Höltinghausen /Friesoythe Einen glänzenden Saisonauftakt feierten die Handballerinnen des SV Höltinghausen. Die HSG Friesoythe bestritt schon ihr zweites Spiel und überraschte gegen die Zweitligareserve aus Nordhorn.

Handball, Frauen Landesliga: SV Höltinghausen - HSG Osnabrück 19:18 (12:10). Wille versetzt Berge – unter diesem Motto stand das Spiel des Neulings aus Höltinghausen. Trainer Hartmut Wolf war voll des Lobes über sein Team. „Das war ein Sieg der Leidenschaft, wir haben alles reingeworfen, was ging, und haben gegen einen körperlich und spielerisch stärkeren Gegner gewonnen“, sagt der Trainer.

Kein Verständnis hatte Wolf für die Reaktion der Gäste, die sich eher als schlechte Verlierer erwiesen und einen Protest ankündigten mit der Begründung, dass, nachdem ihr Trainer einmal mehr ermahnt worden war, der SVH unberechtigt mit einem Freiwurf hätte weiterspielen dürfen. „Dem blicke ich gelassen entgegen“, sagte Wolf.

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Zum Duell: Der Gastgeber brachte mit seiner beweglichen 6:0-Deckung den Gast zunächst zur Verzweiflung, musste aber eine 8:4-Führung (16.) zum 8:10 (25.) wieder abgeben, als Wolf erste Wechsel vorgenommen hatte, um die Leistungsträgerinnen für den zu erwartenden heißen Endspurt einige Minuten zu schonen.

„Es war risikoreich. Wenn da die HSG weiter weggezogen wäre, hätten wir verloren“, sagte Wolf. Aber das Konzept ging völlig auf, denn zur Pause führte der SVH mit 12:10 und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss.

Zwei außergewöhnliche Höhepunkte gab es. So sorgte Ann-Katrin Felstermann in letzter Sekunde vor dem Pausenpfiff mit einem Gewaltwurf aus 15 Metern für das 12:10. Außergewöhnlich – da blieb sogar der stets reklamierende Gästetrainer sprachlos – war die Aktion von Elisa Fangmann. Sie unterband nach Vollsprint und spektakulärem Ballgewinn ein sicheres Kontertor der Gäste, womit endgültig bewiesen war: Wille kann Berge versetzen.

SVH: Möhlmann, Rieger - Schreider, S. Böckmann (1), Hinz (2), Greten, L. Böckmann (n.e.), Brockhaus (4/2), Felstermann (8), Wichmann, Fangmann (4), Wienken, Pille.

Männer Landesliga: HSG Nordhorn II - HSG Friesoythe 23:25 (15:15). Mit Mini-Aufgebot und nur zwei Auswechselspielern Maximales erreicht – Trainer Günter Witte, der auf Sven Kulle, Heiko Binder, Kevin Laskowski, Ludolph Matthies, Hannes Paul und Christoph Deeken verzichten musste, war sehr zufrieden und überrascht zugleich.

„Nachdem ich den großen Kader unseres Gastgebers gesehen habe, hatte ich schon so meine Zweifel“, sagte Witte. Der 3:8-Rückstand nach nur zehn Minuten schien ihn zu bestätigen. Eine Auszeit und der Wechsel von Jonas Alberding auf die rechte Rückraumposition, der danach sofort traf und für mehr Schwung sorgte, leiteten eine Aufholjagd ein, ehe nach dem 11:11 (25.) eine völlig ausgeglichene Phase bis zur Pause folgte. Nun fand der Gast auch dank zweier Kreisläufer mehr Lücken in der sehr defensiv stehenden Nordhorner Deckung,

Eng ging es auch in Abschnitt zwei lange Zeit zu. Auch dank Torwart Nils Fröhlich, der vor allem in der Schlussphase glänzend hielt, gelang es dem Neuling, von 21:21 (51.) auf 25:21 (56.) entscheidend davonzuziehen. Neben dem einmal mehr treffsicheren Nils Albers, der alle vier Siebenmeter versenkte, gab es auch für die jüngeren Kräfte Jan Kühn und Gerrit Binder Lob vom Trainer. „Sie haben ihre Aufgaben gut erledigt“, sagte Witte.

HSG: Fröhlich, Fründt - Willmann, Witte, Robbers (4), N. Albers (12/4), Kühn, Binder (2), Alberding (5), Wilhelm (2).

Jürgen Schultjan Lokalsport / Redaktion Münsterland
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