KREIS CLOPPENBURG Keine Frage: Die Spielzeit 2006/2007 wird in die Annalen des SV Hansa Friesoythe eingehen. Denn beim Fußball-Bezirksligisten endete eine Ära: Nach neun Jahren als Coach warf Bernd Meyer vorzeitig das Handtuch. Doch auch in den anderen Teams aus dem Kreis Cloppenburg war jede Menge los. Die NWZ wirft einen Blick zurück.

BW Ramsloh: Mit acht Punkten aus 15 Spielen zierte Ramsloh trotz hochkarätiger Neuzugänge das Schlusslicht nach der Hinrunde. Nachdem Spielertrainer Ingo Müller nach dem vorletzten Punktspiel vor der Winterpause sein Traineramt zur Verfügung gestellt hatte, wurde Mario Lück neuer Spielertrainer. Mit dem 36-Jährigen kam neuer Schwung.

Zudem legten die Saterländer personell nach. Mit Astroud Ombola wechselte ein weiterer Kracher zu den Blau-Weißen. Der einstige Angreifer von Carl Zeiss Jena sollte mit neun Toren bester Ramsloher Torjäger werden. Überdies funktionierte Lück Angreifer Michael Vögel zum Spielmacher um. „Michael hat dort sehr gute Spiele gemacht, war stets präsent und enorm ballsicher“, lobt Lück. Am Ende sprang der Klassenerhalt heraus. Lück, der seinen Posten aus Zeitgründen niederlegen musste, schaut gerne zurück. „Es war sehr lehrreich. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt.“ Bester Torjäger: Astroud Ombola (9).

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BV Garrel: Die Statistik spricht für sich: In dreißig Spielen siegte Garrel zweimal, holte acht Unentschieden und kassierte 20 Niederlagen. Nach sechs sieglosen Begegnungen musste Trainer Andreas Wieborg Garrel verlassen. Als neuer Trainer heuerte Ludger Janssen an. „Ich hatte große Hoffnungen“, erinnert er sich. Aber es kam anders. In der Winterpause verließen mit Sascha Pfeifer und Maik Plautz sowie Patrick Osterhues und Kevin Tzakonas vier Spieler den Verein. Verstärkungen blieben aus. Coach Janssen kompensierte den Aderlass mit Spielern aus der Reserve und dem Altherren-Team. Viele Spieler seien aber noch nicht reif für die Bezirksliga gewesen, meint er heute. Hinzu kam das Verletzungspech.

„Aber in den entscheidenden Phasen hat uns einfach die Klasse gefehlt“, sagt Janssen. Jetzt hofft er in der Kreisliga auf einen Neuanfang. „Mit dem neuen Trainer Frank Kohlsdorf und neuen Spielern werden wir hoffentlich eine gute Rolle spielen.“

Bester Torjäger: Sascha Pfeifer (6).

STV Barßel: Mit dem neuen Trainer Uwe Eckel und zwölf Neuzugängen vollzog der STV vor der Spielzeit einen kompletten Umbruch. Und Barßel spielte eine bärenstarke Hinrunde. „Bis zur Winterpause haben wir gute Leistungen geboten“, blickt Eckel zurück. „Keiner konnte voraussehen, dass wir als Team so schnell zusammenfinden würden.“ Mit Beginn der Winterpause verließen unter anderem Malik Musah, Nico Kondratjuk, Christoph Jansen und Mariusz Baran den Verein. Die Verpflichtung Baris Vurals (die NWZ-berichtete) zerschlug sich dagegen. Die Folge: „Mir fehlten in der Rückserie die Alternative. Es war wie ein Schlag in den Nacken“, findet Eckel. Daraus zog der einstige Bundesliga-Profi seine Lehren. „In der neuen Saison werden wir einen 16 bis 18-köpfigen Kader haben.“

Bester Torjäger: Cengiz Düman (9).

SV Molbergen: Vor der Saison gaben die Waldeck-Buben als Saisonziel den Klassenerhalt aus, den man auch früh unter Dach und Fach brachte. Molbergens scheidender Spielertrainer Reiner Landwehr meint aber, dass noch mehr drin gewesen wäre – wenn sich nicht so viele Stammspieler verletzt hätten. Er war daher stets auf die Unterstützung Stefan Lüskes und Manfred Tapkens angewiesen. „Sie haben ohne Murren ausgeholfen.“ Trotzdem hält er den Ball flach. „Keiner wusste, wie stark die neue Bezirksliga ist. Deshalb ist die Platzierung eigentlich in Ordnung.“ Ein Haar in der Suppe findet Landwehr doch: „Hinten waren wir zu anfällig. 56 Gegentore sind zu viel.“

Bester Torjäger: Olaf Gottwald (11).

TuS Emstekerfeld: Emstekerfelds Trainer Uli Borchers hat keine Lust, der mäßigen Hinrunde hinterherzutrauern. „Wir müssen mit dem zufrieden sein, was wir erreicht haben. Und mit Platz drei in der Endabrechnung können wir sehr gut leben.“

Die Gründe für den Formanstieg: „Wir hatten weniger Verletzungspech, und die Spieler haben konzentriert agiert“, meint Borchers. Ein Lichtblick war die Leistung Christian Kellermanns. „Er hat sich weiterentwickelt und starke Spiele gezeigt. Daran muss er jetzt anknüpfen.“

Bester Torjäger: Christian Meyer (13).

SV Altenoythe: Der letzte Meister der Bezirksklasse hatte sich mehr als Platz sechs ausgerechnet. „Eigentlich wollten wir unter die ersten fünf Teams kommen“, sagt Altenoythes Trainer Stefan Lang. Zwei Faktoren verhinderten das: „Bei uns war zum Schluss die Luft raus. Außerdem mussten wir für die Reserve Spieler abstellen. Schließlich befand sie sich im Abstiegskampf.“ Eines macht ihn dennoch stolz: „Wir haben mit 31 Gegentoren die zweitbeste Abwehr.“

Bester Torjäger: Martin Sodtke (17).

SV Hansa Friesoythe: Was für eine Saison für Hansa: Nach einem furiosen Start ging es für das Team von Bernd Meyer in der Rückrunde schnell bergab. Gründe dafür? „Unnötige Punktverluste und ein großes Verletzungspech“, meint Hansas Betreuer Andre Meins. Und es kam knüppeldick: Nach der 0:1-Niederlage gegen Emstekerfeld trat Coach Bernd Meyer zurück. „Bernd hat neun Jahre für Hansa alles gegeben und viel geleistet“, meint Meins. Christian Neidhart übernahm bis zum Ende der Saison. Unter Neidharts Regie belegte Friesoythe im Endklassement den fünften Platz mit 54 Punkten.

Bester Torjäger: Nico Remesch (22).

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