Lastrup Man kommt eben nicht nur beim Fußballspielen selbst ins Schwitzen, sondern manchmal auch, wenn man über Fußball redet: Als sich NFV-Kreisjugendobmann Karl-Heinz Deeken am Mittwochabend in der Sportschule Lastrup bei den zahlreich erschienen Jugendleitern der Fußballvereine des Landkreises Cloppenburg für ihre Aufmerksamkeit bedankte, merkte er, wie warm ihm doch zwischenzeitlich geworden war. Kein Wunder, war doch das Mikrofon ausgefallen und es zudem bei der Veranstaltung zu der einen oder anderen munteren Diskussion gekommen. Auf eines hatten die Teilnehmer allerdings verzichten müssen: Yul Wiegand von den St. Pauli-Rabauken hatte es nicht zur Veranstaltung geschafft. So fiel der Funino-Vortrag aus.

Deeken und die anderen Mitglieder des Kreis-Jugendausschusses stellten zunächst den Plan vor, in der Saison 2020/2021 auch eine Leistungsklasse zusammen mit den Kreisen Vechta und Oldenburg-Land/Delmenhorst auf C-Junioren-Ebene zu bilden. Die Stimmungsumfrage unter den Jugendleitern ergab keine Bedenken. Im A- und B-Jugendbereich laufe die Kooperation gut.

Anschließend sprach Horst Kröning, Vorsitzender des Kreissportgerichts, über die neuen Herausforderungen für ihn und seine Mitarbeiter. „Früher war die Gewalt weit weg, das hat sich geändert.“ Spielabbrüche, diskriminierendes Verhalten und Fälle von Gewalt seien grundsätzlich Sache des Sportgerichts. „Das sind keine Kavaliersdelikte. Ein Spieler, der einen Schiedsrichter körperlich angegriffen hatte, wurde mit einem Jahr Sperre belegt.“ Kröning plädierte aber auch dafür, gewaltbereite Spieler nicht auszugrenzen. Wenn möglich, gilt es, „diese Spieler auf den richtigen Weg zu führen“. Eine Möglichkeit sei Deeskalationstraining.

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Deeken gab anschließend bekannt, dass es wieder eigene Hallen-Meisterschaften für die Teams geben wird, die in A-, B- und C-Jugend höher als auf Kreisebene spielen. Die Sieger seien für die Bezirksfutsal-Turniere qualifiziert. In der A-Jugend wird am 12. Januar in Emstek (Bezirksfutsal-Turnier: 9. Februar), bei den B-Junioren am 19. Januar in der Cloppenburger Leharhalle (Bezirk: 2. Februar) und in der C-Jugend am 26. Januar in Löningen (Bezirkstermin: 1. Februar) gespielt.

Die Nachricht, dass die E-Junioren in der Winterrunde nur in großen Hallen, generell an Sonntagnachmittagen und mit fünf Feldspielern plus Torwart statt bisher mit vier Fußballern auf dem Feld spielen werden, sorgte für Kritik und Diskussionen. Schließlich habe man bereits vor einem Monat melden müssen, und der Sonntagnachmittag sei nicht unbedingt geeignet. Aber Deeken verteidigte das Vorgehen und machte bei allem Verständnis klar, dass so manche Entscheidung vom Jugendausschuss getroffen werden muss und nicht alles ausdiskutiert werden kann.

Bei den F-Junioren wird zudem nun auch in der Hallenrunde mit Tendenzwertung gespielt, um haushohe Niederlagen und damit einhergehende Frustration bei den Kindern zu vermeiden. Auf Bedenken einiger Jugendleiter stieß dagegen der Plan, bei den F-Junioren in der Vorrunde ohne Schiedsrichter zu spielen. In der Halle würden die Eltern zu viel Einfluss auf die Kinder nehmen. Deeken sah das Ganze nicht so problematisch, lenkte aber nach längerer Diskussion ein. „Na gut, dann besorgt auch Schiedsrichter für die Vorrunde, aber sagt ihnen, dass sie sich möglichst zurückhalten sollen.“

Dass die Vereine in der anstehenden Hallenrunde nun nichts mehr mit der Abrechnung der Kosten für die Schiedsrichter zu tun haben sollen, kam gut an. Und über Minifußball, also Funino – Drei gegen Drei bei den F-Junioren, Vier gegen Vier oder Fünf gegen Fünf bei den E-Junioren mit jeweils vier kleinen Toren – wurde schließlich auch ohne den Hamburger Gast noch geredet. 2020 will der NFV-Kreis erste Funino-Veranstaltungen anbieten. Die DJK Stapelfeld hatte schon im August solch ein Event organisiert, und Martin Maue berichtete nur Positives darüber: „Auch die Leistungsschwächeren waren voll dabei. Die Kinder haben einfach gespielt.“

Einfach gespielt wird auch in der Halle. 405 Mannschaften sind gemeldet. Dann schwitzen also wieder die Fußballer, und nicht der Kreisjugendobmann . . .

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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