Lastrup „Wenn wir dieses Inklusionsprojekt fortführen können und nur 50 Prozent von dem umgesetzt wird, was wir hier in Lastrup erreicht haben, mache ich das nur noch.“ Ulli Turowski, Trainer der „Fußballfabrik Ingo Anderbrügge“ und sportlicher Leiter des Inklusionsprojekts zwischen der BBS Friesoythe und der Caritaswerkstatt Cloppenburg, war begeistert von dem Fußballcamp in der Sportschule Lastrup.

Seit einigen Jahren gibt es zwischen dem Caritas-Verein Altenoythe und der Berufsbildenden Schule Friesoythe eine Kooperation. Erstmals luden sie zu einem zweitägiges Fußballcamp in der Sportschule ein, das von der „Fußballfabrik Ingo Anderbrügge“ organisiert wurde.

Die Fußballschule des ehemaligen Schalker „Euro-Fighters“ Anderbrügge hat acht fest angestellte Trainer und etwa 50 Honorartrainer. Neben der fußballerischen Ausbildung wird viel Wert auf Selbstständigkeit, auf das Einhalten von Regeln, auf Teamgeist, auf Hygiene und auf gesunde Ernährung gelegt.

„Wir wollen die Möglichkeit schaffen, dass jeder etwas lernen kann. Wichtig dabei ist der Respekt untereinander, das Erleben von Gemeinschaft. Unser Motto lautet: Training, Lernen, Leben. In einer Mannschaft brauche ich Teamgeist, Respekt vor dem Gegner, dem Schiedsrichter und dem Trainer, Disziplin, Selbstständigkeit, gesunde Ernährung und Wertschätzung des anderen. Denn ein Spieler muss mit Sieg und Niederlage umgehen können. Das versuchen wir zu vermitteln. Es war fantastisch, wie die 18 Berufsschüler und die 18 Schüler der Caritas-Werkstatt miteinander umgegangen sind“, bilanzierte Turowski.

Halend Hassan, Schüler der BBS und angehender Bankkaufmann, war völlig begeistert. „Wir hatten vorher kaum Kontakt mit jungen Menschen mit Behinderung. Einige hatten sogar ein wenig Berührungsangst. Trotzdem haben sich an unserer BBS Wirtschaft mehr Schüler für dieses Projekt gemeldet, als mitfahren konnten. Jetzt ist diese Berührungsangst weg. Wir sind ein Team“, erzählt der Friesoyther.

Heiner Bahlmann, Lehrer an der BBS Friesoythe, und Andreas Wieborg, Vorstand im Caritas-Verein Altenoythe, hatten die Idee zu diesem Projekt entwickelt. Unterstützung erfuhren die Organisatoren beim Landessportbund, beim Caritas-Verein und bei der Stiftung des Caritas-Vereins, die dieses Projekt finanziell unterstützten. „Mein Wunsch ist es, dieses Camp zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Es ist einfach fantastisch“, so Bahlmann.

Die Teilnehmer der Caritas-Werkstätten jedenfalls waren total begeistert. „Es war super“, erzählt Matthias Feldkamp, der in Halend Hassan einen neuen Freund gefunden hat.

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