen aber ein besseres Torverhältnis aufweisenden Reserve von Hannover 96 angestoßen. Mit einem Sieg würden die Cloppenburger damit in der Tabelle an den „Roten“ vorbeiziehen und zudem die 20-Punkte-Marke erreichen.

Zumindest soll aber die Serie von vier ungeschlagenen Spielen verlängert werden. „Die Aufgabe ist sicher schwer aber auch nicht unlösbar. Hannover ist nur schwer einzuschätzen. Aber wer in Wolfsburg gewinnen kann, kann überall punkten“, strotzt BVC-Coach Jörg-Uwe Klütz vor der Partie gegen seinen langjährigen Arbeitgeber nur so vor Optimismus. Eine wichtige Frage könnte sich bereits an diesem Freitag klären. Dann muss Hannovers Bundesligateam nämlich gegen den Erzrivalen Eintracht Braunschweig ran.

„Ich könnte mir gut vorstellen, dass Deniz Kadah in der Startelf von 96 steht“, erklärt ,Klützer’. Sollte dies der Fall sein, dürfte der treffsichere Angreifer kaum in der Reserve auflaufen. „Mit ihm hat Hannover seine besten Spiele abgeliefert. Ohne ihn lief’s weniger gut. Das wäre für uns schon ein Vorteil“, hat der 45-Jährige gehörigen Bammel vor dem zehnfachen Saisontorschützen.

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Selbst muss Klütz auf seinen Mittelfeld-Staubsauger und Spieleröffner Kristian Westerveld verzichten. Der Niederländer sah bekanntlich beim 1:1 gegen Wilhelmshaven eine völlig überzogene gelb-rote Karte und ist für eine Partie gesperrt. Wer den Leitwolf ersetzt, verriet Klütz unterdessen nicht.

„Es gibt mehrere Optionen. Erdal Oelge könnte als ballsicherer Zehner ins Team rutschen. Eine defensivere Variante wäre Tim Hofmann. Außerdem könnte auch der technisch starke Nuri Konak seine Chance erhalten.

Die Bilanz gegen die Hannoveraner Jungprofis fällt unterdessen erstaunlich positiv aus Sicht des BVC aus. In 14 Duellen setzten sich die Kreisstädter achtmal durch. Bei nur einem Remis gab’s außerdem fünf Niederlagen. Der bislang letzte Erfolg in Hannover datiert vom 26. Februar 2006, als ein Treffer des Kameruners Baya Baya dem BVC ein 1:0 bescherte. Auf der Bank saß Jörg Goslar. Und auf dem Platz natürlich dabei: Dauerbrenner Klütz.

Junge Leinestädter eine völlig unberechenbare Größe

Unter dem Strich als Mittelmaß präsentiert sich der bisherige Saisonverlauf für die Bundesliga-Reserve von Hannover 96. Vier Siege sowie je fünf Unentschieden und Niederlagen bedeuten Rang neun. Um den vierten Platz der Vorsaison zu wiederholen oder gar zu verbessern, müssten die Leinestädter einen gewaltigen Qualitätssprung hinlegen. Allerdings war die Liste der Abgänge lang. Fast ausnahmslos Leistungsträger wie Willi Evseev (Wolfsburg II), Deniz Aycicek (MSV Duisburg), Nico Gießelmann (Greuther Fürth) und Lars Fuchs (1. FC Magdeburg) gingen. Einen Wechsel gab es auch auf der Trainerbank. Für den zum Nachbarn VfL Wolfsburg II gewechselten Valerien Ismael holten die 96-Verantwortlichen Ersatz von Bayern München: Der erst 27-jährige Sören Osterland, ein Jahr Assistenzcoach unter Mehmet Scholl bei der U-23 des Triplesiegers, trat in der Landeshauptstadt seine erste Cheftrainerstelle an. Mit der Note 1,0 bestand der gebürtige Stendaler die Trainerausbildung und war Deutschlands jüngster Fußball-Lehrer. Taktisch lässt Osterland meist ein „4-1-4-1“ spielen. Kurios: Gegen fast alle Topteams wie Meppen, Rehden und Goslar wurde gepunktet. Gegen schwächere Gegner setzte es mehrere Enttäuschungen. Zuletzt wurde das Derby beim TSV Havelse 0:2 in den Sand gesetzt. Davor gab’s ein Rekordspiel, als Werder Bremen II mit 9:2 „weggepustet“ wurde. Vierfacher Torschütze war Deniz Kadah, der zurzeit bei den Profis aushilft.

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