FRIESOYTHE „Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift“, scherzt die 15-jährige Nicole Greten aus Ellerbrock, wenn sie gebeten wird, die Abseitsregel beim Fußball so zu erklären, dass sich auch Nichtfußballer etwas unter dem wohl bekanntesten Regelverstoß vorstellen können. Überzeugend schiebt sie aber gleich hinterher: „Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler.“

Nicole Greten muss es wissen. Denn sie ist eine von 31 neuen Unparteiischen, die vom 29. Oktober bis zum 26. November 2008 die Schiedsrichterausbildung in der Sportschule Lastrup durchlaufen haben. Als einziges Mädchen aus diesem Lehrgang darf nun auch Nicole Greten das schwarze Trikot anziehen und auf dem Fußballplatz zunächst bei den Spielen der D- Junioren und Juniorinnen für die Regeleinhaltung sorgen.

„Eigentlich gibt es nur 17 Fußballregeln, die zu pauken ein ganzes Stück Arbeit war“, erklärt die Schülerin, die gleich an einigen Beispielen die verschiedensten Konstellationen eines einzigen Regelverstoßes beschreiben kann. Greten: „Das Herzstück der Fußballregeln ist die Regel 12. Dabei geht es um das verbotene Spiel und das unsportliche Verhalten“ – eine Regel, bei der die Entscheidungen der Schiedsrichter am häufigsten kritisiert werden.

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Schiedsrichterobmann Ernst Ruh kennt dieses Problem nur zu gut. Seit 45 Jahren ist er Schiedsrichter und hat auf dem Platz schon fast alles erlebt. „Wir begleiten unsere jungen Schiedsrichter auch gerne zu den Spielen, gerade in der ersten Zeit“, verspricht er und freut sich, dass auch die Eltern seiner neuen Kollegin zu den Spielen mitfahren werden. Nicole Greten geht aber selbstsicher ihr neues Hobby an: „Wir wurden gut vorbereitet und können uns auch jederzeit an den Schiedsrichterobmann und die Jugendgruppenbetreuer wenden.“

Auch ihr Verein, der SV Marka Ellerbrock, steht ihrer neuen Schiedsrichterin mit Rat und Tat zur Seite. Andreas Kessing, zuständig für die Jugendarbeit im Verein, war es auch, der Nicole Greten auf die Ausbildungsmöglichkeit in Lastrup hingewiesen hat. „Der Mädchenfußball boomt derzeit. Da brauchten wir eine zuverlässige und engagierte Schiedsrichterin“, so Kessing.

Es gibt aber noch einen zweiten Verein, der es der jungen Sportlerin angetan hat. Ihr Herz schlägt für Werder Bremen – auch einen Spieler hat sie fest im Blick. „Clemens Fritz – der spielt schon toll“, sagt Nicole Greten. Sie hofft, bald im Weserstadion seinem Spiel zuschauen zu dürfen und natürlich auch dem „Schiri“ aus der Bundesliga genau auf die Karten gucken zu können.

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