Barßel /Bevern /Emstek /Höltinghausen Während sich die Fußballer des STV Barßel und des SV Bevern am Sonntag im Spitzenspiel der Bezirksliga torhungrig zeigten – der Aufsteiger bezwang den Tabellenführer 4:3 –, hatten zwei Teams aus einer Gemeinde ein gemeinsames Problem. Der SV Emstek und der SV Höltinghausen erzielten kein einziges Tor. Aufgrund einer mangelhaften Chancenverwertung verloren beide Mannschaften am Sonntag 0:2 – der SVE bei GW Mühlen und der SVH zu Hause gegen den SV Holdorf.

STV Barßel - SV Bevern 4:3 (2:3). Man muss nicht unbedingt nach Leverkusen zum Bundesligisten fahren, um spektakulären und torreichen Fußball zu sehen. In Barßel gab es eine ähnlich sehenswerte Partie, die der Neuling aus Barßel dank einer starken zweiten Halbzeit nach 2:3-Rückstand noch umbog.

Beide Seite hielten vom Anpfiff weg nicht viel von Taktik, griffen munter an. Vor allem bei Standards war Barßel dank seines Spielertrainers Jakob Bertram stets gefährlich. Das 1:0 hatte er entsprechend eingeleitet, konnte Reno Klostermann aus kurzer Distanz zum 1:0 einschieben (15.). Doch Bevern, das im ersten Abschnitt spielerisch stärker war, blieb cool und glich kurz danach durch Piet Risse aus, der von Bastian Schnaase schulmäßig freigespielt wurde (19.).

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Barßel schien geschockt. Vom Mittelanstoß weg angelte sich Schnaase den Ball, bediente Henning große Macke, und der Spitzenreiter führte 2:1. Frei nach „Leverkusen-Manier“ ging es weiter. Dennis Behrens jagte den Ball an die Lattenunterkante (23.), doch das 2:2 ließ nicht lange auf sich warten. Ein weiter Einwurf von Michael Renken landete bei Nils Büscherhoff, der per Kopf vollendete (28.). Bevern hielt dagegen, setzte vor allem über die linke Seite durch Risse die gefährlichen Akzente. Henning große Macke flankte präzise in den Strafraum, keiner war bei Sebastian Sander, der sich sonst eine Kopfballgelegenheit selten entgehen lässt (35.). Bevern führte und wäre fast mit einem 4:2 in die Pause gegangen, aber Risses Versuch entschärfte Joshua Mellides (43.).

Das Bild im zweiten Abschnitt wandelte sich gewaltig. Barßel setzte auf die Karte Kampf und striktes Zweikampfverhalten, ließ Bevern nicht mehr zu seinem Spielrhythmus finden und glich früh aus. Klostermann brillierte mit einer Flanke, die Michael Renken per Kopf eiskalt verwertete (59.). Nur drei Minuten später war das Ding gedreht. Bertram spitzelte einen Freistoß über die Mauer hinweg, der rechtzeitig gestartete Behrens verlängerte per Kopfball und traf unhaltbar. Ärgerlich für Barßel nur, dass Behrens nach fünfter gelber Karte im Spiel beim Titelaspiranten Falke Steinfeld fehlen wird.

Bevern versuchte danach alles, kam aber nicht mehr ins Spiel. Alle Auswechslungen und die Schlussoffensive brachten keine echten Torchancen mehr.

Tore: 1:0 Klostermann (15.), 1:1 Risse (19.), 1:2 Henning große Macke (20.). N. Büscherhoff (28.), 2:3 Sander (35.), 3:3 M. Renken (59.), 4:3 Behrens (62.).

STV Barßel: Mellides - St. Renken, Buss, N. Büscherhoff, Koch, Riemer, Klostermann, M. Büscherhoff (68. Boldt), Bertram, M. Renken (90+2 Eilers), Behrens.

SV Bevern: Puncak - Diedrich, Wichmann, Schulte, T. große Macke (86. Stagge), Bürkle, H. große Macke (62. M. Janzen), Schnaase, Jansen (67. A. Janzen), Risse, Sander.

Schiedsrichter: Malte Biedermann (Oldenburg).

GW Mühlen - SV Emstek 2:0 (1:0). Frustrierender Nachmittag für den SVE: Wieder einmal ließ das Team des Trainers Ralf Pasch zahlreiche gute Möglichkeiten aus. „Wir haben einen Angriff nach dem nächsten gestartet und selbst 100-prozentige Möglichkeiten ausgelassen“, sagte Betreuer Norbert Niemöller. „Und der Gegner kommt kaum mal vor unser Tor, aber wenn doch, ist der Ball gleich drin.“

So hatten Artur Stockmann (10.), Michel Bornhorst (22.), der in der 32. Minute aufgrund einer Verletzung am rechten Fußgelenk ausgewechselt werden musste, und Dennis Ruholt (37.) gute Chancen vergeben. Dennis Bart ließ sich die Gelegenheit dagegen nicht entgehen, als die Emsteker in der 39. Minute nicht klären konnten. Er zog im Sechzehner ab, und Björn Klausing musste den Ball aus dem Netz holen.

In der 56. Minute legten die Grün-Weißen nach: Dimitrij Engelmann schloss einen Konter erfolgreich ab. Die Emsteker trafen zwar nicht mehr ins Tor, dafür aber den Gegner. Raphael Wedemeyer sah in der Nachspielzeit die rote Karte. Niemöller schimpfte: „Das war ein völlig unnötiges Foulspiel.“ Und eben ein durch und durch frustrierender Nachmittag . . .

Tore: 0:1 Bart (39.), 0:2 Engelmann (56.).

SVE: Klausing - J. Pleye, Winkler (76. M. Niemann), Kunisch, S. Niemann, Ruholt (60. Südbeck), Middendorf, Bornhorst (32. Büssing), Wedemeyer, Stockmann, L. Pleye.

Sr.: Wittland (Osnabrück).

SV Höltinghausen - SV Holdorf 0:2 (0:2). „Der Ball wollte heute einfach nicht ins Holdorfer Tor“, ärgerte sich Höltinghausens Co-Trainer Daniel Schnieders. So hatten sich die Gastgeber in den ersten 20 Minuten fünf sehr gute Möglichkeiten erspielt: Je zweimal ließen Christoph Holzenkamp und Julian Mattke die Chance zur Führung aus, einmal vergab Felix Wilken die Gelegenheit, zum 1:0 zu kommen.

Und wie es dann so ist: Während sich die Gastgeber noch ärgerten, zeigten ihnen die Gäste, wie’s geht. Genauer gesagt ein Gast namens Jan Beck. Nach einem Foul Henning Wulfers’ im eigenen Strafraum an Mazlum Sünün verwandelte Beck den fälligen Foulelfmeter (20.). Nur drei Minuten später verwertete er eine Flanke Max Zauns, der gleich mehrere Höltinghauser hatte stehen lassen, aus kurzer Distanz zum 2:0.

Zwar blieb der SVH nach dem Doppelschlag nicht am Boden, aber er konnte einfach selbst keinen Treffer landen. „Genug Chancen haben wir uns auch nach den zwei Holdorfer Treffern herausgespielt“, sagte Schnieders.

Tore: 0:1, 0:2 Beck (20. FE., 23.).

SV Höltinghausen: Bohmann - Laing, Wulfers, T. Sieverding, Baade, Kalvelage, Holzenkamp, Wagner (52. Krause), Tromp (59. Lampe), Wilken, Mattke.

Sr.: Denker (Wardenburg).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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