GARREL Das zweite Jahr ist das schwerere – so sagt man jedenfalls. Aufsteiger müssten, egal in welcher Liga und in welcher Sportart, im zweiten Jahr besonders um den Klassenerhalt bangen. Schließlich sei da die Euphorie des ersten Jahres weg, und der Liga-Alltag komme den Etablierten zu Gute. Wer Andreas Espelage, zusammen mit seiner Frau Hillu Trainer der Regionalliga-Handballerinnen des BV Garrel, vor Saisonbeginn zuhört, spürt nichts von nachlassender Begeisterung für die dritthöchste deutsche Spielklasse. „Die Regionalliga ist noch stärker geworden. Der eigentliche Aufsteiger aus Rosengarten ist noch da, und mit den verstärkten Absteigern VfL Wolfsburg und VfL Oldenburg II gewinnt die Liga an Klasse.“ Umso wichtiger, dass sich Garrel selbst gut verstärkt und eine starke Vorbereitung gespielt hat. „Trotzdem werden wir uns hüten, jetzt große Ansprüche anzumelden. Wir wollen uns überall verbessern – und möglichst wie im vergangenen Jahr einen einstelligen

Tabellenplatz erreichen.“

Dabei erwartet Espelage in der neuen Saison eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Regionalliga. „Rosengarten, Wolfsburg, Oldenburg II, Misburg und Halle-Neustadt II kämpfen um die vorderen Plätze, der Rest gegen den Abstieg“, prognostiziert der Handballcoach. Und doch stört es ihn nicht, dass seine Mannschaft in den ersten sechs Spielen auf vier der großen Fünf trifft, eben „ein Mörderprogramm“ hat. „Wir müssen so oder so zweimal gegen alle Teams spielen. Und warum sollen wir nicht dem einen oder anderen Favoriten ein Bein stellen?“ Das ist dem BVG in der abgelaufenen Spielzeit gleich mehrere Male gelungen – etwa am ersten Spieltag, als das Espelage-Team Halle-Neustadt II einen Punkt abnahm. Aber auch Misburg, der erste Gegner der neuen Saison, ließ Punkte gegen die Garrelerinnen.

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Und die haben sich für die neue Saison gut verstärkt: Ines Langkabel (mittlerer Rückraum, VfL Oldenburg II), Solveig Adler (Torhüterin, DSC Oldenburg), Joana Wolken (Außenposition, DSC Oldenburg) sowie die Nachwuchsspielerinnen Victoria Maier, Maria Lammers (beide HSG Friesoythe) und Kerstin Möller (BV Garrel II) stärken den BVG. Hillu Espelage wird sich ganz auf ihr Traineramt konzentrieren, Julia Kühne ist im Auslandssemester, Astrid Benoni hat ihre Karriere beendet und Natascha Voßmann spielt künftig für die zweite Mannschaft des BV Garrel in der Landesliga.

Mit 16 Spielerinnen ist Garrel gut aufgestellt. Bleibt nur zu hoffen, dass der BVG, der noch einige Wochen auf Evelyn Musche (Meniskusverletzung) verzichten muss, in den nächsten Wochen vom Verletzungspech der Vorbereitung verschont bleibt. Da fehlte zeitweise die halbe Mannschaft, was das Espelage-Duo zum Experimentieren zwang. Davon profitiert die Mannschaft jetzt: „Im Rückraum haben sich Alternativen aufgetan, die unser Spiel variabler machen“, sagt Espelage. Noch eine Stärke des BVG – das Improvisieren hat schon in der vergangenen Spielzeit gut geklappt. Das macht Mut. Das zweite Jahr kann beginnen.

Saisonpremiere beim Spitzenteam

Der erste Gegner des BV Garrel, die SG Misburg, hat im Vorjahr die Vizemeisterschaft geholt. Am Sonnabend (19.15 Uhr) wird sie in eigener Halle mit dem Stamm des erfolgreichen Teams antreten. Nur Penda Bönighausen hat Misburg verlassen. Sie wurde durch Nadine Große, die schon in der Bundesliga gespielt hat, gleichwertig ersetzt.

Garrel tritt als Außenseiter und ohne Evelyn Musche sowie die dienstlich verhinderte Ulla Witte in Misburg an. „Das ist ein Gegner, von dem man lernen kann. Vielleicht können wir aber auch uns selbst und die SG überraschen“, sagt Andreas Espelage. Der Fanbus fährt ab 15 Uhr vom Megakiosk an der Beverbrucher Straße los.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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