BöSEL Hauptsache der Ball rollt. Wie viele Tore am Ende geschossen werden und welche Mannschaft als Sieger vom Platz geht, ist bei diesem Fußballtraining vollkommen egal. Hier geht es nicht um Leistung, sondern um das Gemeinschaftsgefühl und das rücksichtsvolle Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen. So ein Fußballtraining wollen der Familienentlastende Dienst (FED) des Caritas Vereins Altenoythe und der Sportverein Bösel künftig gemeinsam in Bösel anbieten. Integrative Arbeit, Therapie, Sport und einfach nur Spaß sollen sich vermischen.

Was dabei herauskommen kann, ist schon eindrucksvoll bei einer ähnlichen Gruppe des SC Sternbusch in Cloppenburg zu sehen. Dort spielen rund 20 Kinder und Jugendliche in einer Gruppe Fußball zusammen. Die Idee hierfür wurde in einer Helferinitiative geboren, der FED hat die Organisation übernommen. Jetzt soll das Projekt Schule machen und auch in Bösel aufgebaut werden. Das Angebot richtet sich an Interessierte aus dem ganzen Landkreis. „Die Gruppe in Cloppenburg soll dadurch aber nicht gespalten werden, Bösel wird ein neues, ein zusätzliches Angebot sein“, betont Tanja Zielinski vom FED. Ein Trainer ist auch schon gefunden: Christian Zielinski ist schon lange aktiv beim SV Bösel. Im vergangenen Jahr hat er seine Mannschaft, die er von den Bambinos bis zur D-Jugend trainiert hatte, abgegeben. Jetzt hat er Zeit für diese neue Aufgabe.

Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren können in der Gruppe mitmachen. Den Fahrdienst organisiert der FED, auch die Helfer, die sich um die Kinder kümmern, werden vermittelt. „Die Kinder werden im ganzen Landkreis abgeholt, das regeln wir“, sagt Tanja Zielinski. Der FED verfügt über 140 ehrenamtliche Helfer und betreut 260 Familien.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Wir stehen voll hinter dem Projekt und freuen uns“, sagt Gerd Stratmann, Vorsitzender vom SV Bösel. Er denkt, dass sich viele Sportler aus seinem Verein bei dem neuen Projekt einbringen werden. Auch deren Teamgeist könne so gefördert werden: „Da wird Verantwortung übernommen.“ Das Zusammenspiel zwischen Behinderten und Nichtbehinderten soll zur Normalität werden.

Die Behinderten wiederum genießen den Sport in der Gruppe. Ihr Handicap trete in den Hintergrund, so Zielinski: „Es gibt auch Kinder, die einfach nur zugucken wollen. Das ist auch in Ordnung.“ Natürlich sind auch die Eltern am Spielfeldrand herzlich willkommen – zum Austausch und zum Mitfiebern beim Spiel.

Wenn sich die neue Gruppe erst einmal etabliert hat, sollen auch Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften organisiert werden.

Das Fußballtraining mit Christian Zielinski soll in Bösel alle zwei Wochen immer freitags in den geraden Kalenderwochen stattfinden. Das Training dauert dann von 16 bis 18 Uhr. Informationen gibt es beim FED, dort sind auch Anmeldungen unter Telefon 04491/938869 möglich.

Anja Biewald Redakteurin / Lokalredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.