Cloppenburg Er ist einer der bekanntesten Fußballtrainer des Oldenburger Münsterlandes: An diesem Sonnabend feiert Klaus Ebel seinen 70. Geburtstag. Allerdings gibt es keine große Party, wie Ebel auf Nachfrage der NWZ  betont. Gefeiert werde wohl im nächsten Jahr, wenn seine Frau Elisabeth, mit der er mehr als 48 Jahre verheiratet ist, 70 Jahre alt wird. „Dann gibt es eine Doppelveranstaltung“, sagt Ebel, Vater zweier erwachsener Töchter.

Seit seinem 19. Lebensjahr ist Ebel als Trainer unterwegs. An seine Anfänge kann er sich noch gut erinnern, als er die erste B-Junioren des BV Cloppenburg trainierte: „Zu meinen Spielern gehörten seinerzeit unter anderem Bernd Diekmann und Ludger Middendorf.“ Der einstige BVC-Spieler Franz Solowski hatte ihm die Trainertätigkeit schmackhaft gemacht. „Franzel war selbst als Trainer im Jugendbereich des BVC tätig gewesen“, sagt Ebel, der aufgrund einer schweren Knieverletzung im Jahre 1968 seine Laufbahn in der ersten Herrenmannschaft des BVC beenden musste. „Als es mit dem Spielen nicht mehr ging, war mir klar, dass ich Trainer werden wollte“, sagt Ebel, dessen Vater Bruno schon als BVC-Trainer tätig war.

Im Jahr 1978 erwarb Ebel an der Sporthochschule in Köln die Lizenz zum Fußball-Lehrer. Zu seinen damaligen Lehrgangskollegen zählten unter anderem Josef „Don Jupp“ Heynckes, Franz „Goldköpfchen“ Brungs und Wolf Werner. „Das war eine schöne Zeit“, sagt Ebel. Und mit Heynckes konnte er nicht nur auf dem grünen Rasen gute Doppelpässe spielen. „Der Jupp ist ein ganz feiner Kerl. Wir hatten zu Beginn des Kurses schlechte Bälle. Und dann hat Jupp irgendwo angerufen und einen Tag später hatten wir 30 neue Bälle vor uns liegen gehabt“, lacht Ebel.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In jenen Jahren flatterte Ebel auch ein Angebot des Erstligisten Eintracht Frankfurt ins Haus. Ob er sich nicht vorstellen könne, unter dem damaligen Chefcoach Friedel Rausch als Co-Trainer einzusteigen. Die Eintracht hatte seinerzeit zwei Co-Trainer-Stellen zu vergeben gehabt. „Der eine Co-Trainer kümmerte sich um die A-Junioren, der andere um die Amateure. Dazu kamen noch die Samstagsspiele in der Bundesliga“, berichtet Ebel, der dem Club vom Main aber eine Absage erteilte. „Ich scheute mich einfach davor, weiter weg zu ziehen. Auch der Familie wegen“, sagt der gelernte Elektriker. Die Entscheidung bereute er keineswegs, betont der heimatverbundene Ebel.

Er erreichte auch mit hiesigen Vereinen beachtliche Erfolge. Unter anderem schaffte er mit dem BVC den Aufstieg in die damals drittklassige Regionalliga. Mit BW Lohne erreichte er die Aufstiegsrunde zur Amateur-Oberliga. Er blieb sich stets treu. Diese Eigenschaft habe er wohl vom Vater geerbt, meint Ebel. „Mein Vadder hatte auch so eine konsequente, gerade Linie.“ Ebel ist weiter als Trainer tätig. Derzeit coacht er den Ahlhorner SV II in der 2. Kreisklasse. Er geht in seine 51. Saison. „So lange es mir Spaß macht, und die Jungs mich noch mögen, mache ich weiter“, sagt Ebel.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.