Cloppenburg In der Fußball-Kreisliga ging es in der abgelaufenen Halbserie stürmisch zu. Es gab allerhand Trainerwechsel und verrückte Ergebnisse. Die NWZ   hat die Leistungskurven der Teams von Rang eins bis Platz 15 unter die Lupe genommen.

SV Thüle

Die Thüler führen zwar mit sechs Punkten Vorsprung die Tabelle an, doch der Vorsprung hätte noch deutlicher ausfallen können. Gerade bei den Unentschieden gegen den SV Bösel, die Sportfreunde Sevelten und Essens Reserve ließ Thüle Punkte liegen. „Dennoch sollten wir zufrieden sein“, meint Thüles Coach Raphael Opilski, der eine hochkarätige Truppe beisammen hat. Vor kurzem wurden Tobias Macke (Knieverletzung) und Hani Hassan (Schulterprobleme) operiert, und stehen erstmal nicht zur Verfügung. „Ich hoffe jedoch, das die beiden zum Punktspielstart wieder dabei sein können“, so Opilski.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

BV Cloppenburg U-23

Nicht nur aufgrund eines starken Defensivverhaltens dribbelten sich die BVC-Talente auf Platz zwei. Gerade einmal neun Gegentore aus 13 Partien sprechen eine deutliche Sprache. Auch sonst hinterließen die Cloppenburger einen starken Eindruck. Im neuen Jahr wird sich zeigen, ob die Regionalliga-Reserve in der Spitzengruppe bestehen kann. Zumal mit Patrick Dammann, der zum Bezirksligisten SC Bakum wechselte, ein Stammspieler aus der Hinserie nicht mehr zur Verfügung steht. Viel wird darauf ankommen, dass die Elf der Trainer Marcel Wolff und Albert Ostendorf vom Verletzungspech und starken Leistungsschwankungen verschont bleibt.

Sv Harkebrügge

Der „kleine HSV“ spielte phasenweise ganz groß auf. Obwohl es Anfang September einen Wechsel auf dem Trainerstuhl gab. Uwe Töllner zog es zurück zu Eiche Ostrhauderfehn. Dafür sprangen die Spieler Dennis Lang und Honorat Terczynski in die Bresche. Faustpfand des SV Harkebrügge ist auch die individuelle Klasse von Piotr Dziuba. Der Pole trifft auch in dieser Saison nach Belieben. Seit seinem Wechsel im Juli 2014 nach Harkebrügge erzielte er 45 Tore in 41 Punktspielen.

SV Bethen

Die von Ferdi Diedrich trainierten Bether legten einen bärenstarken Saisonstart hin. In den ersten sieben Partien setzte es nur eine Niederlage. Hätten die Bether in der Folgezeit so weiter gepunktet, wäre sie nun ganz oben mit dabei gewesen. Doch dem war nicht so und deshalb muss sich die Elf aus dem Wallfahrtsort mit Rang vier begnügen. Jedoch zeigten die Bether auch, dass sie sich zu einem unbequemen Gegner mausern können. Gegen ambitionierte Mannschaften wie den SV Harkebrügge (1:1) und die Sportfreunde Sevelten (1:1) erkämpfte sich die Mannschaft ein Unentschieden.

Sv Petersdorf

Als Liga-Neuling dürften die Petersdorfer mit Platz fünf leben können. Ein starkes Abschneiden einer Mannschaft, die gespickt ist mit Spielern, die schon höherklassig unterwegs waren. Dies sorgt auch dafür, dass dem SVP der Abstiegskampf erspart bleiben wird. Zumal mit Alexander Bock und dem jungen Alexander von Lewen torgefährliche Spieler das Petersdorfer Trikot tragen. Ebenfalls wichtig für die Mannschaft ist Michael Emken, der dem Team viel Stabilität verleiht.

SF Sevelten

Die Sevelter dürften sich mehr vom ersten Halbjahr versprochen haben. Mit der Ausbeute von 23 Zählern dürfte der ehrgeizige Trainer der Sportfreunde, Michael Klein, deshalb nicht zufrieden sein. Die Sevelter brachten sich mit fünf Unentschieden jedoch selbst um eine bessere Platzierung. Zusammen mit dem BV Essen II und dem FC Lastrup spielte kein Team häufiger Remis wie Sevelten. Doch noch ist nicht aller Tage Abend, zumal die Sevelter reichlich Qualität in ihrem Kader vereinen.

SV Molbergen

Von wegen besinnliche Adventszeit: Mitten im Dezember zog Trainer Rainer Wiemann die Reißleine und verließ den Verein, ehe er kurze Zeit später beim TuS Emstekerfeld anheuerte. Die Verantwortlichen des SVM reagierten schnell, und präsentierten Leitwolf Jürgen Stjopkin als neuen Spielertrainer. „Mit dem Abschneiden in der Hinserie können wir nicht zufrieden sein. Wir laufen der Musik hinterher“, so Molbergens Fußballobmann Steffen Stender, dessen Team zwischenzeitlich auch von personellen Sorgen geplagt war. Kleiner Trost: Im Kreispokal läuft es dagegen blendend. Die Waldeck-Buben stehen im Achtelfinale und gastieren am neunten März in Lindern.

