Cloppenburg /Lübeck Sollte der Vorletzte BV Cloppenburg am Saisonende aus der Fußball-Regionalliga absteigen, wäre einer von mehreren Gründen die extrem hohe Ausfallquote im Spielerbereich. Vor dem Auswärtsspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) beim Zehnten VfB Lübeck muss Cloppenburgs Coach Steffen Bury auf gleich neun Spieler verzichten.

Mittelfeldstaubsauger Nick Köster wurde nach seiner Roten Karte beim 0:3 gegen die HSV-Reserve für drei Spiele und damit deutlich zu lange gesperrt. Neben den Langzeitverletzten Kristian Westerveld, Bernd Gerdes und Marius Krumland muss auch der Tscheche Jan Blazek wegen eines Muskelfaserrisses passen. Denis Cerovic plagt sich mit einer Zerrung herum.

Und dann überschwappte die Soestestädter auch noch die Grippewelle. Daniel Olthoff, Nikola Jelisic und Gerrit Thomes müssen passen. Noch mit einem Fragezeichen versehen ist der Einsatz von Kapitän Christian Willen und dem im Sommer aus Lübeck gekommenen Arnold Suew. Beide trainierten nach abgeklungenem Fieber am Donnerstag erstmals wieder mit. „Das ist echt unglaubliches Pech. Aber ich hoffe trotzdem, eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten zu können“, erklärte Bury.

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Der Ex-Profi hatte zu Wochenbeginn gar sein Comeback auf dem Platz erwogen. „Das war aber nur für wenige Minuten.“ Außerdem fiel dem A-Lizenzinhaber ein, dass sein Spielerpass noch beim Ex-Club SV Altenoythe liegt. Da er also selber nicht im Kader stehen wird, wird der ein oder andere Spieler aus der Kreisliga-Reserve im Mannschaftsbus sitzen. Klar ist: Sollte der BVC, der gegen Lübecks Erstvertretung in bislang sieben Ligavergleichen einmal remis spielte und sechs Spiele verlor, an der Lohmühle Zählbares mitnehmen, käme dies einer faustdicken Überraschung gleich.

Derweil hat Bury mit dem neuen sportlichen Leiter Sebastian Schütte bereits mehrfach in Sachen Kaderplanung die Köpfe zusammengesteckt. „Wir sind im ständigen Austausch. Ich bin seit November da und weiß inzwischen genau, wo der Hebel anzusetzen ist.“

Als erstes soll mit den Spielern gesprochen und verhandelt werden, die unbedingt gehalten werden sollen. „Das ist teilweise bereits passiert und wird in den nächsten Tagen forciert“, so Bury weiter.

VfB Lübeck überrascht mit Trainer-Beurlaubung

Der Verein für Bewegungsspiele von 1919 hat in dieser Woche seinem Namen alle Ehre gemacht. Zunächst wurde die Vertragsverlängerung mit Stammkeeper Jonas Toboll publik gemacht. Dann wurde die Rückkehr von Ex-Profi und Ex-U-19-Coach Michael Hopp, der zwischenzeitlich als Scout für den Drittligisten Hansa Rostock unterwegs war, als Kaderplaner und Talentsichter verkündet. Und am Mittwoch folgte der Knaller. Trainer Denny Skwierczynski, der seinen Ausstieg als Coach zum Saisonende angekündigt hatte, wurde beurlaubt. Co-Trainer Henning Meins durfte auch die Koffer an der Lohmühle packen.

Als Interimscoach sitzt ab sofort der 35-jährige Hopp auf der Bank. Damit ist klar, dass die Lübecker Verantwortlichen mit dem bisherigen Abschneiden alles andere als zufrieden sind. Nach der Rückkehr auf die Viertliga-Bühne wurden die Hansestädter in der Vorsaison Siebter. Das schürte die Erwartungshaltung bei den Schleswig-Holsteinern gewaltig. Beim Ex-Zweitligisten sprachen Optimisten bereits wieder von der Dritten Liga.

Als Tabellenzehnter fristen die Marzipanstädter das Dasein einer „grauen Maus“, für die es schon längst um nichts mehr geht. Dabei war in Sachen Kader im vergangenen Sommer gezielt nachjustiert worden.

Im Jahr 2016 gelang einzig zu Hause mit dem 2:0 gegen das abgeschlagene Schlusslicht Schilksee ein Erfolg. Neben drei Unentschieden gab es ein 1:3 in Oldenburg und zuletzt ein glattes 0:3 bei Wolfsburgs Reserve, das bereits nach 45 Minuten feststand. Vor allem vor eigenem Publikum wussten die Lübecker nicht zu überzeugen.

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