Landkreis
Kunstrasenplätze sollen helfen

Im Herbst und Winter ist ein normaler Betrieb auf den Fußballplätzen im Landkreis Cloppenburg kaum möglich. Eine Lösung könnten Kunstrasenplätze sein.

Bild: Marcus Brandt
Matschiger Untergrund, überschwemmte Flächen: Im Herbst und Winter ist im Landkreis Cloppenburg auf Naturrasen kein normaler Fußball-Betrieb möglich. Kunstrasenplätze sollens nun richten.Bild: Marcus Brandt
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Kreis Cloppenburg Nass und kalt – so lässt sich das Wetter im Herbst und Winter wohl kurz zusammenfassen. Was für Menschen mit entsprechender Bekleidung kein Problem ist, trifft die Natur ungeschützt. Und dementsprechend ramponiert ist der Rasen bei vielen Sportvereinen im Landkreis Cloppenburg nach ereignisreichen Fußballspielen verbunden mit tagelangem Dauerregen oder dem ersten Frost. Jedes Jahr das gleiche Spiel. Eine Alternative im Spiel- und Trainingsbetrieb bietet für die rund 60 Vereine im Kreisgebiet nur der einzige Kunstrasenplatz an der Sportschule in Lastrup.

Ein unhaltbarer Zustand, findet der Ballspiel-Verein Cloppenburg (BVC). Er hat darum im November 2017 beim Landkreis beantragt, ein Förderprogramm zum Bau von Kunstrasenplätzen aufzulegen. Außerdem mahnte der Verein in seinem Schreiben an Landrat Johann Wimberg (CDU) die Überarbeitung der Sportförderrichtlinie an. Der Kultur- und Freizeitausschuss des Kreises hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend in der Teestube des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn mit dem Antrag befasst und dem Kreistag empfohlen, den Erlass des „Sonderprogramms zur Förderung von Kunstrasenplätzen“ zuzustimmen. Konkret sieht das Sonderprogramm vor, von 2019 bis 2022 den Bau von Kunstrasenplätzen im Kreisgebiet mit 900 000 Euro pro Jahr zu fördern.

In jedem Jahr sollen maximal drei Plätze gefördert werden. Der Entwurf sieht vor, dass in jedem Jahr ein neuer Platz im „Alten Amt Cloppenburg“, im „Alten Amt Löningen“ und im „Alten Amt Friesoythe“ entstehen soll. Bis Ende 2023 sollen so insgesamt 15 Kunstrasenplätze im Kreisgebiet gebaut werden.

Bei drei Plätzen im Jahr wird jeder von ihnen mit 300 000 Euro gefördert – das entspricht 40 % der Herstellungskosten, die im Programm mit 750 000 Euro angegeben sind. Die gleiche Summe müsste die Standortgemeinde übernehmen.

Gegen die Förderung sprach sich Ursula Thomée (Grüne/UWG) aus Kostengründen ab. So ein Kunstrasenplatz erhöhe auch das Verletzungsrisiko und sei auch ökologisch nicht vertretbar. „Auch wir hatten Bedenken wegen der hohen Kosten. Aber so ein Kunstrasen hat sportlichen Wert und ist ja auch nur eine Ergänzung zum Naturrasen“, sagte Richard Cloppenburg (CDU). Eine Gefährdung der Gesundheit könne er nicht sehen. Schwierigkeiten bezüglich der Finanzierung sah Rudolf Arkenau (SPD) auf die kleinen Vereine zukommen.

Voraussetzung soll sein, dass andere Vereine „zu einem angemessen Zeitanteil“ auf dem Kunstrasenplatz trainieren und spielen können. Auf einen höheren Zuschuss für die Erweiterung von Umkleideräumen und für das Anlegen von Einstellplätzen kann auch der DJK SV Bunnen hoffen. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig, den Zuschuss auf 89 840 Euro zu erhöhen.

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