BREMEN Sonnabend, kurz vor halb elf, machte sich Bernd Gerdes aus dem heimatlichen Nieholte auf in Richtung Bremen. Zwei Stunden später erfuhr der 19-jährige Ex-Cloppenburger, dass er beim Saisonstart der U-23-Fußballer Werder Bremens gegen RW Erfurt in der Startelf stehen wird. „Unser Trainer Thomas Wolter hat es auf der Mannschaftssitzung verraten“, sagte Gerdes.

Mit der ominösen 13 auf dem Rücken legte Gerdes anschließend ein rundum solides Debüt als Profi hin. Er hatte 38 Ballkontakte, und fast hätte eine seiner Flanken Mitte des zweiten Durchgangs Werders Führung eingeleitet. „Für den Anfang war’s in Ordnung“, schätzte der „Shootingstar“ sich selbst ein. „Sehr zufrieden“, war derweil Wolter mit der Leistung seines neuen Spielers. „Bernd hat hinten gut zugemacht und zwei bis drei Offensivaktionen inszeniert. Das war für einen 19-Jährigen in seinem ersten Drittligaspiel nicht schlecht.“

Seine Lieblingsposition auf der rechten Außenbahn spielt der Rechtsfuß bei Werder nicht. Sein künftiger Part ist hinten rechts in der Viererkette. Dort verteidigt Gerdes, der am Sonnabend von den früheren Cloppenburgern Jan-Philipp Rose und Viktor Pekrul sowie auch von Werder-Manager Klaus Allofs beäugt wurde, neben dem weiteren Neuzugang Kevin Maek, Kapitän Sandro Stallbaum und Niklas Andersen.

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Bevor es soweit war, erlebte Gerdes die härteste Vorbereitung seiner noch jungen Karriere. „Das war hammerhart. In der ersten Woche bekamen wir so gut wie keinen Ball zu sehen“, ist er froh über das Ende der Grundlagenarbeit. Darüber hinaus stellte der Nieholter gravierende Unterschiede zur Regionalliga, aus der er mit dem BVC abgestiegen war, fest. „Dritte Liga ist Taktik pur. Außerdem ist die Schnelligkeit erheblich höher, und in den Zweikämpfen geht es bedeutend heftiger zur Sache.“ Mitte August wird Gerdes in der Nähe des Weserstadions sein neues Domizil beziehen. Damit spart er sich die fast täglichen Fahrten in die Stadt an der Weser.

Bereits an diesem Dienstag steht der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Werder II gastiert an der Bremer Brücke bei Zweitligaabsteiger VfL Osnabrück. „Wir fahren dahin, um drei Punkte zu holen“, hat Gerdes die erste Siegprämie im Visier.

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