Cloppenburg Normalerweise gibt es zum Abschied ja Blumen und eine Umarmung. Aber die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg wollen auf andere Art Lebewohl sagen: Sie planen, der Mannschaft Werder Bremens am Pfingstmontag (Anpfiff: 14 Uhr) den Ball ins Netz zu jagen. Sie würden den in dieser Saison so erfolgreichen Grün-Weißen auf deren Platz gerne noch einmal zeigen, wie sich eine Niederlage anfühlt, bevor sich die Hansestädterinnen ins Abenteuer erste Liga stürzen. „Werder hat zwar schon den Aufstieg sicher, und wir können uns nicht mehr verbessern, aber so ein Derby hat immer seinen Wert“, sagt Tanja Schulte, die zusammen mit Luc Diamesso das BVC-Trainergespann bildet.

Während Werder gerne noch den zwei Zähler besseren 1. FC Lübars, der keine Lizenz fürs Oberhaus beantragt hat, abfangen und sich so die Meisterschaft sichern würde, dürften die Cloppenburgerinnen die Saison auf Platz sechs beenden. Schließlich haben sie nicht nur drei Punkte mehr als der Tabellensiebte VfL Bochum, sondern auch ein um neun Treffer besseres Torverhältnis. Zudem spielt das Ruhrpott-Team beim Dritten, der Reserve Turbine Potsdams, die als zweites Team nicht ins Oberhaus aufsteigen darf und wohl dennoch wie gewohnt Gas geben wird.

So gerne die Cloppenburgerinnen auch das vorerst letzte Derby – im Winter hatten sie zu Hause 2:1 gegen Werder gewonnen – für sich entscheiden würden, so schwer dürfte das Unterfangen werden. Könnte doch, wenn es ganz schlecht läuft, die gesamte Innenverteidigung ausfallen. Ob Nina Brüggemann (Knieprobleme) und Imke Wübbenhorst, die sich im Spiel gegen Leipzig wieder am rechten Fuß verletzte, spielen können, ist ungewiss.

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Und die beiden Leistungsträgerinnen könnte der BVC im Duell mit einem Gegner, der die ersten beiden Plätze der Torschützenliste (Cindy König, 18 Treffer, Stephanie Goddard, 16) belegt und fast doppelt so oft (67 Tore) getroffen hat wie die Cloppenburgerinnen selbst (36), gut gebrauchen.

Sollten beide Spielerinnen fehlen, dürften Lena Funke und Tanja Thormählen in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Möglich wäre aber auch, dass Daniela Löwenberg nach innen rückt, und die Polin Marta Stobba die linke Position der Viererkette übernimmt. Die andere polnische Feldspielerin, Agnieszka Winczo, soll höchstens eine Hälfte lang spielen, weil sie noch am selben Tag zur Trainerausbildung in die Heimat fliegen wird.

Aber auch die anderen Spielerinnen Schultes, die über Pfingsten die ersten Verträge für die neue Saison unterschreiben lassen will, haben einen Termin. Geht es doch direkt nach dem Spiel zur Saisonabschlussfeier. Vorher wollen sie aber noch den Bremerinnen Tschüss sagen. Oder vielleicht doch besser auf Wiedersehen? Zweitgenannte Variante dürften die Cloppenburgerinnen bevorzugen, die davon ausgehen, dass Werder im Oberhaus den Klassenerhalt schafft . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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