Frage: Herr Küpper, Sie moderieren am Freitag „Schlag das Euro-Team“ bei den Musiktagen in Bösel. Welchen Bezug haben Sie zur Region?

Hansi Küpper: Zu Bösel direkt habe ich keinen Bezug. Ich erinnere mich, dass ich den VfB Oldenburg zu seinen Hochzeiten fast zum Aufstieg in die Bundesliga kommentiert habe. Aber das ist lange her. In Bremen beim SV Werder bin ich natürlich öfter. Ich habe Verwandte im Emsland, in Meppen und Werlte. Bösel werde ich kennenlernen.

Frage: Wie kam es dann zustande, dass Sie „Schlag das Euro-Team“ hier moderieren?

Küpper: Durch meinen Kollegen Matthias Killing, mit dem ich bei der Fußball-EM im Frankreich zusammengearbeitet habe. Er hat die Show in Bösel im Vorjahr moderiert, damals mit Tom Bartels, und ist dieses Jahr wieder dabei. Er hat gefragt, ob ich Lust hätte. Das hörte sich nach einer hochattraktiven Veranstaltung an, also haben wir das am Rande des Spiels Italien gegen Irland in Lille beschlossen.

Frage: Was hat er erzählt?

Küpper: Er fand es bemerkenswert, dass eine ganze Gemeinde gemeinsam mitfiebert. Ich habe auch schon einmal „Schlag den Raab“ kommentiert, in der Frühphase, und bei RTL ebenfalls die Show „Unschlagbar“ mit ähnlichem Charakter. Ich glaube, diese Art der Veranstaltung ist dankbar für die Zuschauer, weil sie durch die vielen Aktionen sehr attraktiv ist und jedes Spiel gute Geschichten schreibt.

In Bösel auf der Bühne: Hansi Küpper BILD: Gebert

Bekannt aus Radio und Fernsehen

Hansi Küpper ist ein bekannter Fußball-Kommentator. Der 55-Jährige aus Essen hat die Bundesliga-Konferenz im Hörfunk (ARD) mitgeprägt -– und im Fernsehen (Premiere) mitbegründet. 2003 bekamen er und seine Kollegen den Deutschen Fernsehpreis.

An diesem Freitag kommentiert Küpper ab 19.30 Uhr die Show „Schlag das Euro-Team“ in Bösel.

Frage: Sie sind hauptsächlich als Fernseh-Kommentator von Fußball-Spielen bekannt. Wie erprobt sind Sie in Moderationen mit Bühnen-Präsenz?

Küpper: Ich mache das mit einer gewissen Regelmäßigkeit, aber vor allem im Umfeld des Fußballs. Zum Beispiel die Meisterfeier von Borussia Dortmund – wenn es denn mal eine gibt. In Bösel wird mein Job aber wohl eher der des Kommentators sein. Auch wenn ich vor Ort bin, gilt das Augenmerk ja den Spielen.

Frage: Bei der Meisterfeier des BVB im Jahr 2011, die Sie moderiert haben, waren 300 000 Menschen. In Bösel werden es nicht ganz so viele. Spricht man anders, wenn mehr oder weniger Leute zuhören?

Küpper: Nein, es ist egal, wie viele Leute vor der Bühne stehen. Ich möchte jedem Zuschauer eine gute Show bieten. In Dortmund hatten ja so ziemlich alle einen Gedanken: Die Freude über die Meisterschale. Da kann man nicht viel falsch machen. In Bösel wird es sehr abwechslungsreich. Ich gehe mit demselben Respekt in die Show wie damals in Dortmund.

Frage: Sie sind bekennender BVB-Fan. Wie steht es da mit der Objektivität? Fällt es schwer – für Sie vor allem bei Spielen von Dortmund oder Schalke – objektiv zu bleiben?

Küpper: Nein. Wenn es danach ginge, dürfte ja niemand Fußball kommentieren. Jeder hat als Kind sein Herz an einen Verein gehängt. Wenn geschrieben wird, dass TV-Kommentatoren nicht neutral kommentieren, ist das zu 98 Prozent Quatsch. Dortmunds Michael Zorc hat schon einmal vorgeschlagen, ich solle doch endlich Mitglied beim FC Bayern werden, und Uli Hoeneß vom FC Bayern hat mal gesagt, man höre meine Sympathie für Schalke 04 in jedem Satz heraus. Was meine Objektivität angeht, bin ich über jeden Zweifel erhaben.

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Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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