Cloppenburg /Wolfsburg Bevor an diesem Montag der neue Trainer-Hoffnungsträger Steffen Bury seine Retter-Mission beim beim stark abstiegsgefährdeten Fußall-Regionalligisten BV Cloppenburg startet (die NWZ  berichtete), wird an diesem Sonnabend (Anstoß: 13 Uhr) noch einmal der langjährige Coach Jörg-Uwe Klütz den Feuerwehrmann bei den Soestestädtern auf der Bank geben.

Dabei hatte „Klützer“ dies noch vor Wochenfrist nach seinem Interimseinsatz beim 1:1 gegen Schlusslicht Schilksee kategorisch ausgeschlossen. „Was blieb mir in der aktuellen Situation denn anderes übrig, als es noch einmal zu machen“, erklärte der Artländer sein Umschwenken. Der 47-Jährige kann beim BVC offenbar einfach nicht „Nein“ sagen. Denn mindestens bis zur Winterpause wird er Bury als Teammanager zur Seite stehen.

„Ein bis zweimal in der Woche werde ich wohl beim Training vorbeischauen“, sagt Klütz. Damit nicht genug, denn er übernimmt ab sofort auch noch Scouting-Aufgaben. Die Heimreise aus Wolfsburg fällt für ihn aus, da er am Sonntag den übernächsten Gegner Hildesheim im Heimspiel gegen Havelse unter die Lupe nehmen wird.

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Dass das Team gegen die Wölfe möglicherweise auf völlig verlorenem Posten stehen wird, schließt der Nothelfer nicht aus. „Aber wir haben da auch schon mal gewonnen.“ Allerdings ist die Personaldecke vor der Herkulesaufgabe arg dünn geworden. Stammkeeper Christian Meyer und Stürmer Lincoln Assinouko sahen gegen Schilksee „rot“ und sind gesperrt.

Gesperrt wegen der fünften „Gelben“ ist auch der Sechser Kristian Westerveld. Derweil drohen Christian Willen, Gerrit Thomes und Tim-Pascal Wohlfahrt auszufallen.

„Als ich am Mittwoch erstmals wieder das Training geleitet habe, war der Platz fast leer“, so Klütz. Er nimmt die Spieler aber in die Pflicht. „Jeder ist auch selber für seine Fitness verantwortlich. Wir werden bis zur Winterpause penibel hinschauen, auf wen wir zählen können oder auch nicht.“

Derweil hält Klütz von Neu-Coach Bury große Stücke. „Steffen war schon häufiger im Gespräch. Er war Profi, und er hat eine gute, klare Ansprache.“ Die BVC-Bilanz gegen die VfL-Reserve ist hingegen mies. In zehn Duellen gab’s einen Sieg, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen.

Jungwölfe blasen mit Torflut zum Angriff auf die Spitze

Das Ziel des U-23-Teams von Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg ist klar. Nach mehreren vergeblichen Anläufen soll 2016 der Aufstieg in die Dritte Liga perfekt sein. Trotz Platz zwei – der Vortritt musste dem via Relegation aufgestiegenen Nachwuchs Werder Bremens überlassen werden – kam für den prominenten Coach Thomas Brdaric das Aus. Wolfsburgs Verantwortliche lotsten den beim 1. FC Nürnberg ohne Fortune tätigen, beurlaubten und nicht minder prominenten Valerien Ismael zurück in die Autostadt. Der Kader wurde traditionell durcheinander gewirbelt. 16 Spieler – einige schafften es in Liga zwei – gingen. 13 neue Spieler wurden geholt. Der Saisonstart der Jungwölfe, die ihre Heimpartien seit dieser Spielzeit in der neuen AOK-Arena – alle 5200 Plätze sind überdacht – austragen, verlief nicht wunschgemäß. Zum Auftakt gab’s daheim ein enttäuschendes 1:1 gegen Aufsteiger Drochtersen/Assel. Ohnehin belegt der zweitplatzierte VfL-Nachwuchs in der Heimtabelle für ein Spitzenteam ungewöhnlich nur Platz sieben. Dafür sorgten nicht einkalkulierte Pleiten gegen Braunschweigs Reserve (0:1) und den aktuell einen Zähler mehr aufweisenden Ligaprimus VfB Oldenburg (0:2). Auswärts wurde bis auf das 1:1 in Meppen die Maximalausbeute eingefahren. Nicht zuletzt die Stürmer Gergely Bobal (Honved Budapest), der sechsmal traf, und Dino Medjedovic (elf Tore) sorgten dafür, dass das Wolfsrudel eine Torflut fabrizierte und vier Dreier am Stück landete. Dem 5:1 in Hildesheim war ein 7:0 in Schilksee vorausgegangen. Bis zum Hinrundenabschluss will das junge Team erstmals in der Saison Platz eins erobern.

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