CLOPPENBURG Die Landesliga-Handballerinnen des SV Höltinghausen haben auf dem Weg zur Meisterschaft die nächste Hürde übersprungen. Sie gewannen am Sonnabend das Derby beim TV Cloppenburg mit 22:17 (9:11). Dabei hatte es lange Zeit so ausgesehen, als könnten die Gastgeberinnen die Halle an der Schulstraße als Siegerinnen verlassen, hatten sich die Höltinghauserinnen doch in Halbzeit eins äußerst schwer getan.

Dabei hatten sie einen guten Start erwischt. Nach drei Minuten führten sie – auch dank eines Doppelschlags von Martina Hilgenberg – mit 3:1. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde der TVC stärker, und der SVH leistete sich einige Aussetzer sowie Fangfehler und Ungenauigkeiten im Pass-Spiel. Und das sollte sich auch auf den Zwischenstand auswirken. Nach einer Viertelstunde erzielte Cloppenburgs Rebekka Prüllage das 7:6 für die Cloppenburgerinnen.

Im Anschluss zeigten die Gäste Nerven. Hilgenberg scheiterte mit einem Siebenmeter an Katja Kröger (15.). Eine Minute später verwarf auch Natascha Voßmann einen Siebenmeter. Die fehlende Konzentration seiner Spielerinnen brachte Höltinghausens Co-Trainer Wolfgang Roßberg auf die Palme. Wild gestikulierend und lautstark versuchte er, seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen. „Junge, Junge, der Bursche geht ja ab. Dagegen war das HB-Männchen ein Klosterschüler”, wunderte sich ein TVC-Anhänger auf der Tribüne.

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Doch alle Versuche Roßbergs, die SVH-Spielerinnen wachzurütteln, schlugen fehl. Nach zwei verwandelten Siebenmetern von Inka Bosmann stand es 10:8 (26.) für die Gastgeberinnen. Und die starke Katja Kröger sorgte dafür, dass die Cloppenburgerinnen den Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Pause nehmen konnten: Hilgenberg (29.), Sara Böckmann (29.) und Inka Reershemius (30.) scheiterten an der TVC-Torhüterin.

Allerdings kamen die Höltinghauserinnen wie verwandelt aus der Kabine. Innerhalb kürzester Zeit drehten sie die Partie durch Treffer von Eugenia Hofmann, Tatjana Hofmann und Christin Klein (12:11).

Nun lief es bei den Gästen wie geschmiert, während der TVC völlig den Faden verlor. Unnötige Ballverluste im Cloppenburger Angriffsspiel sorgten immer wieder dafür, dass die Höltinghauserinnen durch Gegenstöße zum Abschluss kamen. So trafen Hilgenberg (2) und Tatjana Hofmann zwischen der 39. und 42. Minute.

Neun Minuten vor dem Ende keimte im TVC-Fanlager noch einmal kurzzeitig Hoffnung auf. Nachdem Bosmann zwei Siebenmeter verwandelt hatte, stand es nur noch 17:21. In der Folgezeit kam der TVC durch die Nachlässigkeit des SVH zu guten Chancen durch Prüllage (55.) und Angelika Kurre (57.), die jedoch beide ihre Meisterin in Gäste-Torhüterin Jasmin Felske fanden. Den Schlusspunkt setzte Hilgenberg nach tollem Pass Felskes mit dem Treffer zum 22:17-Endstand.

TV Cloppenburg - SV Höltinghausen 17:22 (11:9).

TVC: Kröger, Diekmann - Christine Meyer (1), Dill, Bosmann (7/5), Prüllage (1), Dammann, Weigel, Göttken, Anuszewska (3), Jezierska (1), Tegeler (2), Kurre (2), Ann-Kathrin Meyer.SVH: Felske, Meyer - Hilgenberg (6/1), Voßmann (2), Kalvelage, Wichmann, Grafe (1), Klein (2), Reershemius, Eugenia Hofmann (5), Böckmann, Tatjana Hofmann (6/2). Zeitstrafen: Dill, Tegeler (beide TVC) - Grafe, Klein (SVH). Zwischenstände: Zuschauer: 200.Beste Spielerinnen: Katja Kröger (TVC), Jasmin Felske (SVH). Stimmen zum Spiell: Rolf Seng (TVC-Trainer): „Wir haben in der zweiten Halbzeit schlecht gespielt und unsere Chancen fahrlässig vergeben. Ich habe keine Ahnung, was da mit den Mädels los war.”Torsten Landwehr (Trainer des SVH): „In Hälfte eins waren wir schwach. Nach dem Wechsel lief es deutlich besser. Das lag auch an Co-Trainer Wolfgang Roßberg, der den Spielerinnen in der Pause ein paar Takte zur Leistung in Hälfte eins erzählt hat.” STT

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