KREIS CLOPPENBURG Zusammengerechnet sind der BV Cloppenburg II und Mitaufsteiger SV Emstek seit elf Partien ungeschlagen. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen scheint der Spielausgang offen.

Von Bodo Tarow KREIS CLOPPENBURG - Stark richtungweisende 90 Minuten stehen am Wochenende für die drei Fußball-Bezirksoberligisten aus dem Kreis Cloppenburg auf dem Programm. Knisternde Spannung herrscht dabei vor dem Derby an der Friesoyther Straße zwischen der zuletzt fünfmal in Folge siegreichen Oberliga-Reserve des BV Cloppenburg und dem in 2006 noch ungeschlagenen Tabellenachten SV Emstek. Die Kreisstädter dürfen bei Verlängerung ihrer Serie weiter am Aufstieg schnuppern, die Gäste aus Emstek könnten mit einem Dreier einen Großteil der Abstiegssorgen über Bord werden. Beim kaum noch zu rettenden 13. SF Schwefingen muss derweil der zuletzt schwächelnde VfL Löningen ran. Beide Partien werden am Sonntag, 15 Uhr, angepfiffen.

BV Cloppenburg II - SV Emstek. Bessere Voraussetzungen könnte das Kreisderby der beiden Aufsteiger kaum haben. Beide Teams überzeugten zuletzt durch konstant gute Leistungen und machten in ihrer jeweiligen Tabellenregion mächtig Boden gut.

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„Na klar ist das ein besonderes Spiel. Wir sind sicherlich gut drauf. Dennoch wird es gegen Emstek superschwer drei Punkte einzufahren. Die Derbys waren immer richtig eng“, nötigen die im Jahr 2006 noch unbesiegt daherkommenden Gäste Cloppenburgs Trainer Mario Neumann gehörigen Respekt ab. Wer Neumann kennt, weiß aber nur zu gut, dass er – nachdem der vor der Saison als Ziel ausgegebene Klassenerhalt längst in trockenen Tüchern ist – ganz tief in die Motivationskiste greifen wird, um der Konkurrenz im Aufstiegsrennen mit dem sechsten Dreier am Stück weiter Dampf zu machen. Ein knappes 1:0 wie im heiß umkämpften Hinspiel – Erhan Colak traf kurz vor Schluss – käme den Cloppenburgern gerade recht. Nicht wenige Insider trauen dem Neumann-Team inzwischen den Durchmarsch in die Niedersachsenliga zu.

Genauso sieht’s auch Emsteks nicht weniger ehrgeiziger Trainer Predrag Uzelac. „Die Cloppenburger verfügen schon über echte Qualität. Es sollte mich nicht wundern, wenn sie am Ende hochgehen.“ Der Kroate weiß aber auch, dass es gegenwärtig nicht einfach ist, seine Mannen zu schlagen. „Wir haben eine großartige Rückrunde hingelegt und an Selbstbewusstsein gewonnen. Uns fehlen aber schon noch einige Punkte, um sicher zu gehen“, hat Uzelac die unklare Zahl der Absteiger vor Augen. Nach aktuellem Stand der Dinge würden am Saisonende „nur“ vier Mannschaften runter müssen. Dann würden die Emsteker bereits ein sattes Acht-Punkte-Polster aufFrisia Loga aufweisen.

Sorgen bereitet Uzelac derweil der Verletztenstand. Torsten Meyer und Wolfgang Renze fallen definitiv aus. Zudem ist Jakob Niemeyer angeschlagen. „Ich weiß echt noch nicht, wie ich aufstellen soll. Dennoch fahren wir nach den Siegen gegen Loga und Aurich entspannt nach Cloppenburg.“

Klar erkennbar ist bei den Gästen Uzelacs Handschrift. Sein Team weist die drittbeste Tordifferenz der Liga auf. Noch besser sieht’s bei den Gegentoren auf. Erst 22-mal mussten Emsteks Fänger Jörg Riemann und Stephan Schütte bislang die Kugel aus dem Netz holen – Platz zwei hinter Wilhelmshavens Oberliga-Reserve.

Um Emsteks Betonabwehr zu zerbröseln, setzen die Cloppenburger auf ihr neues und zuletzt höchst treffsicheres Sturmduo Erhan Colak und Chris Oretan. Ob es Leihgaben von oben geben wird, war gestern noch offen, da die Erste ebenfalls am Sonntag in Altona antreten muss.

Unterdessen haben sich die Emsteker bei den Personalplanungen für die neue Serie offenbar einen Korb geholt. Nach NWZ-Informationen sagte Stürmer Jewgeni Buss vom Bezirksklassisten STV Barßel ab.

SF Schwefingen - VfL Löningen. Für den VfL Löningen wird’s allmählich Zeit, das Gaspedal wieder bis zum Anschlag durchzutreten. Die lange Winterpause war offenbar Gift für die Mannen von Coach Daniel Breher. Denn im Jahr 2006 fabrizierten die Hasestädter in vier Partien gerademal einen Dreier, zwei Remis und eine Niederlage.

„Ganz klar. Wir müssen den Hebel am Sonntag unbedingt wieder umlegen. Denn die Konkurrenz schläft nicht“, zählt für Breher bei den so gut wie sicher abgestiegenen Schwefingern – der Meppener Vorstadtclub schrammte in der Vorsaison noch haarscharf am Aufstieg vorbei – nur ein Erfolg. Noch immer angefressen ist der VfL-Trainer vom jüngsten 1:1 in Norden, als die gefürchteten Knipser Ferdi Diedrich und Ludger Brunnecke beste Chancen reihenweise versemmelten. „Ich habe den Jungs bereits auf der Rückfahrt Dampf gemacht“, fordert Breher Wiedergutmachung.

Allerdings müssen die Löninger im Defensivbereich mächtig improvisieren. Neben dem Langzeitverletzten André Lückmann fallen auch André Thürmann (Wadenbeiprellung) und – der nach seiner roten Karte in Norden für drei Partien gesperrte – Markus Korfhage definitiv aus. Dicke Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Manfred Möller (Rückenbeschwerden) und Mario Nolting (Bänderriss). „Irgendwie haben wir im Moment die Seuche“, ärgert sich Breher.

Auf der anderen Seite sind die Emsländer mit bereits 64 Gegentoren die Schießbude der Liga. Als gutes Omen könnte sich auch das Hinspiel erweisen, als die Löninger den Gegner mit einer derben 7:1-Packung auf die Heimreise schickten.

Eine kleine Warnung sollte den Gäste aber das Osterwochenende sein. Beim 2:1 über Schlusslicht Aurich feierte Schwefingen den ersten Heimdreier in der laufenden Saison überhaupt.

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