+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 3 Minuten.

Sommermärchen-Affäre um Fußball-WM 2006
Fifa verfolgt Verfahren gegen Beckenbauer und Co. nicht weiter

Cloppenburg Betrachtet man die Bettenbelegung im Lazarett des Fußball-Regionalligisten BV Cloppenburg, dann scheinen die Soestestädter an diesem Freitagabend im Gastspiel bei der U-23 des Zweitligisten FC St. Pauli (Anstoß 19.30 Uhr) vor einer „Mission impossible“ zu stehen.

Denn beim zuletzt durch den klaren 3:0-Heimdreier gegen den TSV Havelse Mut tankenden Tabellen-Vorletzten drohen an der Elbe gleich sechs Spieler, darunter mehrere Aktivposten, auszufallen. Definitiv passen müssen Bernd Gerdes – der gebürtige Nieholter wartet auf einen Termin für eine abermalige Leistenoperation – und Kristian Westerveld. Für den Niederländer, dem im April die Bandscheiben geflickt werden, ist die Saison beendet. Nichts geht auch beim gegen Havelse starken Jan Blazek.

Beim tschechischen Winter-Neuzugang zwicken die Adduktoren. Zudem blockiert das Kreuz. Noch länger fällt nach einer Kreuzband-OP Marius Krumland aus, und der Ex-Lübecker Arnold Suew ist angeschlagen. Zudem brummt Rechtsverteidiger Tim-Pascal Wohlfahrt eine Gelb-Sperre ab. Und all das vor einem richtungsweisenden „Sechs-Punkte-Spiel“. Doch BVC-Coach Steffen Bury steckt den Kopf nicht in den Sand. „Jammern bringt nichts. Wir werden eine Mannschaft auf’s Feld schicken, die etwas reißen kann. Wir werden auf Sieg spielen. Und wenn wir einen Punkt mitnehmen, würde die Welt auch noch nicht untergehen.“ Das hört sich optimistisch an. „Der Sieg gegen Havelse war ein Mutmacher. Die Jungs glauben an sich“, so Bury weiter.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Auf den Gegner hat sich der Ex-Profi gewohnt akribisch vorbereitet. Zwei 90-minütige DVDs hat der frühere Altenoyther sich intensiv angeschaut. Sein Fazit: „St. Pauli spielt ein Offensiv-Pressing und schaltet schnell um.“ Anstelle von Wohlfahrt dürfte hinten rechts in der Abwehr der Varrelbuscher Christian Düker erste Wahl sein. Wer es anstelle von Blazek in vorderster Linie richten soll, verrät Bury nicht. Der bullige Lincoln Assinouko könnte seine Chance erhalten. Auch könnte Tobias Steffen aus dem Mittelfeld vorrücken. Oder Jonas Wangler schlüpft in die Stürmerrolle. Derweil macht Bury auch den Youngstern Lennart Blömer und Johannes „Jojo“ Bruns Hoffnung auf einen Einsatz. „Die beiden trainieren seit Wochen unheimlich gut und haben an Qualität zugelegt.“

Im Hinspiel kassierten die Soestestädter eine bittere 1:2-Pleite. Die BVC-Bilanz gegen die „Pauli-Reserve“ indes ist völlig ausgeglichen. Acht Siegen stehen drei Remis und acht Niederlagen gegenüber. Vielleicht noch ein gutes Omen: Die beiden letzten Gastspiele in Hamburg entschied der BVC für sich.

Die voraussichtliche Aufstellung des BV Cloppenburg: Meyer - Düker, Willen, Niemeyer, Olthoff - Köster, Thomes, Jelisic, Wangler - Steffen, Faqiryar.

St. Paulis U-23 ist noch längst nicht durch

Der aktuelle 13. Tabellenplatz scheint ein wenig trügerisch zu sein. Zwar hat die Zweitliga-Zweitvertretung des Hamburger Kult-Clubs FC St. Pauli bereits 26 Punkte auf der Habenseite. Aber die Mannschaft des früheren Juniorentrainers Remigius Elert hat bereits 25 Partien und damit neben Lüneburg die meisten aller Teams aus dem unteren Tabellendrittel absolviert. Daher könnte es im heißen Saisonendspurt noch eng werden für die Kiezkicker, die im bisherigen Saisonverlauf bereits 29 Spieler, darunter immer mal wieder Leihgaben von den Profis, einsetzten. Dafür sprechen auch zwei statistische Werte. 13 Niederlagen und schon 60 Gegentore bedeuten in der Liga den vorletzten Rang. Nur das abgeschlagene Schlusslicht Schilksee weist schlechtere Zahlen auf. Außerdem lief’s bei den Paulianern, die taktisch wechselweise ein „4-4-2“ oder ein „4-2-3-1“ spielen, im Jahr 2016 noch nicht rund. Nur gegen Schilksee gelang ein 3:1-Heimerfolg. Ansonsten gab’s ein Remis (2:2 in Hildesheim) sowie vier Niederlagen. Zuletzt beim 1:3 in Wolfsburg wie auch beim noch engeren 0:1 bei Tabellenführer VfB Oldenburg agierten die Hamburger, die ihre Heimpartien im altehrwürdigen Victoria-Stadion Hoheluft inmitten der Elbmetropole austragen, auf Augenhöhe. Außerdem wurden die Partien in Goslar (0:3) und zu Hause gegen Lüneburg (0:2) in den Sand gesetzt.

Verzichten muss „Pauli“ nach der fünften gelben Karte auf Mittelfeld-Strippenzieher Okan Kurt sowie den rot-gesperrten Sirlord Conteh. Bester Torschütze ist Youngster Nico Empen (7).

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.