BW Ramsloh

Ramslohs neuer Trainer Kai Pankow brachte nicht nur frischen Wind ins Saterland-Stadion, sondern auch neue Gesichter. Zum Beispiel Stürmer Jamie Greift, der schon acht Ligatore auf dem Konto hat. Zwar ging der Saisonstart mit Niederlagen gegen den SV Petersdorf (1:4) und den SV Molbergen (1:3) in die Hose, aber nach und nach riefen die Saterländer ihr Potenzial ab. Zwischenzeitlich blieb das Pankow-Team sogar sieben Partien in Folge ungeschlagen. Obwohl zwischenzeitlich Offensivmann Tobias Böhmann einige Wochen verletzungsbedingt ausgefallen war.

SV Cappeln

Die Cappelner dürften mit dem bisherigen Saisonverlauf ganz zufrieden sein. Mit ihrer ordentlichen Ausbeute von 18 Punkten, konnten sie einen großen Bogen um das Abstiegsgespenst machen. Einmal mehr haben die Cappelner um ihren zuverlässigen Torhüter Henning Reichenbach gezeigt, dass sie mit Kampfstärke und ihrem guten Zusammenhalt für die Gegner nur schwer zu knacken sind. Davon können auch die Molberger ein Liedchen trällern, die gegen Cappeln 0:3 verloren. Auch der SV Bösel unterlag der Ewen-Elf 1:5.

VfL Löningen

Bernd Bruns, der Trainer des Absteigers aus der Bezirksliga, wusste schon im Vorfeld der Saison, dass auf Kreisebene ein scharfer Wind weht. Dementsprechend vorgewarnt ging seine Mannschaft in die Spielzeit, in der es gilt, sich nach dem Abstieg wieder zu fangen. Die Spiele des VfL waren von Leistungsschwankungen geprägt. Es gab hohe Siege, wie das 7:3 gegen den SV Petersdorf und auch bittere Niederlagen zu verzeichnen, wie das 0:5 gegen die zweite Mannschaft des BV Essen. Um sich einen einstelligen Tabellenplatz zu sichern, muss konstanter gepunktet werden. Erfreulich ist, dass die Löninger mit Lars Reinert einen torhungrigen Spieler in ihren Reihen haben.

SV Bösel

Die Böseler verloren im letzten Sommer viel Substanz. Erfahrene Spieler hatten den Verein verlassen. Zudem gab Michael Majewski bekannt, dass er eine Pause einlegen werde. Dementsprechend hieß das vorrangige Ziel von Trainer Stefan Neldner und seine Elf die Klasse zu halten. Angesichts von aktuell 15 Punkten befindet sich der SVB auf Kurs. Zumal die Kellerkinder SV Gehlenberg und SC Sternbusch noch keine Aufholjagd starten konnten. Wie bei den Ligakonkurrenten, müssen auch die Böseler darauf hoffen, vom Verletzungspech verschont zu bleiben. Dann werden sie auch im neuen Jahr weiter in ruhigen Gewässern schwimmen.

BV Essen II

Die Essener können mit ihrem bisherigen Abschneiden zufrieden sein. Dies sieht auch ihr Trainer Thorsten Engelberg so. „Ärgerlich waren nur die Spielausfälle, da wir gerade gut in Schuss waren“, sagt Engelberg. Einzelne Spieler hervorzuheben ist nicht sein Ding. Lieber lobt er die gesamte Leistung der Mannschaft. „Hut ab, alle ziehen gut mit und die Jungs sind jetzt schon wieder heiß auf den Pflichtspielauftakt“, so Trainer Engelberg.

FC Lastrup

Nach nur zwei Ligaspielen gingen Trainer Jörg Roth und der FCL getrennte Wege. Anfang September 2015 wurde die Verpflichtung von Martin Sommer als neuer Coach bekanntgegeben. Der 50-Jährige konnte sich auch mit seiner neuen Elf erstmal ein Punktepolster erarbeiten. Der Vorsprung der Lastruper als Drittletzter, beträgt auf die Abstiegszone acht Punkte. Jetzt wollen wir versuchen, uns schnellstmöglich ins Mittelfeld abzusetzen“, sagt der erfahrene Sommer. Bei dieser Mission muss er vorerst auf seinen Defensivstrategen Matthias Bäker (Knie-OP) verzichten.

SC Sternbusch

Auch beim SC Sternbusch gab es einen Trainerwechsel. Helmut Knese warf nach dem bitteren 1:7 gegen die U-23 des BV Cloppenburg das Handtuch. Sein Nachfolger wurde Viktor Katron. Der 31-Jährige soll nun das Ruder beim Cloppenburger Stadtteilclub herumreißen. Er kennt den Club wie seine Westentasche, und genießt nicht nur deshalb eine hohe Akzeptanz in der Mannschaft und im Umfeld.

SV Gehlenberg

Die Gehlenberger finden sich wieder einmal im Tabellenkeller wieder. Erneut versucht der Kreispokalsieger von 1981 sich aus der Schlinge des Abstiegsgespenstes zu ziehen. Es wird ein schweres Unterfangen und seit Anfang Oktober findet die Herkulesaufgabe ohne Georg Haskamp statt. Der Trainer trat aus privaten Gründen zurück (die NWZ   berichtete). So, oder so: Der SVG muss sich gewaltig auf die Hinterbeine stellen, um im Kampf um den Klassenerhalt Boden gutzumachen. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist schon auf elf Zähler angewachsen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.