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Cloppenburg Den geplanten Ausstieg aus dem Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB) hat am Donnerstag der Vorstand des Bürgerschützenvereins (BSV) Cloppenburg bei einem Pressegespräch erläutert. Wie berichtet, haben sich die Verantwortlichen um Präsident Dr. Wolfgang Wiese, Hauptmann Dr. Jürgen Vortmann und Schriftführer Dr. Herbert Eckmeyer bei der jüngsten Delegiertenversammlung Mitte Oktober nicht nur einen Beschluss für die Kündigung der NWDSB-Mitgliedschaft, sondern auch ein Votum für einen Wechsel zum neugegründeten Schützenbund Weser-Ems mit Sitz in Heede geben lassen. Beide Abstimmungen – so Eckmeyer – seien einstimmig gelaufen.

Zum Hintergrund: Jahr für Jahr überweisen die Cloppenburger Bürgerschützen inzwischen 12,43 Euro pro Mitglied an den NWDSB, der einer von 16 Landesverbänden im Deutschen Schützenbund ist. Summa summarum macht das bei rund 780 Mitgliedern jährlich 9695 Euro: Geld, das den Cloppenburger Schützen – trotz der jüngsten Beitragserhöhung von 30 auf 45 Euro – an allen Ecken und Enden fehlt. Und Geld, das der BSV zur weiteren Modernisierung der Vereinsanlage an den Ambührener Tannen verwenden könnte. „Wir haben einen Investitionsstau“, so Vortmann.

Zu allem Überfluss – so Vortmann weiter – gönne sich der NWDSB zurzeit auch noch den Bau einer hochmodernen Schießanlage beim Landesleistungszentrum in Bassum. Jedes Jahr dürfen die Cloppenburger dafür auch noch 1,50 Euro als Sonderabgabe pro Mitglied an den NWDSB überweisen, macht also noch einmal 1170 Euro. „Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Wir können nicht noch weiter an der Beitragsschraube drehen und wollen den Verein trotzdem zukunftsfähig machen“, erklärte BSV-Präsident Wiese.

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Das sich noch im Bau befindliche Landesleistungszentrum koste inzwischen 3,68 Millionen Euro und sei für rund 100 000 Schützen ausgelegt – theoretisch. Denn nur rund fünf bis zehn Prozent der Schützen – so die Verhältnisse in Cloppenburg als Beispiel genommen – würden sich auch tatsächlich als Sportschützen betätigen. Der große Rest sei eher am „Hobby-Schießen“ in der eigenen Anlage mit anschließendem gemütlichen Teil interessiert. Es gebe aber auch noch, so Vortmann weiter, etliche Frauen und Männer, die inaktive Mitglieder seien. Diese „Karteileichen“ bezahlten ihren Beitrag, um dem Verein etwas Gutes zu tun.

Mit dieser Vereinsstruktur, so Eckmeyer, könne man sich künftig deutlich günstiger im Schützenbund Weser-Ems (SWE) engagieren. Denn hier sind künftig pro Mitglied und Jahr nur 50 Cent fällig – also insgesamt nicht wie zurzeit 10865 Euro (Beitrag plus Zulage), sondern 390 Euro.

Zurzeit fehlt dem SWE allerdings noch die rechtliche Anerkennung, deswegen – so Vortmann weiter – bleibe der BSV auch weiterhin parallel Mitglied im NWDSB beziehungsweise im Oldenburger Schützenbund, damit die BSV-Schützen auch künftig an den überregionalen Meisterschaften teilnehmen könnten. Doch sobald diese vorliege – Vortmann rechnet damit in ein bis zwei Jahren –, werde der Wechsel vollzogen. Wer dann an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen wolle, in den vergangenen zehn Jahren seien das in den BSV-Reihen nicht einmal eine Hand voll gewesen, müsse parallel in einem anderen Verein Mitglied werden.

Offenbar denken inzwischen auch viele andere Vereine so, hat der SWE nach Angaben von Eckmeyer doch inzwischen schon 18 000 Mitglieder. Und dem NWDSB – ergänzte Vortmann – liefen die Schützen davon.

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Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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