Löningen /Bydgoszcz „Hier geht es drunter und drüber“, mailte Armin Beyer aus dem polnischen Bydgoszcz von den U-23-Europameisterschaften der Leichtathleten. Zunächst waren die Vorläufe für den Donnerstagnachmittag gestrichen worden, weil angeblich nur 18 von 24 gemeldeten Athletinnen für den Wettbewerb 3000-m-Hindernis tatsächlich ihre Zusage abgeben hätten.

Später folgte das Dementi. Für Lea Meyer vom VfL Löningen war dieses Hin und Her kein Problem. „Gut, dass Lea tags zuvor nur ruhig trainiert hatte. Andere haben noch durchaus intensiver trainiert“, sagte Beyer.

So kam es ab 17.15 Uhr am Donnerstag zu zwei Vorläufen, für die dann doch 23 Läuferinnen gemeldet hatten. Zwar war die Temperatur im Stadion ganz angenehm, wenn nicht der teilweise böige Wind gestört hätte. Die angehende Studentin aus Löningen startete im ersten Vorlauf. Da nur die ersten Fünf in beiden Läufen garantiert ins Finale kamen, fünf Zeitschnellste qualifizierten sich außerdem, stellte sich Meyer auf ein taktisches Rennen ein und behielt die Führungsgruppe im Blick. Isabel Mattuzzi (Italien), die am Ende mit 10:20,69 Minuten als Letzte über die Zeit noch ins Finale rutschte, führte nach 1000 Metern in 3:26,96 Minuten das Feld an. Meyer hielt gut Anschluss, hatte aber bei 2000 Meter, die die spätere Gesamtsiegerin, Claudia Prisecaru (Rumänien, 10:07,40, persönliche Bestzeit) nach 6:47,52 Minute als Erste durchlief, „einen kleinen Hänger“, wie es Beyer beschrieb. Doch die 19-jährige im VfL-Trikot war ehrgeizig genug, dachte sich „wozu bin ich eigentlich hier?“ und zeigte auf der Schlussrunde und vor allem über die letzten 200 Meter gutes Sprintvermögen, lief in 10:10,33 Minuten als Fünfte, wie das Zielfoto bestätigte, ins Ziel.

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Insgesamt geht das Aushängeschild des VfL Löningen als Siebtschnellste ins Finale, das in der Siegerin des zweiten Vorlaufs, Anne Emilie Möller aus Dänemark (10:07,70 Minuten), die Favoritin an diesem Samstag hat (17.16 Uhr laut Zeitplan).

VfL-Trainer Beyer ist mit der Vorstellung seines Schützlings sehr zufrieden. „Angesichts der Bedingungen ist Leas Lauf und auch die erzielte Zeit höher einzuschätzen, als bei ihrer Bestleistung vor einigen Wochen. Denn damals stand die Zeit, hier bei der EM der Finaleinzug im Vordergrund.“

Mit dem Finale hat Lea Meyer, wie sie schon im NWZ-Interview betont hatte, ihr großes Ziel erreicht. Ein Platz unter den besten Acht wäre sehr schön, meint der Trainer, wobei anhand der Vorlaufzeiten – von Platz drei bis acht waren alle Läuferinnen innerhalb einer Sekunde ins Ziel gekommen – ein spannendes und wahrscheinlich von Taktik geprägtes Finale zu erwarten sein wird. An dem darf sich auch die zweite deutsche Starterin Liane Weidner (SCC Berlin) beteiligen. Sie wurde im zweiten Vorlauf Sechste und kam in 10:17,50 Minuten über die Zeit in den Endlauf.

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