Kreis Cloppenburg Im Rahmen eines Corona-Sonderprogramms stellt das Land Niedersachsen sieben Millionen Euro an Fördermitteln als Zuschuss zu Verfügung. Für gemeinnützige Sportorganisationen und Sportvereine gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 70 Prozent des aufgelaufenen Minus’ mit einer maximalen Förderhöhe von 50 000 Euro (die NWZ berichtete: https://bit.ly/3cfu7OM). Laut Richtlinie ist für die Antragsstellung eine Voraussetzung, dass die Liquiditätsengpässe die Existenz des beantragenden Vereins bedrohen. Was genau hinter dieser Formulierung steckt, stellt der Kreissportbund (KSB) Cloppenburg klar.

„Da die Definition von Existenzbedrohung aus unserer Sicht sehr schwammig ist, haben wir uns in den letzten Tagen beim Landessportbund (LSB) Niedersachsen nochmals erkundigt, was genau hinter dieser Bedingung steckt. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass jedes Defizit die Existenz eines Sportvereins bedrohen könne“, berichtet Christoph Rohling, Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB) Cloppenburg. „Daher sollte jeder Verein einen Antrag auf Corona-Hilfe stellen, bei dem die Einnahmen in einem Zeitraum von drei Monaten ab dem 16. März 2020 nicht reichten, um die fortlaufenden Ausgaben zu decken – unabhängig davon, ob der Verein bereits unmittelbar am Rande seiner Existenz steht oder noch nicht. Rücklagen spielen dabei keine Rolle, egal wie hoch diese sind“, so Rohling weiter.

Bisher sei lediglich ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Landesmittel von niedersächsischen Sportvereinen abgerufen worden, teilte der LSB Niedersachsen auf der letzten Konferenz der Sportbünde mit. Unter den Sportbünden sei man sich jedoch schnell einig gewesen, dass dieser Umstand auf die unklare Definition des Begriffs Existenzbedrohung zurückzuführen sein könnte. „Das hat die Vereine und Sportbünde sicherlich verwirrt“, so der KSB-Geschäftsführer.

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Nun bestehe kurzfristig Handlungsbedarf. „Wir raten unseren Mitgliedsvereinen, unbedingt bis zum 30. September 2020 noch einen Antrag auf Corona-Hilfe über das Sonderprogramm zu stellen“, appelliert Rohling an die KSB-Mitgliedsvereine. Ein Verwendungsnachweis müsse nicht erstellt werden, da es sich nicht um eine Zuwendung, sondern um eine Billigkeitsleistung handele, wenn belegt werden könne, dass man Anspruch hat und in den betreffenden Monaten ein Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben bestand.

Die Hilfen könnten im Intranet des Landessportbundes Niedersachsen unter http://lsbntweb.lsb-niedersachsen.de/foerder.osp unbürokratisch online beantragt werden. Eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem KSB unter Telefon   04472/687943 sei wünschenswert, teilt der Kreissportbund mit. Außerdem stehe bei Rückfragen die LSB-Hotline unter Telefon   0511/1268210 zur Verfügung.

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