PEHEIM Kampfkraft schlägt spielerische Klasse: Die Bezirksliga-Fußballer des SV Peheim haben nach vier Niederlagen in Folge eindrucksvoll Wiedergutmachung betrieben. Sie gewannen am Sonnabend das Heimspiel gegen Titelanwärter Hansa Friesoythe 1:0 (0:0).

Schon eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn hatte Peheims Vorstandsmitglied Wilfried Osterkamp vollen Einsatz gezeigt. Erst besorgte er eine Kasse für den Verkaufsstand, und dann delegierte er einen Besucher zur Kasse am Stadiontor. Während einer kurzen Verschnaufpause warf er einen sorgenvollen Blick auf den Platz. „Hoffentlich geben die Jungs heute richtig Gas“, sagte er.

Unterdessen studierte Peheims Klaus Bregen die Aufstellung der Gäste. „Das sind alles bekannte Namen. Aber ein Spiel geht ja bekanntlich bei 0:0 los”, sagte er und verschwand zum Aufwärmen.

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Dann ging’s los: Pünktlich um 17 Uhr pfiff Referee Jan-Bernd Hohnhorst an. Und gleich war Musik drin: Hansas Dennis Reiners schüttelte Peheims Linksaußen Niklas Gehlenborg ab. Seine Hereingabe jagte Lando Matantu per Direktabnahme weit über das Peheimer Tor (8.). Die Peheimer, die die Friesoyther erst attackierten, wenn diese die Mittellinie überschritten, hatten ebenfalls Chancen. Maxim Langlets scheiterte innerhalb einer Minute (13.,14.) gleich zweimal an Friesoythes Torhüter Andre Hagen, der in dieser Saison sein Pflichtspieldebüt feierte.

Die Peheimer präsentierten sich in einer erstaunlich guten Verfassung. Im Gegensatz zu den Vorwochen zeigte sich das Team von Trainer Dirk Loyko lauffreudig, kampfstark und legte außerdem eine hohe Positionstreue an den Tag.

Deshalb taten sich die Friesoyther schwer. Die Abschlüsse von Christoph Fennen (16.) und Lando Matantu (22., Kopfball) waren harmlos. Zudem hatte Matantu gegen Stefan Timpker einen schweren Stand. In den Zweikämpfen flogen die Fetzen. Die Peheimer – vor allem Klaus Bregen – monierten einige Male Matantus vermeintlich unfaire Spielweise. Doch Schiri Hohnhorst zeigte sich davon unbeeindruckt.

Dann wurde wieder Fußball gespielt. In der 28. Minute hatten die Peheimer Glück, als Matantu eine Vorlage von Olaf Bock nur an das Außennetz spitzelte. Drei Minuten später hatten die Friesoyther Glück, als Langlets nach einem Blackout der Friesoyther Viererkette durch war und mit einem halbhohen Schuss an Hagen scheiterte. Die Chancen auf beiden Seiten häuften sich. In der 44. Minute donnerte Tobias Timmen einen Fernschuss nach einer Ecke von Gehlenborg nur knapp am Friesoyther Tor vorbei. In der Nachspielzeit parierte Peheims Fänger Michael Anneken einen Kopfball von Reiners (45+2.).

In der zweiten Halbzeit versuchten die Friesoyther, von Beginn an Druck aufzubauen. Doch das klappte nur teilweise, weil sie nicht zwingend agierten. Einzige Ausnahme: In der 56. Minute setzte sich Matantu gegen Timpker durch. Doch seinen Flachschuss konnte Anneken mit einer Fußabwehr klären.

Nach einer Stunde wurden die Peheimer mutiger. Gehlenborg setzte sich auf der linken Seite gekonnt durch und flankte auf Langlets, der aber in Hagen seinen Meister fand (60.). Eine Minute später ging es in Peheims Strafraum drunter und drüber. Reiners köpfte Anneken an, dann köpfte Bock knapp drüber.

In dieser Phase hatte Hansa mehr Spielanteile. In der 68. Minute legte Lars Diemel Matantu den Ball mit dem Kopf vor. Doch Friesoythes Stürmer säbelte am Ball vorbei. Hansa versuchte es mit der Brechstange: Freistoßschütze Christoph Fennen hatte schon den Torschrei auf den Lippen, doch Anneken fischte den Ball mit einer Flugparade aus der rechten Ecke (72.).

Nach einer erneuten Friesoyther Offensivaktion fiel in der 79. Minute das Tor des Tages. Ein Befreiungsschlag von Tobias Timmen landete vor Langlets’ Füßen. Peheims Alleinunterhalter flitzte aus halblinker Position auf Friesoythes Gehäuse zu und donnerte die Kugel an Hagen vorbei ins Tor. Nur eine Minute später vergab er die Chance zur Entscheidung.

In der 84. Minute schwächten sich die Peheimer selbst: Stefan Bregen kassierte nach einem Foul an Fennen die Gelb-Rote-Karte. Im selben Augenblick beorderte Hansas Trainer Bernd Meyer seinen Abwehrchef Marcus Kunisch mit Nachdruck in die Spitze. „Und du bleibst vorne”, rief er. Der Schachzug wäre fast erfolgreich gewesen: Der ehemalige Dresdner vergab in der Nachspielzeit die Chance zum Ausgleich. Anneken hatte seinen Schuss toll pariert.

SV Peheim - Hansa Friesoythe 1:0 (0:0).

Tor: 1:0 Langlets (79.). SV Peheim: Anneken - Klaus Bregen (70. Einhaus), Willenbring, Timpker, Gehlenborg, Stefan Bregen, Michael Schrapper, Cordes (85. Kreutzmann), Timme, Timmen, Langlets (90. Olliges). Hansa Friesoythe: Hagen - Büter, Kunisch, Emken, Schleining, Reiners (79. Looschen), Diemel, Fennen, Deutsch (64. Remesch), Matantu, Bock (81. Kashtan). Schiedsrichter: Jan-Bernd Hohnhorst (Vechta). Zuschauer: 150. Gelbe Karten: Michael Schrapper, Stefan Bregen (beide SV Peheim). Gelb-Rote Karte: Stefan Bregen (84., wegen wiederholten Foulspiels). Ecken: 3:6. Stimmen Dirk Loyko (Trainer SV Peheim): „Es haben alle an einem Strang gezogen. Die Mannschaft hat sich für die tolle Leistung ein ganz dickes Dankeschön verdient. Michael Anneken hat überragend gehalten. Auch Maxim Langlets hat stark gespielt.”

Bernd Meyer (Trainer Hansa Friesoythe): „Wir haben es nicht geschafft, Peheims Bollwerk zu knacken. Wir hätten viel mehr Druck machen müssen. Dank ihres leidenschaftlichen Einsatzes haben die Peheimer verdient gewonnen.”

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