Peheim /Kreuth Jule Wewer aus Peheim ist in der Vielseitigkeits-Reiterei Deutschlands zurzeit beste Junge Reiterin. Die 20-Jährige, die schon in der Pony-Vielseitigkeit im Jahr 2009 als Doppel-Europameisterin geglänzt hat, ist auch mit den Großpferden ganz vorne dabei, wie sie im ostbayerischen Kreuth als deutsche Meisterin der Jungen Reiter unterstrich.

Für Wewer, die mit ihrem elfjährigen Oldenburger Ruling Spirit und dem 13-jährigen Lasse gleich zwei Pferde an den Start bringen konnte, hat sich die weite Reise an die tschechische Grenze gelohnt. Denn nach ihrem Sieg beim Preis der Besten in Everswinkel – die NWZ  berichtete – griff sie erfolgreich nach der Goldmedaille bei der Deutschen Meisterschaft der Jungen Reiter. Mit Ruling Spirit übernahm sie von der Dressur an die Führung. Auf der anspruchsvollen Geländestrecke kassierte das Paar lediglich ein paar Zeitstrafpunkte. „Das letzte Wasser war noch einmal eine richtige Hausnummer. Da merkte man schon, dass der Parcourschef wollte, dass sich die Reiter und Pferde noch mal richtig konzentrieren müssen. Meine Pferde haben das beide gut gelöst. Darauf bin ich stolz“, sagte Wewer, die auch den 13-jährigen Lasse fehlerfrei durchs Gelände brachte. Es folgten zwei Nullrunden im abschließenden Springen. Sie komplettierten den Gesamteindruck und bescherten der Reiterin nicht nur den ersten nationalen Titel, sondern auch Platz zwei und fünf in der offenen Wertung der als internationalen Zwei-Sterne-Prüfung (CCI2*) ausgeschriebenen Meisterschaft.

Ihren größten persönlichen Erfolg sieht die Studentin der Wirtschaftspsychologie darin, „wenn man sieht, wie sich ein Pferd entwickelt“. So wie Ruling Spirit, den sie viereinhalbjährig bekam und den sie selbst ausgebildet hat, wobei ihr die Vielseitigkeits-Legende Horst Karsten zur Seite steht. So wagte sie mit Lasse den Sprung in Richtung Drei-Sterne-Niveau und wird Mitte Juni in Luhmühlen bei den deutschen Meisterschaften erstmals bei den Profis an den Start gehen können.

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Zwar war das Teilnehmerfeld mit 13 Paaren in Kreuth klein, aber Bundestrainer Hans Melzer zeigte sich zufrieden. „Generell ist mir Qualität lieber als Quantität. Wenn man sieht, wie viele Nachwuchsreiter in letzter Zeit den Sprung vom Jungen Reiter ins Seniorenlager geschafft haben, weiß man, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Melzer. Hinter Jule Wewer wurde Finja Bliesemann (Fehmarn) mit Drecoll Zweite vor Lisa-Marie Förster aus Ahlen mit Columbo.

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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