Löningen /Berlin Vor Kurzem haben die Leichtathletinnen des Copernicus-Gymnasiums Löningen (CGL) einen Tag in Berlin erlebt, an den sie sich noch lange erinnern werden. Im ehrwürdigen Olympiastadion fand das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ statt, für das sie sich qualifiziert hatten. Und auch in der Hauptstadt machten sie eine gute Figur, belegten sie doch am Ende Rang acht.

Das 50-jährige Jubiläum dieser weltweit größten Schulsportveranstaltung begann am Vormittag mit einer zweistündigen Eröffnungsfeier. Ein besonderer Höhepunkt war der Einmarsch der 16 Bundesländer mit insgesamt 4500 Schülern und Schülerinnen in den Sportarten Leichtathletik, Judo, Golf, Schwimmen, Tennis, Beachvolleyball, Triathlon und Fußball. Es folgte dann die Entzündung des olympischen Feuers durch Olympiasiegerin Britta Steffen (Schwimmen) und ein Showprogramm. Natürlich gehörten auch die obligatorischen Reden dazu, etwa vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der zugleich der Schirmherr der Veranstaltung ist.

Die CGL’er starteten in der Wettkampfgruppe III (Jahrgänge 2004 bis 2007) mit dem 75-m-Sprint. In sechs Zeitläufen schlugen sie sich achtbar. Pia Busse lief mit 10,07 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung (PB). Dies gelang auch Marieke Pelster in 10,53 Sekunden. Jenny Ludmann lief 10,63 Sekunden. Dies war ein gelungener Auftakt.

Es folgte der Hochsprung, zu dem die zuletzt verletzte Sophie Scheidt überraschend doch antrat. Zwar kam sie mit 1,47 m nicht an ihre persönliche Bestleistung heran, doch sie war die Beste des CGL-Trios. Mara Warzeska und Pia Albers übersprangen jeweils 1,43 m.

Die dritte Disziplin war dann das Kugelstoßen. Jasmin Engelmann, Mona Böhmann und Jette Benken zeigten deutlich bessere Leistungen als zuletzt, doch 9,99 m für Jasmin, 8,52 m für Mona und 7,71 m für Jette ließen das CGL-Team etwas zurückfallen.

Deutlich besser lief es dann im Ballwerfen. Mona warf 49,00 m (PB). Jasmin erreichte 48,50 m, und Sophie kam auf 36,50 m. Mit 3900 Punkten waren sie nun Zehnte der Gesamtwertung

Im Weitsprung zeigten die Mädchen dann einige gute Sprünge. Pia Busse steigerte sich auf 4,86 m, aber auch Marieke Pelster überzeugte mit 4,65 m. Katharina Willms weitester Satz wurde mit 4,45 m gemessen.

Die vorletzte Disziplin waren die 800 m. Sonja Richter lief in ihrem Zeitlauf mit 2:26,74 Minuten knapp an ihre Bestzeit heran. Ein bravouröses Rennen zeigte in ihrem Zeitlauf die erst zwölfjährige Pia Albers. Lag sie nach der ersten Runde noch deutlich zurück, setzte sie in der Schlussrunde zu ihrer Aufholjagd an und siegte in sehr guten 2:28,76 Minuten. Alexandra Schweers lief 2:55,67 Minuten – und das CGL schob sich auf Rang neun vor.

Der Abschluss war die 4x75-m-Staffel. Hier lief die erste Staffel mit Jenny Ludmann, Katharina Willms, Marieke Pelster und Pia Busse gute 39,29 Sekunden. Die zweite Staffel mit Mara Warzeska, Jette Benken, Pia Albers und Alexandra Schweers wurde mit 42,49 Sekunden gestoppt.

Dann hieß es für das Team, dessen Betreuer Antonia Beyer und Rainer Klaßen sowie die zahlreichen nachgereisten Fans des CGL-Teams abwarten: Bei der Siegerehrung freuten sich dann alle über insgesamt 7094 Punkte und den dann doch überraschenden achten Platz.

So haben sich die Mädchen bestens präsentiert. Seit Jahren gehen die Top-Platzierungen an die Sportschulen aus den neuen Bundesländern. So auch diesmal. Es siegte das Sportgymnasium Neubrandenburg (7693 Punkte). Die Siegerehrung nahm dann ein alter Bekannter vor: Steffen Brümmer, aktueller Vizepräsident im Niedersächsischen Leichtathletikverband und dort zuständig für den Bereich Jugend, freute sich für die Schülerinnen seiner alten Heimatstadt.

Am Sonntagabend waren bereits alle Schüler Niedersachsens in die niedersächsische Landesvertretung in der Nähe vom Brandenburger Tor eingeladen. Dort trafen die CGL’er auf ihren Schulleiter Ralf Göken und die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher, die ihr Abitur auch am CGL abgelegt hat. Am Dienstag erkundeten sie die Bundeshauptstadt, und am Mittwoch besuchten sie dann die Finals anderer Sportarten, bevor es dann am Abend zur Abschlussfeier in die Max Schmeling-Halle ging.

Es waren nun exakt 40 Jahre vergangen, seitdem sich zuletzt ein Team des CGL im Bereich Leichtathletik für ein Bundesfinale qualifiziert hatte. Trainerin Antonia Beyer und somit auch die Schule profitierten von dem Umstand, dass das komplette Team in Löningen oder Lindern aktiv Leichtathletik betreibt.

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