RAMSLOH Der 43-Jährige ist eingefleischtes Bayern-Mitglied und die gute Seele der Bezirksliga-Fußballer. Zwei Stunden vor den Spielen beginnt sonntags seine Arbeit.

Von Wolfgang Grave RAMSLOH - Unikat, Urgestein und unverzichtbar: Wenn die Fußballer des Bezirksligisten BW Ramsloh ihren Betreuer Franz Bredel in drei Wörtern charakterisieren müssten, wählten sie wohl just jene Begriffe. Er selbst sagt über sich, dass er eigentlich nur ein lieber Junge sei. Die Wahrheit über ihn liegt in seinem Fall zwar nicht auf dem Platz, – doch in der Nähe der Ramsloher Kabine dürfte sie wohl zu finden sein.

Denn seit 1998 ist er die gute Seele bei den Saterländern und die rechte Hand der jeweiligen Trainer. „Vor mir hat Thomas Block sich um alles gekümmert. Als er sich entschloss, sein Amt niederzulegen, bin ich eingesprungen. Das war ein nahtloser Übergang“, sagt Bredel. Seitdem sei er endgültig mit dem Virus Blau-Weiß Ramsloh infiziert.

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Zuvor hatte er selbst für die Saterländer die Schuhe geschnürt. Nach seiner aktiven Zeit begleitete er die erste Mannschaft überdies zu nahezu allen Auswärtsspielen. Auf der Liste seiner Aufgaben für das Team steht deshalb auch ein Punkt ganz oben, der seine Verbundenheit mit der Mannschaft zeigt: „Nerven opfern“, sagt der 43-Jährige und lacht.

Ansonsten beginnt ein ganz normaler Spieltag für ihn wie für viele andere Betreuer auch: Bereits zwei Stunden vorm Anpfiff ist er im Einsatz und bereitet alles für die die Elf vor: „Eigentlich brauchen die Spieler sich nur noch selbst umziehen“, sagt er. Aber: „Oftmals vergessen sie die Hälfte.“ Und da gibt es dann ab und zu den notwendigen Tritt in den Hintern.

In Bredels Herz schlagen jedoch zwei Fußball-Herzen. Bredel ist nämlich auch eingefleischtes Mitglied des FC Bayern München. Spiele seiner Lieblinge besucht er zu seinem Leidwesen nur selten: „Das ist wegen meiner Arbeit schlecht möglich. Außerdem müsste man zu den Spielen mit mindestens fünf oder sechs Leuten fahren. Solche Fahrten sind deshalb nur schwer zu planen.“

Aber Bredel hat noch ein weiteres Hobby. Denn wenn er sich hier und da mal die Spiele anderer Teams anschaut, sieht man ihn mit Motorradkluft und Helm unter den Armen am Spielfeldrand stehen.

Allerdings sei dieses in den vergangenen Jahren auch ein wenig zu kurz gekommen. Aber das stört ihn nicht sonderlich. Weit mehr an die Nieren geht es ihm da schon, wenn die Blau-Weißen ihre Spiele in den Sand setzen. An das verlorene Relegationsspiel gegen Falke Steinfeld II in Molbergen erinnert er sich zum Beispiel nicht gerne zurück.

„Da führten wir bei brüllender Hitze 1:0 und verloren noch 1:2.“ Der Pokalsieg kurze Zeit später sowie der Aufstieg im folgenden Jahr hätten die Wunden aber geheilt.

Und in diesem Jahr ist in Ramsloh sowieso alles super: „Wir haben eine junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern, so dass es mit dem Klassenerhalt schon klappt“, sagt er. Und auch wenn es eine Klasse tiefer gehen sollte, ist eines klar: Franz Bredel ist mit dabei.

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