CLOPPENBURG Kaum Druck vor Kampf um Einzug in dritte Runde: Die Zweitliga-Fußballerinnen des BV Cloppenburg sehen das DFB-Pokalspiel gegen Ligakonkurrent Victoria Gersten als Chance, sich Selbstvertrauen für den Kampf gegen den Abstieg zu holen. Nach vier Niederlagen im Liga-Alltag und zahlreichen Hiobsbotschaften von der Mannschaftsärztin könnte das Team des Trainergespanns Matthias Rieck-Göken/Ludwig Ferneding ein Erfolgserlebnis gebrauchen. „Der DFB-Pokal spielt für uns nicht die Hauptrolle“, sagt Ferneding vor dem Heimspiel an diesem Mittwoch um 20 Uhr. „Aber die Aufgabe ist reizvoll, und in der dritten Runde könnten wir auf ein Team mit großem Namen wie Duisburg, München, Potsdam oder Frankfurt treffen.“

Unterschiedlicher hätten die letzten Wochen für das Team aus der Kreisstadt und die Emsländerinnen kaum verlaufen können. Der BVC steht nach vier Spieltagen ohne Punkt auf dem letzten Tabellenplatz der zweiten Bundesliga und hat zudem große Personalsorgen.

Im Spiel in Hamburg (2:4) hat sich Angreiferin Andrea Mählmann einen Sehnenabriss zugezogen. Sie wird voraussichtlich bis zum Ende der Saison ausfallen und ist schon die fünfte Langzeitverletzte der Cloppenburgerinnen – darunter sind drei Stürmerinnen.

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Immerhin: Lena Steenken, die zuletzt aus gesundheitlichen Gründen passen musste, dürfte rechtzeitig zum Spiel gegen Gersten wieder einsatzbereit sein. Ob die angeschlagene Andrea Göken zum Einsatz kommt, soll kurzfristig entschieden werden. Fehlen wird auf den Fall wieder Dominika Wylezek. Die polnische Nationaltorhüterin schreibt in dieser Woche ihre Examensarbeit an der Universität in Breslau. Theresa Ideler soll sie ersetzen.

Mit solchen Problemen haben die Emsländerinnen nicht zu kämpfen. Lediglich der Einsatz Jana Kieras’ (Muskelfaserriss) ist gefährdet. Zudem ist die Victoria nach drei Spielen – die Partie gegen Leipzig am dritten Spieltag ist ausgefallen – noch ungeschlagen.

Hinzu kommt, dass die Emsländerinnen am Sonntag einen Punkt aus Potsdam entführt haben (3:3). Sie hatten beim Titelanwärter Turbine Potsdam II schon mit 0:2 und 2:3 zurückgelegen und sich beide Male zurück ins Spiel gekämpft. Das hatte nicht nur die Zuschauer, sondern auch Trainerin Maria Reisinger begeistert: „Ich bin total stolz auf meine Mädels“, freute die sich nach dem Spiel.

Ähnlich stolz würde Reisinger wohl ein Sieg gegen den BVC machen. Nicht nur, weil die Victoria ihre Vorherrschaft in der Region festigen will, sondern auch, weil sich viele der Kontrahenten kennen. So hat BVC-Coach Rieck-Göken sechs Jahre lang zusammen mit Reisinger in Gersten auf der Trainerbank gesessen. Er kennt die Stärken und Schwächen der Victoria-Spielerinnen genau.

Aber auch die Spielerinnen kennen sich: Cloppenburgs Sabrina Vagelpohl, Kim Schlösser, Andrea Göken, Tanja Baumann und Anna Klumpe haben schon für die emsländische Mannschaft gespielt. Gerstens Martina Fennen ist gebürtige Cloppenburgerin und dürfte schon deshalb besonders motiviert sein.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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