RAMSLOH So kann man sich täuschen: Es gab nicht wenige, die vor der Saison 2008/2009 eine erneute Transferoffensive des Fußball-Bezirksligisten Blau Weiß Ramsloh erwartet hatten. Trainer Georg Schultejans hatte die Mannschaft im Vorjahr zur Vizemeisterschaft geführt, und die prominenten Zugänge Kai Pankow und Patrick Zierott hatten trotz ihres Alters bewiesen, dass sie noch jeden Pfennig wert sind. Mit zwei oder drei zusätzlichen Hochkarätern im Team wären die Blau-Weißen diesmal der Topfavorit schlechthin gewesen.

Doch der personelle Großangriff blieb aus. Stattdessen verließen starke Spieler wie Rock Malonga und Astroud Ombola den Verein. Ihre Einstellung ließ jedoch – das macht Trainer Georg Schultejans unmissverständlich klar – zuweilen mächtig zu wünschen übrig. „Wären sie stets dabei gewesen, hätten wir noch bessere Chancen gehabt, Meister zu werden“, meint Schultejans, den die Abgänge Bernd Plaggenborgs und Sascha Weinobsts ebenfalls schmerzen.

Die Zugänge Kevin Binner, Valeri Riemer, Valentin Schäfer, Selman Jakupi und Viktor Leinweber fallen allesamt in die Kategorie junge Talente. „Sie sind engagiert und machen einen sehr guten Eindruck“, sagt Schultejans. Und überhaupt: Die Qualität seiner Spieler bereitet Schultejans kein Kopfzerbrechen. Vielmehr ist es die Quantität, die ihm die Sorgenfalten ins Gesicht treibt. „Acht bis zehn Leute beim Training sind einfach zu wenig“, sagt der Trainer.

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Nicht allein deshalb stellt er die hohen sportlichen Ziele derzeit ein wenig hinten an. „Von der Meisterschaft können wir in diesem Jahr nur träumen“, sagt er. Ihm sei es wichtig, die jungen Spieler schnellstmöglich zu integrieren und ihnen den Spaß am Fußball zu vermitteln. „Wir wollen eine Basis aufbauen, von der der Verein noch länger zehren kann“, sagt Schultejans.

In der Vorbereitung hat der Trainer versucht, seiner Mannschaft das 4:2:3:1-System, das viele Mannschaften bei der Europameisterschaft spielten, einzubläuen. „Das klappte schon ganz gut“, sagt Schultejans, der sich mit Hilfe der neuen Spielweise vor allem überraschende Momente in der Offensive erwartet.

Gerade dort hat Ramsloh mehrere Asse in der Hand, zählen Björn Scholz, Lars Dannebaum und Tobias Knoll doch zu den besseren Fußballern der Liga. Doch das müssen sie auch in dieser Saison beweisen.

Wolfgang Grave Lokalsport / Redaktion Nordenham
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