EMSTEKERFELD /BROCKDORF VOn Dominik Klausing

und Steffen Szepanski

Zumindest hatten am Ende alle reichlich Platz auf dem Feld: Fußball-Bezirksligist BV Garrel hat sein Auswärtsspiel bei BW Brockdorf nach drei Gelb-Roten und einer Roten Karte mit lediglich sieben Spielern und ohne Punkt beendet. Das Tabellenschlusslicht verlor 1:2. Der TuS Emstekerfeld schoss zwar auch nur ein Tor, dies reichte aber im Heimspiel gegen Titelfavorit SW Osterfeine zum Sieg.

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TuS Emstekerfeld – SW Osterfeine 1:0 (1:0). Die Hausherren begannen forsch und hatten bereits nach 120 Sekunden die erste Einschussmöglichkeit: Niels Kroner hatte aufs kurze Eck gezielt, seinen Meister aber im SW-Schlussmann Marco Otte gefunden. Nur drei Minuten später behielt Otte erneut die Oberhand und entschärfte einen Schuss von Volker Kliefoth. Der TuS kontrollierte die Begegnung, nutzte aber seine Chancen nicht. Ein weiteres Beispiel: Björn Fresenborg verpasst per Drehschuss das gegnerische Gehäuse nur knapp (25.). Als Niels Kroner aber im Strafraum elfmeterwürdig zu Fall gebracht wurde, ließ sich Christian Meyer die Chance nicht nehmen und netzte zur Emstekerfelder Führung ein (34.). „Wir sind überlegt zu Werke gegangen und haben verdient die Führung erzielt“, analysierte TuS-Betreuer Michael Gentzsch. Auch im zweiten Durchgang behielten die Hausherren die Schwarz-Weißen „gut im Griff“, Torchancen wurden aber Mangelware. Daran

änderten auch die Ampelkarten gegen Michael Bergmann (66.) und Tugrul Sahin (77.) wegen wiederholten Foulspiels nichts. Erst als Osterfeine in der Schlussphase aufmachte, kam die Elf von Uli Borchers noch einmal zu Kontermöglichkeiten, Fresenborg und Beresch ließen diese aber ungenutzt.

Tor: 1:0 Meyer (34., FE).

TuS: Vossel, Meyer, Bohmann, Schmidt, T. Kliefoth, V. Kliefoth (80. Beresch), Sahin, Kroner, Kellermann, Darilmaz (82. Miller), Fresenborg.

SR: Busaz (Oldenburg).

GW Brockdorf – BV Garrel 2:1 (0:1). Wenn statt 22 nur noch 18 Mann um den Ball kämpfen und das in Minute 100, muss vorher Ungewöhnliches passiert sein: Tatsächlich haben ein kleinlich pfeifender Schiedsrichter und ungeschickte Garreler in Brockdorf für ein denkwürdiges Spiel gesorgt. Dabei begann die Partie zwischen den Kellerkindern wie erwartet: Die Gastgeber waren klar besser, kamen aber gegen aufopferungsvoll kämpfende Garreler nicht zum Torerfolg. Was sich – eine alte Fußball-Weisheit bestätigend – rächen sollte. In der 44. Minute traf Michael Wilke-Runnebaum aus einem Gewühl heraus zur Gäste-Führung.

Die zweite Hälfte plätscherte vor sich hin, so dass sich die Gäste schon Hoffnungen auf drei Punkte machen durften. Dann begannen allerdings die kuriosen 30 Schlussminuten – kurios schon alleine deshalb, weil die letzten 30 Minuten in der 70. Minute anbrachen. In eben jener Minute zeigte Schiedsrichter Marcel Thalmann Eugen Meister nach einem Revanchefoul Rot. „Vertretbar“, befand BVG-Betreuer Heinz-Josef Rolfes. Allerdings ging es von da an bergab mit den Gästen. In der 81. Minute schoss Matthias Schlärmann aus zwölf Metern zum 1:1 ein.

Was folgte, war die zweite Hinausstellung eines Garrelers. Uwe Böhmer musste mit Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels vom Platz und anschließend mitansehen, wie Jens Becker zum 2:1 für Brockdorf traf. Eben jener Becker scheiterte drei Minuten später nach einem Foul Nils Hagedorns an Jens Runnebohm per Foulelfmeter an Christian Bohmann.

Doch damit nicht genug: In der 98. Minute sah Michael Schaub wegen Meckerns Gelb-Rot, zwei Minuten später folgte ihm Hans-Jürgen Böhmann wegen wiederholten Foulspiels. Nach 100 Minuten durften die sieben verbliebenen Garreler dann endlich gemeinsam das Feld verlassen. „Der Schiedsrichter hat viel zu schnell Karten gezückt“, lautete Heinz-Josef Rolfes Fazit. „Allerdings haben sich die Brockdorfer auch geschickter angestellt.“

Tore: 0:1 Wilke-Runnebaum (44.), 1:1 Schlärmann (81.), 2:1 Becker (90.).

Rot: Meister (70.).

Gelb-Rot: U. Böhmer (87.), Schaub (98.), Böhmann (100.). BVG: Bohmann – Schöning, Schulte (40. Herzog), Böhmann, Moorkamp, U. Böhmer, Gelhaus (44. Hagedorn), Wilke-Runnebaum, Schaub, R. Böhmer (80. Nienaber), Meister.

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