Schalksmühle /Halver Die SGSH DRAGONS, seit der Saison 2013/14 ununterbrochen eine feste Größe in der Dritten Handball-Liga und dort zuletzt mit vorne zu finden, sollten eigentlich im Oktober 2020 erster Gast des Aufsteigers TV Cloppenburg werden. Das Trainingsverbot für den TVC sorgte für eine Verlegung eigentlich auf den vergangenen Mittwoch dann aber in Schalksmühle . . .

Ein Spielverbot bis Jahresende verhinderte auch diese Option. „Wir wollen und müssen aber wieder spielen. Einen Abbruch, wie die Saison zuvor, werden unsere Sponsoren wohl nicht mehr so mitmachen wie bisher“, sagt Axel Vormann, sportlicher Leiter der SGSH. Sollte der Januar eine Art „Überbrückungsmonat“ werden, wo auch Nachholspiele wie gegen den TVC stattfinden könnten, müsse aber spätestens im Februar der Spielplan fortgesetzt werden. „Zumindest die Hinrunde sollten wir hinbekommen, ob danach noch Play-Offs und Play-Downs für Aufstieg und Abstieg stattfinden, hängt davon ab, wann die Hinrunde beendet wird“, sagt Vormann, der eine planmäßige Rückrunde für ausgeschlossen hält.

Neuer Trainer

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Die Vorbereitung und der Start in die Saison lief völlig problemlos für die SGSH ab, die zurzeit zwei, drei Einheiten pro Woche in der Halle in Halver absolviert, wie Vormann berichtet. Der 43-jährige neue Trainer Mark Schmetz, Ex-Nationalspieler der Niederlande und in der Bundesliga unter anderem für die SG Wallau-Massenheim und den TBV Lemgo aktiv, konnte so seine Vorstellung vom Tempo-Handspiel schnell umsetzen.

Die SGSH Dragons

Der Kader Tor Pius Hablowetz (eigene Jugend), Ante Vukas, Julián Borchert. Rückraum Jan König (TuS Volmetal), Lukas Hüller (beide Mitte), Brian Gipperich (HC Rhein Vikings), Fabian Hecker (beide rechts), Christopher Klasmann, David Bleckmann, Christopher Börner (eigene Jugend), Kai Bekston (alle links), Florian Diehl (links und Kreis). Außen Moritz Frenzel (rechts), Natko Merhar, Tobias Schetters (beide links). Kreis Philipp Dommermuth (Ahlener SG), Florian Diehl, Nicolas-Leon Jannack (SGSH Dragons II). Abgänge Alexandré Brüning (HC Gelpe/Strombach, Oberliga Mittelrhein), Cedric Geitmann (TuS Volmetal, Dritte Liga), Dominik Spannekrebs (Ahlener SG, Dritte Liga), Luca Jannack (SG Menden Sauerland Wölfe, Dritte Liga), Finn Schnepper (SGSH Dragons II, Verbandsliga), Steffen Prior (Cronenberger TG, Verbandsliga), Dagan Tubic (zurück nach Serbien). Trainer Mark Schmetz (neu, zuvor Limburg Lions, Niederlande). Co-Trainer Maciej Dmytruszynski. Torwart-Trainer Matthias Reckzeh. Sportlicher Leiter Axel Vormann.

Saison 2019/20 Vierter in der Dritten Liga Nord-West. Saison 2018/19 Zweiter in der Dritten Liga West. Saisonziel Platz vier bis fünf. Meisterschaftstipp VfL Eintracht Hagen, TuS Vinnhorst.

Doch es entwickelten sich vor dem Saisonstart personelle Probleme. Kai Bekston, 2019 von der Ahlener SG gekommen, plagen Rückenprobleme, so dass der im Rückraum links agierende Akteur zusammen mit Neu-Kapitän Florian Diehl und Neuzugang und Kreisläufer-Hüne Philipp Dommermuth den Abwehrblock mit Gardemaß stellen sollte. „Wir hoffen, dass Kai Anfang Januar wieder fit ist“, sagt Vormann und hofft dies auch für David Bleckmann, der nach einem Innenbandanriss das Derby bei der SG Menden Sauerland Wölfe (30:25) nicht mehr bestritt, als die glatte Serie mit vorläufigen 6:0-Punkten beendet wurde.

Guter Start

Überbewerten dürfe man diese Bilanz nicht, wie Vormann betont. „Mit Heimspielen gegen Gensungen/Felsberg (29:23) und dem HSV Hannover (23:22) und in Menden hatten wir ein leichtes Auftaktprogramm“, sagt Vormann. Abgesehen von der Übermannschaft VfL Eintracht Hagen, der Vormann nur noch den TuS Vinnhorst als Konkurrenz zubilligt, könnten die DRAGONS oben mithalten, was Rang zwei vor zwei Jahren und zuletzt Platz vier in der abgebrochenen Saison belegen. Denn der Kader ist ausgeglichen besetzt, sieht man davon ab, dass mit Moritz Frenzel nur ein gelernter Rechtsaußen im Kader vorhanden ist. Aber Neuzugang Brian Gipperich oder Fabian Hecker, wie Frenzel ebenfalls Linkshänder, könnten bei Bedarf einspringen. Allerdings dürften weitere, längerfristige Verletzungen wie bei Bekston und Bleckmann nicht hinzukommen angesichts des personell nicht üppig ausgestatteten Kaders der Spielgemeinschaft.

Entwicklung zur SGSH

Die jahrzehntelangen Rivalen aus Halver (SG Halver-Oeckinghausen) und Schalksmühle (HSG Schalksmühle) fassten im Jahr 2003 den wegweisenden Entschluss, ihre Kräfte zu bündeln und künftig als SG Schalksmühle-Halver zu kooperieren. Trägervereine waren der Schalksmühler TV, der TuS Stöcken-Dahlerbrück, der TuS Halver und der TuS Oeckinghausen. Nach einer über 14 Jahre erfolgreichen Zusammenarbeit und Gründung der SH Handball Spielbetriebs GmbH im Jahr 2005, folgte 2014 die Gründung eines eigenständigen Handballvereins, der Spielgemeinschaft Schalksmühle-Halver Handball e.V., womit aus Trägervereinen Kooperationsvereine wurde. Nach einer weiteren Übergangsphase ging die SGSH ab der Saison 2017/18 erstmals als Spielgemeinschaft Schalksmühle-Halver Handball an den Start, die ab 2018/19 als SGSH DRAGONS den Handballsport in Schalksmühle und Halver repräsentiert.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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