Thüle /Osterfeine War für den Fußball-Bezirksligisten SV Thüle nach dem 1:1 (1:1) im Topspiel beim Spitzenreiter SW Osterfeine das Glas halb voll oder halb leer? Im Vorfeld hätte Trainer Julian Lammers das Remis wohl sofort mitgenommen, schließlich fehlte neben den gesperrten Rene Ostendorf und Murat Bengü sowie den verletzten Maximilian Schulte und Max Wilken auch Routinier Nihat Tekce, der mit Obenschenproblemen die ohnehin dünn besetzte Auswechselbank hütete, während Osterfeine nahezu in Bestbesetzung auflaufen konnte.

Aber der weiter ungeschlagen Tabellenzweite nahm die kampfbetonte Partie vor gut 400 Zuschauern an, versuchte immer wieder, seine spielerische Überlegenheit einzubringen, während Osterfeine mit frühen Attacken versuchte, Thüles Spielaufbau zu zerstören. So entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit wenig Torchancen bis zur Pause, wobei der torgefährliche Maximilian Staerk durch stetiges Reklamierens für Stimmung sorgte. Der ansonsten gute Schiedsrichter Alexander Thole wies ihn zwar früh nicht minder lautstark zurecht, zückte die berechtigte gelbe Karte aber erst spät.

Zu spät kam Thüle in der 26. Minute, als Osterfeine mit der ersten Ecke Thüles Schwäche bei Standards ausnutzte und Michael Harpenau aus kürzester Distanz ungehindert zum 1:0 einköpfte. Dies war doppelt ärgerlich für den Gast, denn schon der Eckball hätte nicht zustande kommen dürfen. Thüle brauchte gut 15 Minuten, um den Ärger heruntergeschluckt zu haben und wieder konzentriert zu agieren. Osterfeine versuchte nachzulegen, aber die Abwehr der Gäste war außer bei Standards stets auf der Höhe und zeigte sich in der 42. Minute eiskalt. Nach einem Eckball der Gastgeber ging es blitzschnell in die andere Richtung: Johannes Göken machte durch die Mitte Tempo, schickte präzise Matthias Wedermann auf die Reise, der keine Mühe hatte, seinen achten Saisontreffer zu erzielen – ein Kontertor fürs Lehrbuch.

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Auch nach der Pause änderte sich an der Spielweise beider Teams wenig, wenngleich Thüle sich die besseren Chancen erspielte. Vor allem Leo Baal wurde zum gefährlichen Antreiber. Er bediente in der 61. Minute den durchstartenden Wedermann, der Pech hatte, dass sein Versuch im Fallen haarscharf rechts vorbei im Toraus endete.

Nur als Osterfeine einen Doppelwechsel vornahm, wirkte Thüle unmittelbar danach für einige Sekunden desorientiert. Und es rappelte im Tor, doch zurecht wurde der Treffer wegen Abseits nicht gegeben (65.). Ansonsten versprühte Thüle mehr Gefahr. Stefan Vogel traf nach Pass von Baal nur das Außennetz (69.), der eingewechselte Niklas Südbeck köpfte knapp übers Tor (84.) Kurz vor Schluss nahm Baal das Geschehen in die Hand, stürmte so gefährlich auf das Tor zu, dass Harpenau nur per Foul Schlimmeres verhinderte. Die folgerichtige Ampelkarte nahm er gerne in Kauf, denn der anschließende Freistoß änderte nichts mehr am 1:1.

Tore: 1:0 Harpenau (26.), 1:1 Wedermann (42.).

SV Thüle: Hagen - von Lewen, Latta, Meyer, R. Göken, Baal, J, Göken, Speckmann (76. Tekce), Vogel, C. Göken, Wedermann (80. Südbeck).

Schiedsrichter: Alexander Thole (Lohne).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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