Cloppenburg Den TuS zum Toreschießen eingeladen: Die Fußballer des VfL Löningen haben am Sonntag zu Hause gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter aus Emstekerfeld mit 0:6 (0:2) verloren. „Wir haben es dem Gegner mit zahlreichen Fehlpässen viel zu leicht gemacht“, sagte VfL-Betreuer Reinhard Lampe. „Allerdings ist die Niederlage zu hoch ausgefallen.“ Ligakonkurrent SV Altenoythe hat statt Fehlpässe vor allem Traumpässe gespielt. Die Hohefelder besiegten zu Hause den SV Holdorf souverän mit 3:1 (2:0), während Stadtrivale Hansa Friesoythe mit 0:5 (0:3) bei Blau Weiß Lüsche unterging.

VfL Löningen - TuS Emstekerfeld 0:6 (0:2). Viel schlimmer hätte die Partie für die Gastgeber nicht beginnen können: Gerade einmal 20 Sekunden waren gespielt, da führte der Tabellenführer schon. Nach einem Fehler der VfL-Abwehr hatte Stefan Backhaus aus kurzer Distanz zum 1:0 für den TuS getroffen.

In der 27. Minute luden die Löninger den TuS erneut zum Toreschießen ein: Aus einem Freistoß des VfL in der Emstekerfelder Hälfte entstand ein Konter, den Adrian Ellermann erfolgreich abschloss. Beim 2:0 für den Favoriten blieb es dann bis zur Pause, in der VfL-Coach Matthias Risse offenbar die richtigen Worte fand: Die Löninger bäumten sich zu Beginn der zweiten Hälfte auf: Artur Janzen (51.), Matthias Bäker (53.) und Andre Schrandt (54.) sorgten für Gefahr vor dem TuS-Tor.

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Jubeln durften aber erneut nur die Spieler des TuS-Trainers Paul Jaschke. In der 58. Minute entschied Schiedsrichter Maximilian Stargardt auf Elfmeter für die Gäste. „Mal ganz davon abgesehen, dass ein Emstekerfelder im Abseits gestanden hat, habe ich da kein Foul gesehen“, ärgerte sich Lampe. Torwart Jens Burke hätte seinen Ärger aber fast gleich wieder verblassen lassen. Er parierte den Strafstoß von Jacob Thien – der traf dann allerdings im Nachschuss zum 3:0. „Damit war die Messe gelesen“ stellte Lampe trocken fest.

Der VfL-Betreuer musste dann allerdings mitansehen, wie der TuS noch dreimal zuschlug. In der 70. Minute wehrte Burke zwar zunächst einen Schuss ab, aber der Ball flog ans Knie Thorsten Kaisers, von wo er ins Netz abprallte.

Doch damit nicht genug: In der 75. Minute erlief Sascha Thale einen langen Pass, ließ einen Abwehrspieler stehen, umkurvte Burke und vollendete zum 5:0. Für den 6:0-Endstand sorgte schließlich Ellermann in der 87. Minute aus kurzer Distanz.

Tore: 0:1 Backhaus (1.), 0:2 Ellermann (27.), 0:3 Thien (58.), 0:4 Kaiser (70.), 0:5 Thale (75.), 0:6 Ellermann (87.).

VfL: Burke - Rauer (50. Lübke), Schrand, Kurkowska, Reinert, Stindt, Hanneken, Bäker, Janzen, Hoormann, Schrandt (79. Bhan).

TuS: Wegmann - Thien (77. Wichmann), Backhaus (72. Darilmaz), T. Kliefoth, Thale, Ellermann, Alfers, V. Kliefoth, Tugrul, Kaiser, Witt.

Sr.: Stargardt (Kroge-Ehrendorf).

SV Altenoythe - SV Holdorf 3:1 (2:0). Die Hohefelder begannen stark und wurden früh belohnt: Spielertrainer Steffen Bury flankte in der siebten Minute von rechts, Eugen Meister stoppte den Ball am Elfmeterpunkt und versenkte ihn mit einem Schlenzer im Gäste-Gehäuse.

Im Anschluss kontrollierten die Hausherren das Geschehen. Große Chancen spielten sie sich allerdings bis zur 29. Minute nicht mehr heraus. Dann war es Stefan Brünemeyer, der Meister mit einem tollen Pass schickte. Der Altenoyther Torjäger drang in den Strafraum ein und kam im Zweikampf mit Gästeschlussmann Björn Spiegeler zu Fall. „Das war ein zweifelhafter Elfmeter“, räumte SVA-Co-Trainer Jürgen Schmedes ein. Stefan Brünemeyer war’s egal. Er verwandelte zur zweifellos verdienten 2:0-Führung. Die Holdorfer traten in Hälfte eins nur einmal offensiv in Erscheinung. Ein Schuss aus 20 Metern Torentfernung landete am Außenpfosten des Hohefelder Gehäuses.

Die zeigten gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, wie man’s besser macht: Erneut setzte Stefan Brünemeyer den Torjäger vom Dienst in Szene, und Meister traf aus acht Metern Entfernung ins Netz (47.). In den folgenden Minuten zeigte dann Bury, wie athletisch er noch ist: Gleich zweimal (65., 70.) sorgte er mit Fallrückziehern für Gefahr. Allerdings zeigten sich auch die Holdorfer noch mal: Florian Stärk sorgte in der 84. Minute für Ergebniskosmetik.

„Wir haben verdient gewonnen. Eugen Meister und Stefan Brünemeyer waren diesmal besonders stark“, freute sich Schmedes.

Tore: 1:0 Meister (7.), 2:0 S. Brünemeyer (29. FE.), 3:0 Meister (47.), 3:1 Stärk (84.).

SVA: Wittstruck - Müller (79. Menke), Bensch, Raker, Bastek, M. Brünemeyer, Vogel (72. A. Brünemeyer), Abeln (65. Banemann), S. Brünemeyer, Bury, Meister.

Sr.: F. Otten (Wardenburg).

BW Lüsche - Hansa Friesoythe 5:0 (3:0). Die Friesoyther leisteten sich individuelle Fehler am laufenden Band. „Unfassbar, was wir für eine schwache Leistung abgeliefert haben“, so Hammad El-Arab, der zusammen mit Bernd Meyer die Friesoyther trainiert.

El-Arab haderte nicht nur mit seinen Schützlingen, sondern auch mit dem Schiedsrichter. „Mitte der ersten Halbzeit wurde Olaf Bock im Lüscher Strafraum gefoult. Das hätte Elfmeter geben müssen“, meinte er.

Doch El-Arab wusste auch, dass diese Szene nicht spielentscheidend war. „Unsere Leistung war enttäuschend. Wir waren zu schwach und haben auch in der Höhe verdient verloren“, gab er zu.

Tore: 1:0 Egbers (8., Foulelfmeter), 2:0 Bock (26., Eigentor), 3:0, 4:0, 5:0 Egbers (32., 53., 81., Foulelfmeter).

Hansa Friesoythe: Beckmann - Yasin, Brunner, Remesch, Reiners, Emken, Mut, Deutsch, Latta, Steffen, Bock.

Schiedsrichter: David Gäbe (Delmenhorst).

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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